Latein

Die lateinische Sprache (lat. lingua latina), kurz Latein, ist eine indogermanische Sprache, die ursprünglich von den Latinern, den Bewohnern von Latium mit Rom als Zentrum, gesprochen wurde. Die frühesten Zeugnisse reichen bis ins 5. oder 6. vorchristliche Jahrhundert zurück (Frühlatein), ab dem 3. vorchristlichen Jahrhundert liegen längere Texte vor (Altlatein), ihre volle Ausformung in der Gestalt des heute vor allem bekannten und gelehrten klassischen Lateins erreichte die (Schrift-)Sprache im ersten vorchristlichen Jahrhundert.

Latein war Amtssprache des Römischen Reichs und wurde so zur dominierenden Verkehrssprache im westlichen Mittelmeerraum. Während sich aus der gesprochenen Umgangssprache, dem sogenannten Vulgärlatein, die romanischen Sprachen entwickelten, blieb das Latein der römischen Schriftsteller auch als tote Sprache bis in die Neuzeit die führende Sprache der Literatur, Wissenschaft, Politik und Kirche. Gelehrte wie Thomas von Aquin, Petrarca, Erasmus, Luther, Kopernikus, Descartes oder Newton haben Werke in Latein verfasst. Bis ins 19. Jahrhundert wurden die Vorlesungen an den Universitäten in ganz Europa auf Latein gehalten. In Polen, Ungarn und im Heiligen Römischen Reich war Latein bis dahin Amtssprache. In Tausenden von Lehn- und Fremdwörtern sowie Redewendungen ist Latein heute auch in nichtromanischen Sprachen wie Deutsch oder Englisch präsent. Bei der Bildung neuer Fachbegriffe wird immer wieder auf Latein zurückgegriffen.

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Kunst & Kultur

240 v. Chr.

Kultur:
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In Rom werden von Staats wegen erstmals je eine griechische Tragödie und Komödie in lateinischer Übersetzung aufgeführt: schlagartiger Anbruch der römischen Literatur (vorklassische Periode) und des römischen Theaterwesens; Livius Andronicus verfasst noch im selben Jahr mit seinem Achilles das erste Drama in lateinischer Sprache.

Grammatik > Morphologie > Verben

4 n. Chr.

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Konjugation: Stammauslaut -i

3 n. Chr.

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Konjugation: Stammauslaut Konsonant oder -u

2 n. Chr.

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Konjugation: Stammauslaut -e

1 n. Chr.

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Konjugation: Stammauslaut -a

Religion

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In Karthago sterben die Scilitanischen Märtyrer. Sie werden wegen ihres christlichen Glaubens hingerichtet. Der überlieferte Märtyrerbericht ist das älteste christliche Dokument in lateinischer Sprache.

Gesellschaft & Soziales

600 n. Chr.

Die fränkische Gesellschaft > Freier und Unfreier:
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solidi für die berittenen fränkischen Gefolgsleute (franko-lat. dructis) des Königs (Antrustiones) (Franken (Volk))

Geschichte

1322

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Dwestrate inter plateam campaniorum et fossam lutifigulorum (niederdeutsch-lateinisch: Querstraße zwischen Glockengießerstraße und Großer Gröpelgrube) (Langer Lohberg)

Bedeutung

1608

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Mit seinen zwei Wörterbüchern , die beide erstmals die „windische“ (= slowenische) Sprache als dem Deutschen, Lateinischen und Italienischen ebenbürtig ansah, machte er sich um die slowenische Sprache verdient. (Hieronymus Megiser)

1592

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Mit seinen zwei Wörterbüchern , die beide erstmals die „windische“ (= slowenische) Sprache als dem Deutschen, Lateinischen und Italienischen ebenbürtig ansah, machte er sich um die slowenische Sprache verdient. (Hieronymus Megiser)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1621

Werk > Weitere Werke:
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Ermenegildo, Edippo, Ippolito - klassizistische Tragödien in lateinischer Sprache. (Emanuele Tesauro)

Sonstige Ereignisse

1990

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Band 1: vorkeltische, keltische und römische Namen; Seite 1 bis 704, §§ 1 bis 11.862, veröffentlicht (Toponymie générale de la France)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1993

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Film > Fernsehen: Nicht von schlechten Eltern (Fernsehserie; reguläre Rolle als Lateinlehrer Dr. Reckensihl) (Karl Lieffen)

1993

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Film > Fernsehen: „Nicht von schlechten Eltern“ (Fernsehserie; reguläre Rolle als Lateinlehrer Dr. Reckensihl) (Karl Lieffen)
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Rundfunk: Mit einer Botschaft (Höre o Himmel was ich mich zu sagen anschicke, höre o Erde das Wort meines Mundes, höret o Völker alle) von Papst Pius XI. am 9. Jahrestag seiner Krönung und zwei Jahre nach Abschluss der Lateranverträge nimmt Radio Vatikan seinen Betrieb auf. Zum ersten Mal ist damit ein katholisches Oberhaupt im Radio zu hören. Die teilweise in lateinischer Sprache gehaltene Rede wird von vielen Rundfunkanstalten der Welt, darunter der österreichischen RAVAG direkt übernommen. Der Sender, ein international viel beachteter Ausdruck der neu erlangten völkerrechtlichen Souveränität des Heiligen Stuhls, bleibt über Jahre im Experimentierstadium, bevor er nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges neben der BBC als einer der wenigen verbliebenen freien Radiosendern Europas größere politische Bedeutung erfährt.

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