Kunduz

Afghanische Wirtschaftsschule Kunduz
Bild: Bastian Kuhl

Kundus (auch: Kunduz, Qhunduz; Paschtu/Dari: کندوز Kundūz, auch قندوز Qundūz) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Kundus. Sie befindet sich im Nordosten von Afghanistan im so genannten Kunduztal nahe der tadschikischen Grenze, rund 250 km nördlich von Kabul. In der Stadt leben nach neuesten Berechnungen im Jahr 2012 knapp 125.000 Einwohner. Kundus liegt auf einer Höhe von 397 m.

Die Region ist sehr fruchtbar und für Afghanistan ungewöhnlich grün. Das vom Kunduz-Fluss durchflossene Tal ist an drei Seiten unmittelbar und an einer Seite mittelbar von hohen Bergen umgeben, den Ausläufern des Hindukuschs. Kunduz verfügt über einen kleinen Flugplatz, den Flughafen Kunduz.



Geschichte




Die Stadt hieß einst Drapsaka und war ein wichtiger Ort, der unter anderem um 330 v. Chr. von Alexander dem Großen bei seinem Feldzug gegen Bessos, den selbst ernannten König der Baktrier, als Heerlager genutzt wurde. In der Zeit der Timuriden (1370–1507) wurde die Stadt mit dem Namen Kunduz erwähnt. Dieser ist abgeleitet von Persisch quhan-diz, „alte Zitadelle“.Unter dem Gouverneur Schir Chan Naschir (Nasher) wurde die Provinz Kunduz im 20. Jahrhundert zur reichsten Provinz Afghanistans. Hauptgrund war Naschirs Gründung der Spinzar Cotton Company, die im Nachkriegs-Afghanistan noch immer existiert und ihre Produktion wieder aufgenommen hat. Derzeitig ist Mohammad Omar Safi Gouverneur der Provinz Kunduz.

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Tagesgeschehen

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