Leon Battista Alberti

Statue von Leon Battista Alberti im Hof der Uffizien in Florenz

Leon Battista Alberti (* 14. Februar 1404 in Genua; † 25. April 1472 in Rom) war ein italienischer Humanist, Schriftsteller, Mathematiker, Kunst- und Architekturtheoretiker sowie Architekt und Medailleur der Frührenaissance.

Alberti gehört zu den erstaunlichsten und widersprüchlichsten Gestalten der italienischen Renaissance. Jacob Burckhardt sieht in ihm in seiner „Kultur der Renaissance“ eine Verkörperung des uomo universale. Begabt mit außergewöhnlich vielen Talenten trat er als Autor von diversen Fachbüchern, kunsttheoretischen Traktaten, mathematischen Abhandlungen sowie von Büchern über gesellschaftliche Themen wie „Della famiglia“ oder von großangelegten Satiren wie „Momus“ hervor. Darüber hinaus beherrschte er alle sieben „artes liberales“. Einzigartig in seiner Zeit aber wurde er als Theoretiker der Malerei, Skulptur und Architektur.



Biographie




Battista Alberti wurde als zweiter, unehelicher Sohn von Lorenzo di Benedetto Alberti und Bianca di Carlo Fieschi in Genua geboren. Sein Vater war das Oberhaupt der bedeutenden Florentiner Kaufmannsfamilie der Alberti, die als Verlierer der Machtkämpfe der damaligen Zeit aus Florenz verbannt war. Ab 1415 besuchte Battista die Schule des Humanisten Gasparino Barzizza in Padua und begann danach das Studium des Kirchenrechts in Bologna. Wegen finanzieller Schwierigkeiten nach dem Tode des Vaters wechselte er nach Padua, um dort Physik und Mathematik zu studieren. 1428 schloss er sein Studium mit dem Doktor des Kirchenrechts ab, im gleichen Jahr wurde die Verbannung der Alberti durch den Papst aufgehoben. Für die nächsten vier Jahre gibt es keine gesicherten Nachrichten über seinen Aufenthaltsort oder seine Tätigkeit, vielleicht besuchte er aber zum ersten Mal seine Heimatstadt Florenz. 1432 wurde er Sekretär von Blasius Molin, dem Patriarchen von Grado und erhielt zusätzlich die Stelle eines Abbreviators an der päpstlichen Kurie in Rom. Aufgabe eines Abbreviators war es, Schriftstücke, die für den päpstlichen Geschäftsgang benötigt wurden, zu entwerfen. In dieser Zeit verfasste Alberti auch sein erstes literarisches Hauptwerk in italienischer Sprache, die drei Bücher „Della famiglia“. Themen waren das Verhältnis zwischen Vätern und Söhnen, die Familie und die Hauswirtschaft....

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Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Leon Battista Alberti stirbt in Rom. Leon Battista Alberti war ein italienischer Humanist, Schriftsteller, Mathematiker, Kunst- und Architekturtheoretiker sowie Architekt und Medailleur der Frührenaissance.
Geboren:
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Leon Battista Alberti wird in Genua geboren. Leon Battista Alberti war ein italienischer Humanist, Schriftsteller, Mathematiker, Kunst- und Architekturtheoretiker sowie Architekt und Medailleur der Frührenaissance.

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Leon Battista Alberti starb im Alter von 68 Jahren. Leon Battista Alberti war im Sternzeichen Wassermann geboren.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2004

Schriften und literarische Werke:
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Vita, Autobiographie, 1438,. Lat.-dt. Hrsg. und eingel. von Christine Tauber. Übers. und komm. von Christine Tauber und Robert Cramer. Frankfurt a.M., Basel

1969

Schriften und literarische Werke:
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I Libri della famiglia.. Erster Druck 1843. Turin

1468

Schriften und literarische Werke:
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De Iciarchia

1460

Schriften und literarische Werke:
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Trivia senatoria

1453

Schriften und literarische Werke:
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De porcaria coniuratione

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