Kurfürst

Ein Kurfürst (lateinischprinceps elector imperii oder elector) war einer der ursprünglich sieben, später neun und zuletzt zehn ranghöchsten Fürsten des Heiligen Römischen Reiches, denen seit dem 13. Jahrhundert das alleinige Recht zur Wahl des römisch-deutschen Königs zustand. Mit diesem Königstitel war traditionell der Anspruch auf die Krönung zum römisch-deutschen Kaiser durch den Papst verbunden.

Die Bezeichnung Kurfürst geht auf das mittelhochdeutsche Wort kur oder kure für Wahl zurück, aus dem das neuhochdeutsche küren entstanden ist. Das dazugehörige starke Verb kiesen ist außerhalb von erkiesen im Deutschen ausgestorben, lebt aber in Englisch to choose und Niederländisch kiezen (beide wählen) weiter.

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Europa

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Der sächsische Kurfürst Friedrich August III. wird zum König proklamiert und lenkt die Geschicke des Königreichs Sachsen als Friedrich August I.
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Graf Adolf von Nassau wird nach weitgehenden Zugeständnissen an die Kurfürsten zum deutschen König gewählt und am

1257

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Mit der Doppelwahl von 1256/57 setzt sich das alleinige Recht zur Königswahl seitens der sieben Kurfürsten durch (bestehend aus den Erzbischöfen von Köln, Mainz und Trier, dem Pfalzgrafen bei Rhein, dem Herzog von Sachsen und dem Markgrafen von Brandenburg -die siebte Kurstimme fällt Ende des 13. Jahrhunderts an den König von Böhmen), bis es schließlich in der Goldenen Bulle 1356 endgültig geregelt wird.

Geboren & Gestorben

1911

Geboren > 20. Jahrhundert > 1901–1950:
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Maria Stader, Schweizer Sopranistin (5. November)

1798

Geboren > Vor dem 19. Jahrhundert:
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Karl von Holtei, deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Theaterleiter (24. April)
Gestorben:
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Friedrich Wilhelm, Großer Kurfürst von Brandenburg (* 1620)
Geboren:
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Sophie Dorothea, Kurfürstin von Hannover (+ 1726)
Geboren:
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Friedrich Wilhelm, Großer Kurfürst von Brandenburg (+ 1688)

Religion

1577

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Nach dem Rücktritt von Salentin von Isenburg wird Gebhard I. von Waldburg neuer Erzbischof von Köln und damit Kurfürst im Deutschen Reich.

Gesellschaft & Soziales

1646

Gesellschaft:
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Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg, heiratet am 7. Dezember in Den Haag die älteste Tochter des Statthalters Friedrich Heinrich von Oranien, Luise Henriette von Oranien.

Zusammensetzung des Kurfürstenkollegiums

1692

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der Herzog von Braunschweig-Lüneburg (Hannover) als Erzbannerträger.

1623

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der Herzog von Bayern anstelle des Pfalzgrafen, der 1648 eine neue, achte Kurstimme sowie das neugeschaffene Amt des Erzschatzmeisters erhielt und

Liste bedeutender Residenzstädte > Deutschland

1720

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Heidelberg, Sitz der pfälzischen Kurfürsten bis (Residenzstadt)

Toleranzedikte in der Geschichte

1784

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Toleranzedikt von Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen – Duldung von Protestanten im Kurfürstentum Kurtrier.

Politik & Weltgeschehen

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Gründung der Wittelsbacher Hausunion von den Kurfürsten von Bayern, der Pfalz, Trier und Köln.

1708

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Die neunte Kurwürde des Herzogs Ernst August von Hannover (vor 1692 Braunschweig-Lüneburg), die ihm durch Kaiser Leopold I. 1692 verliehen wurde, wird vom Reichstag anerkannt.
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Joachim II. Hektor, Kurfürst von Brandenburg, erhält seine Belehnung zum Herzog von Preußen.

1546

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Ende Oktober: Ferdinand I. fällt mit seinem Heerführer Sebastian von Weitmühl von Böhmen aus in Kursachsen ein und erobert Plauen. Gleichzeitig erklärt auch Moritz von Sachsen, dem die sächsische Kurwürde versprochen worden ist, seinem ernestinischen Cousin den Krieg. Rasch werden große Teile von Kursachsen erobert.
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Hussitenkriege: Friedrich der Sanftmütige wird nach dem Tod seines Vaters Friedrich dem StreitbarenKurfürst von Sachsen gemeinsam mit seinen Brüdern Wilhelm III. dem Tapferen, Heinrich und Sigismund.

Antike

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Österreichischer Erbfolgekrieg / Heiliges Römisches Reich: KurfürstKarl I. Albrecht von Bayern wird in Frankfurt am Main als Karl VII. zum Römisch-Deutschen Kaiser gewählt und am 12. Februar gekrönt.

1649

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Heiliges Römisches Reich: Kurfürst Karl I. Ludwig kehrt nach den Wirren des Krieges in die Kurpfalz zurück. Da Bayern seine Kurwürde behält wird für ihn eine achte Kurwürde neu geschaffen.
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Heiliges Römisches Reich: Friedrich Wilhelm wird nach dem Tod seines Vaters Georg WilhelmKurfürst von Brandenburg. Er tritt mitten im Dreißigjährigen Krieg kein leichtes Erbe an.
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Heiliges Römisches Reich: Der protestantische KurfürstFriedrich IV. von der Pfalz verleiht der im Vorjahr als Bollwerk gegen die katholischen Mächte gegründeten Stadt Mannheim die Stadtrechte.

1376

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen > Heiliges Römisches Reich: 11. Juli: Der Luxemburger Karl von Böhmen wird in Rhens von fünf Kurfürsten im Einvernehmen mit Clemens VI. zum Gegenkönig von Ludwig IV. gewählt. Jahre später forderte er mit dem Einverständnis der Kurfürsten die Bürger von Rhens auf, am Rhein bei den Nußbäumen (inter nuces) ein "steynen gestuel" Königsstuhl von Rhens zu errichten und instandzusetzen, wofür ihnen Zollfreiheit zugesichert wurde. (1346)

"Kurfürst" in den Nachrichten