Lega Nord

Die Lega Nord (Liga Nord; vollständiger Name Lega Nord per l’indipendenza della Padania, übersetzt: Liga Nord für die Unabhängigkeit Padaniens) ist eine politische Partei in Italien. Sie war anfangs hauptsächlich im Norden, ist inzwischen aber auch im übrigen Italien politisch aktiv, weshalb sie seit 2018 bei Wahlen als Lega (deutsch: Liga) antritt. Die Partei tritt für die Föderalisierung des Zentralstaates ein, und die Übertragung von politischen Kompetenzen auf die Regionen Italiens („Devolution“). Zeitweilig vertrat die Partei auch separatistische Positionen und forderte die Abspaltung des wohlhabenderen Norditalien von Süditalien. Außerdem möchte die Partei eine Zuwanderungsbegrenzung durchsetzen. Aufgrund der zahlreichen Umwälzungen des politischen Systems und der vielen Neugründungen innerhalb sämtlicher politischer Lager ist die Lega Nord Italiens älteste noch aktive Großpartei.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Gianfranco Miglio stirbt in Como. Gianfranco Miglio war ein italienischer Jurist, Politikwissenschaftler und Politiker. Er unterrichtete an der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand und war von 1959 bis 1988 Leiter von deren politikwissenschaftlicher Abteilung. Miglio machte u.?a. die Arbeiten Max Webers in Italien bekannt und übersetzte die Schriften von Lorenz von Stein und Carl Schmitt ins Italienische. In den 1990er Jahren galt er als Vordenker der Lega Nord, die eine Autonomie oder Abspaltung des wohlhabenden Norditalien vom Rest des Landes fordert.
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Geboren: Renzo Bossi wird in Varese geboren. Renzo Bossi ist ein italienischer Politiker. Er ist der Sohn von Umberto Bossi, dem Gründer der rechtspopulistischen Partei Lega Nord und dessen Frau Manuela Marrone, die die Mitbegründerin der autonomistischen Bewegung Lega Lombarda (heute Teil der Lega Nord) ist. Renzo Bossi ist in Italien auch als „Il trota“ (zu Deutsch: die Forelle und entspricht hier in der Bedeutung wohl dem Karpfen) bekannt, nachdem sein Vater ihn 2008 auf die Frage ob Renzo sein Dauphin sei so bezeichnete (sowohl Dauphin wie auch Delfin entsprechen dem italienischen delfino).
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Geboren: Lorenzo Fontana wird in Verona geboren. Lorenzo Fontana ist ein italienischer Politiker der Lega Nord. Er studierte Politikwissenschaften an der Universität Padua. Seit 2009 ist er Abgeordneter im Europäischen Parlament.
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Geboren: Claudio Morganti wird in Prato geboren. Claudio Morganti ist ein italienischer Politiker. Morganti ist seit 2009 Abgeordneter im Europäischen Parlament. Er gehörte der Lega Nord an. Im November 2013 verliess er die Partei und schloss sich im Februar 2014 der Lega-Nord-Abspaltung Io Cambio an. Er sitzt jedoch weiter in der Fraktion Europa der Freiheit und der Demokratie.
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Geboren: Mara Bizzotto wird in Bassano del Grappa geboren. Mara Bizzotto ist eine italienische Politikerin der Lega Nord.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Silvio Berlusconi gewinnt mit seinem Mitte-rechts-Bündnis aus PdL, Lega Nord und MpA die italienischen Parlamentswahlen.

Tagesgeschehen

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Mailand/Italien: Der langjährige Vorsitzende der rechtspopulistischenLega Nord, Umberto Bossi, tritt im Zuge eines Korruptionsskandales zurück.
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Rom/Italien. Der Chef der rechtsgerichteten italienischen Partei Lega Nord, Umberto Bossi, verlässt die Regierung von Silvio Berlusconi, um als Abgeordneter ins Europaparlament zu gehen. Auf Grund seines Rücktritts 1994 scheiterte die erste Regierung Berlusconis. Bossi, der sich von einem Herzinfarkt erholt, nennt gesundheitliche Gründe alleinverantwortlich für seine Entscheidung.
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Europa: Die Technische Fraktion der Unabhängigen Abgeordneten (TDI) entsteht in der Folge der Europawahl 1999. Als Grund geben die 29 Abgeordneten Abgeordneten der Alleanza Nazionale, Lista Emma Bonino, Lega Nord, Fiamma Tricolore, Euskal Herritarrok sowie des Front National und des Vlaams Blok die Vorzüge eines Fraktionsstatus im Europäischen Parlament an. Am 4. Oktober 2001 löst das Gericht der Europäischen Union die Fraktion wegen „fehlender politischer Zugehörigkeit“ auf.

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