Lateranverträge

Die Lateranverträge vom 11. Februar 1929, abgeschlossen zwischen dem Heiligen Stuhl (vertreten durch Kardinalstaatssekretär Pietro Gasparri) und dem damaligen Königreich Italien (vertreten durch den faschistischen Ministerpräsidenten Benito Mussolini), klärten endgültig die so genannte Römische Frage, den Status der Vatikanstadt nach der Auflösung des Kirchenstaats 1870. Im Wesentlichen erkennt der Papst in den Lateranverträgen die Stadt Rom als Sitz der italienischen Regierung an, während der italienische Staat die politische und territoriale Souveränität des Vatikans garantiert. Der Name der Verträge leitet sich vom Ort der Unterzeichnung, dem Lateranpalast, ab.

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Neuzeit

1929

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Durch die Lateranverträge zwischen dem faschistischen Italien Mussolinis und dem Papst entsteht der unabhängige Staat der Vatikanstadt. Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Preußen (Zeittafel Rom)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1932

Werk:
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Die Lateranverträge vom 11. Februar 1929 in ihrer Bedeutung für das Deutsche Reich, Rechts- und staatswissenschaftl. Dissertation, Universität Breslau, Hirschberg im Riesengebirge (Carl Wiggert)

Rundfunk, Film & Fernsehen

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Rundfunk: Mit einer Botschaft (Höre o Himmel was ich mich zu sagen anschicke, höre o Erde das Wort meines Mundes, höret o Völker alle) von Papst Pius XI. am 9. Jahrestag seiner Krönung und zwei Jahre nach Abschluss der Lateranverträge nimmt Radio Vatikan seinen Betrieb auf. Zum ersten Mal ist damit ein katholisches Oberhaupt im Radio zu hören. Die teilweise in lateinischer Sprache gehaltene Rede wird von vielen Rundfunkanstalten der Welt, darunter der österreichischen RAVAG direkt übernommen. Der Sender, ein international viel beachteter Ausdruck der neu erlangten völkerrechtlichen Souveränität des Heiligen Stuhls, bleibt über Jahre im Experimentierstadium, bevor er nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges neben der BBC als einer der wenigen verbliebenen freien Radiosendern Europas größere politische Bedeutung erfährt.

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