Lika

Die Lika [ˈliːka] (italienisch: Licca) ist eine Landschaft im Zentrum Kroatiens. Zur Zeit des Königreich Kroatien und Slawonien (ungarisch Horvát-Szlavónország), eines autonomen Königreichs unter der ungarischen Stefanskrone innerhalb der Habsburgermonarchie, war diese Gegend Teil des Komitats Lika-Krbava mit dem Komitatssitz Gospić und gehört heute überwiegend zur Gespanschaft Lika-Senj. Die Lika wird im Westen vom Velebit-Gebirge und im Osten vom bosnischen Mittelgebirge begrenzt.



Geschichte




Die Namensbezeichnung Lika entstammt der Überlieferung nach vom Wort Lik, was im kroatischen ikavischen Dialekt das Wort für Medikament darstellt und sich auf die zahlreich vorkommenden Heilkräuter bezieht. Anderen Quellen zufolge stammt die Bezeichnung von der griechischen Bezeichnung likos = „Wolf“.Ein Teil der Lika war im Kroatienkrieg von 1990 bis 1995 als Teil der Republik Serbische Krajina serbisch kontrolliert. Die kroatischen Bewohner wurden vertrieben oder umgebracht und deren Häuser geplündert und niedergebrannt. Nahezu sämtliche katholische Kirchen wurden zerstört.Dieser Teil weist heute noch große Zerstörungen auf, darunter auch solche, die erst bei der Eroberung dieses Gebietes durch kroatische Polizei und Militäreinheiten im Rahmen der Militäroperation Oluja angerichtet wurden. Während der Operation wurden mindestens 150 Serben getötet, Tausende wurden vertrieben oder flüchteten, so dass nach 1995 große Gebiete vorübergehend völlig unbesiedelt waren und zum Teil bis heute sind. Dabei ist bis heute nicht erwiesen, ob es sich um geplante Vertreibungen von Seiten der kroatischen Streitkräfte gehandelt hat oder die Massenflucht der Serben lediglich in Kauf genommen wurde. Die politische Führung der Krajina-Serben hatte angesichts der sich abzeichnenden Niederlage die Evakuierung angeordnet. Danach wurden jedoch zahlreiche der verlassenen serbischen Häuser vernichtet oder dort kroatische Flüchtlinge aus Bosnien angesiedelt, was die Rückkehr der serbischen Bevölkerung bis heute sehr schwierig macht.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Damir Karakaš wird in Plašćica bei Letinac, Gemeinde Brinje in der Lika geboren. Damir Karakaš ist ein kroatischer Schriftsteller und Karikaturist.
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Geboren: Slavko Štimac wird in Konjsko Brdo bei Peruši?, Region Lika in SR Kroatien, Jugoslawien geboren. Slavko Štimac ist ein serbischer Filmschauspieler. Er wurde bereits in den 1970er Jahren durch zahlreiche Kinder- und Jugendrollen bekannt.
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Geboren: Josip Čorak wird in Rastoka, Lika, Unabhängiger Staat Kroatien geboren. Josip Čorak ist ein ehemaliger jugoslawischer Ringer. Er gewann bei den Olympischen Spielen 1972 in München eine Silbermedaille und war Europameister 1969 in Modena jeweils im griechisch-römischen Stil im Halbschwergewicht.
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Geboren: Milan Mandarić wird in Vrebac in der Lika, Jugoslawien, heute Kroatien geboren. Milan Mandarić ist ein serbisch-amerikanischer Geschäftsmann und Multimillionär.
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Geboren: Ivan Rukavina wird in Otočac, Lika, heute Kroatien geboren. Ivan Rukavina war Generaloberst der Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee und gilt bei seinen Anhängern als Volksheld.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

500 n. Chr.

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Verbreitung und Lebensraum > Heutige Verbreitung und Bestandsentwicklung > Übriges Europa: In den Staaten der Balkanhalbinsel gibt es noch größere Populationen, so leben in Slowenien 500 bis 800 Tiere, in Kroatien zwischen 600 und 800 Braunbären, dort vorwiegend im Gorski Kotar und in der Lika. An den Hängen des Velebit-Bergmassives befindet sich das Bärenrefugium von Kuterevo. Kleine Gruppen sind auch aus Albanien (250) und Mazedonien (90) bekannt. Über die jetzige Situation der Braunbären in Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro ist wenig bekannt, laut einer Statistik leben in Bosnien ungefähr 2800 Braunbären, in Serbien etwa

Europa

1483

Geschichte des Buchdrucks > Europa und Gutenberg:
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in Kosinj, (Lika, Kroatien) (Buchdruck)

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