Lauriacum

Lauriacum war Legionsstützpunkt und bedeutende Römerstadt am Donaulimes in Österreich, es liegt auf dem Gebiet der Stadt Enns, Ortsteil Lorch im Bundesland Oberösterreich, Bezirk Linz-Land, der Großteil dieser Funde wird im Museum Lauriacum präsentiert.

Wo zunächst nur eine kleinere römische Niederlassung an einer Furt über die Enns bestand, errichtete die Legio II Italica nach der Auflassung einer älteren Anlage in Albing um 200 n. Chr. ein Legionslager, das in den nachfolgenden 400 Jahren seiner Belegung als Hauptquartier und neben Virunum (auf dem Gebiet des heutigen Zollfelds bei Maria Saal) und Ovilava (Wels) als Verwaltungssitz für die römische ProvinzNoricum diente. Das Legionslager war in weiterer Folge auch Teil der Sicherungsanlagen des Limes und wahrscheinlich vom 3. bis ins 5. Jahrhundert kontinuierlich mit römischen Truppen belegt. Um das Lager bildete sich im Nord- und Südwesten eine ausgedehnte Zivilsiedlung, die im frühen 3. Jahrhundert vermutlich zum Municipium erhoben wurde und im 5. Jahrhundert zum – bis dato einzig historisch nachweisbaren – Bischofssitz des nördlichen Noricum aufstieg. An zahlreichen Stellen inner- und außerhalb der Siedlungsareale konnten auch Gräberfelder nachgewiesen werden.

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Antike

Römisches Reich:
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Der nach Lauriacum (heute: Lorch) verbannte römische Christ Florian von Lorch wird im Rahmen der von Diokletian angeordneten Verfolgung der Christen zum Tode verurteilt und in der Enns ertränkt. Der Märtyrer wird als Heiliger verehrt.

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Florian von Lorch stirbt in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Enns, Oberösterreich. Der heilige Florian war Offizier der römischen Armee und Oberbefehlshaber einer Einheit zur Feuersbekämpfung. Er wird in der katholischen und orthodoxen Kirche gleichermaßen verehrt.

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