Linkes Rheinufer

Als Linkes Rheinufer wird allgemein das orographisch links des Rheins angrenzende Gebiet bezeichnet.

Im Besonderen wird diese Bezeichnung (französischRive gauche du Rhin) für jenes Gebiet im Westen Deutschlands verwendet, das von Frankreich im Ersten Koalitionskrieg erobert und annektiert worden war. Da der Versuch zur Schaffung einer Cisrhenanischen Republik scheiterte, wurden die linksrheinischen Gebiete nach französischem Vorbild in Départements reorganisiert. Nach dem Sieg der Alliierten über Napoleon 1814 wurden diese Gebiete vom Zentralverwaltungsdepartement provisorisch verwaltet. Aus einem Teil des Territoriums wurden 1816 der bayerische Rheinkreis (Rheinpfalz) und die hessische Provinz Rheinhessen gebildet, die nördlich davon liegenden Gebiete kamen zu Preußen und gehörten zunächst den beiden Provinzen Jülich-Kleve-Berg und Großherzogtum Niederrhein an, aus denen 1822 die Rheinprovinz entstand. Die südlich gelegenen linksrheinischen Gebiete, die bereits im 17. und 18. Jahrhundert an Frankreich gefallen waren, kamen hingegen erst 1871 als Reichsland Elsaß-Lothringen wieder unter deutsche Verwaltung.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Cornelius Menzen stirbt in Köln. Cornelius Menzen war in den linksrheinischen Gebieten einer der bedeutendsten Güterspekulanten sowie Immobilienmakler und -händler von säkularisierten Gütern in der Franzosenzeit.

1816

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Gestorben: Jean Dagobert d’Aigrefeuille stirbt. Jean Dagobert d’Aigrefeuille war ein französischer Jurist, Theologe und hochrangiger Beamter in Frankreich, der Schweiz und auf dem Linken Rheinufer.
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Gestorben: Jeanbon St. André stirbt in Mainz. Jeanbon (de) St. André, Baron de St. André seit 1809, war seit 1801 unter Napoleon Bonaparte Generalkommissar der vier im Jahr 1798 errichteten linksrheinischen Départements. Seit Februar 1802 war er französischer Präfekt des Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg) mit Sitz in Mainz. Jeanbon St. André prägte nachhaltig Mainz und das ihm unterstellte Département in der Zeit der Zugehörigkeit zum Konsulat und zum Empire.
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Geboren: Cornelius Menzen wird in Lechenich geboren. Cornelius Menzen war in den linksrheinischen Gebieten einer der bedeutendsten Güterspekulanten sowie Immobilienmakler und -händler von säkularisierten Gütern in der Franzosenzeit.
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Geboren: Jean Dagobert d’Aigrefeuille wird in Colmar geboren. Jean Dagobert d’Aigrefeuille war ein französischer Jurist, Theologe und hochrangiger Beamter in Frankreich, der Schweiz und auf dem Linken Rheinufer.

Beispiele militärischer Besetzungen > Historische Besetzungen

1794

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wurden die bis dahin zum Heiligen Römischen Reich gehörenden linksrheinischen Gebiete von Frankreich erobert und 1801 von Napoleon annektiert. Systematisch wurden diese rechtlich, administrativ und politisch an die Gegebenheiten Frankreichs angeglichen. 1802 wurde die französische Verfassung eingeführt. (Okkupation)

Geschichte > Neuzeit

1794

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wird das Linke Rheinufer von französische Revolutionstruppen in Besitz genommen (Wawern (Eifel))

Rundfunk, Film & Fernsehen

1921

Film:
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Le jockey disparu (Robert Mallet-Stevens)

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