Kuomintang

Die Kuomintang Chinas (KMT; chinesisch 中國國民黨, PinyinZhōngguó Guómíndǎng, W.-G.Chungkuo Kuomintang ‚Nationale Volkspartei Chinas‘), nach der heute weit verbreiteten Pinyin-Transkription auch vermehrt Guomindang Chinas geschrieben, ist eine Partei der Republik China (Taiwan).

Sie begründete 1912 die erste Republik China (1912–1949), errang 1928 die Chinesische Wiedervereinigung und stellte als international anerkannte Regierung nach außen bis 1946 die einzig relevante politische Kraft des Landes dar. Im Zuge des Chinesischen Bürgerkriegs zog sich die Kuomintang 1949 nach Taiwan zurück, wo sie die Republik China formell fortführte und bis 1990 regierte. Heute ist sie als Partei ein Teil des demokratischen Mehrparteiensystems des taiwanesischen Inselstaates.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Chang Ch’ün stirbt in Taipeh. Chang Ch’ün war ein chinesischer Politiker. Er war ein führendes Mitglied der Kuomintang und Premierminister der Republik China.
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Gestorben: Cheng Nan-jung stirbt in Taipeh, Republik China. Cheng Nan-jung war ein taiwanischer Verleger und Bürgerrechtler, der sich für Demokratie, Meinungsfreiheit sowie ein unabhängiges Taiwan einsetzte und im April 1989 aus Protest gegen seine drohende Verhaftung durch die Kuomintang-Diktatur selbst verbrannte.
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Gestorben: Chiang Ching-kuo stirbt in Taipeh, Taiwan. Chiang Ching-kuo war ein nationalchinesischer Politiker der Kuomintang. Er war Sohn Chiang Kai-sheks.

1976

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Gestorben: Liu Wenhui stirbt. Liu Wenhui, war einer der chinesischen Kriegsherren, die in der Republik-Zeit (Herrschaft der Nationalpartei, chin. Guomindang) als Gouverneure mehr oder weniger selbständig und mit eigener Hausmacht über Provinzen oder Teilgebiete Chinas herrschten.
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Gestorben: Chiang Kai-shek stirbt in Taipeh. Chiang Kai-shek oder Tschiang Kai Schek war ein chinesischer Militär und Politiker in der Zeit nach der Xinhai-Revolution (1911) und ab 1925 Führer der Kuomintang. Als solcher war er im chinesischen Bürgerkrieg (1927–1949) der Gegenspieler Mao Zedongs und bis 1946 einer der einflussreichsten Politiker Chinas.

Republik China

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Nach dem Ende des Kaiserreichs China durch die Xinhai-Revolution fusionieren unter der Leitung von Sun Yat-sen mehrere politische Gruppen zur wenig später Kuomintang genannten Nationalen Volkspartei.

Ereignisse

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Die chinesische Kuomintang kündigt das bestehende Bündnis mit den Kommunisten formell auf. Damit kommt es zwischen beiden Gruppierungen zu einem Bürgerkrieg um die Macht in der Republik China, den die Truppen Chiang Kai-sheks anfangs bestimmen.

China / Japan

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Kuomintang und die Kommunistische Partei Chinas bilden gegen die japanische Aggression die Zweite Einheitsfront: Mao Zedong leistet mit seiner roten Armee General Chiang Kai-shek einen Treueeid. Seine Truppen werden zur 8. chinesischen Armee.

Asien

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Nach einem Befehl des Kuomintang-Führers Chiang Kai-shek kommt es zur vorsätzlich herbeigeführten Überschwemmung dreier chinesischer Provinzen durch den Gelben Fluss. Damit sollen die in Richtung Wuhan vorrückenden japanischen Truppen aufgehalten werden. Das Sprengen der Deiche ohne Warnung der Zivilbevölkerung kostet nach Schätzungen zwischen 500.000 und einer Million Chinesen das Leben, zerstört 4.000 Dörfer und mehrere Städte und macht Millionen Menschen obdachlos.

Asien & Russland

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Die letzten Truppen der Kuomintang auf dem chinesischen Festland ergeben sich den Kommunisten.

1950

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1. März: Chiang Kai-shek ruft auf Taiwan, dem Rückzugsgebiet der Kuomintang nach dem Bürgerkrieg, die Republik China aus.

Politik & Weltgeschehen

2008

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Die Präsidentenwahl in der Republik China gewinnt Ma Ying-jeou, der Kandidat der Kuomintang, mit 58,45 Prozent der Stimmen.
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Der taiwanische Oppositionsführer Lien Chan trifft als Vorstand der Kuomintang zum ersten Mal seit fast 60 Jahren mit einem Staatschef der Volksrepublik China, Hu Jintao, zusammen
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Der offen für die Abspaltung Taiwans eintretende Kuomintang-Politiker Lee Teng-hui wird trotz der unverhohlen bedrohlichen Militärmanöver der Volksrepublik China in der Taiwan-Straße bei der ersten direkten Präsidentschaftswahl in Taiwan als Staatsoberhaupt bestätigt. (24. März)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Die Volksrepublik China erlässt eine Amnestie für alle ehemaligen Funktionäre der Kuomintang. (18. März)

1975

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18. März: China erlässt eine Amnestie für alle ehemaligen Funktionäre der Kuomintang

Tagesgeschehen

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Taiwan: Bei den Wahlen zum Legislativ-Yuan in der Republik China erleidet die regierende Demokratische Fortschrittspartei (DPP) eine schwere Niederlage gegen die oppositionelle und chinafreundliche Nationalpartei Kuomintang (KMT), die 81 von 113 Mandaten und damit eine Zweidrittelmehrheit im Legislativ-Yuan hat. Der für eine Eigenständigkeit Taiwans eintretende Präsident Chen Shui-bian (DPP) nannte das Wahlergebnis den schlimmsten Rückschlag in der Geschichte der DPP und trat mit sofortiger Wirkung als Parteichef der DPP zurück.
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Volksrepublik China, Taiwan: Der KP-Generalsekretär Hu Jintao trifft sich mit Lien Chan, dem Ehrenvorsitzenden der Kuomintang-Abgeordneten Taiwans. Die beiden Parteien hatten sich 1945 bis 1950 einen landesweiten Bürgerkrieg geliefert, bevor sich die Kuomintag nach Taiwan zurückzog und dort Nationalchina ausrief. Hu stellte „15 Favourable Policies” für die politischen Kontakte vor, obwohl Festlandchina die Insel als abtrünnig betrachtet und in den vergangenen Jahren wiederholt mit gewaltsamer Wiedereingliederung gedroht hatte. (People's Daily)
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Taipeh/Republik China. Die Kuomintang erklärt sich erstmals bereit, ein mögliches Referendum über die Unabhängigkeit Taiwans nicht zu blockieren.

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