Liste der Straßennamen von Wien/Alsergrund

Liste der Straßen, Gassen und Plätze des 9. Wiener Gemeindebezirks Alsergrund


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C

1576

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Clusiusgasse, 1876 benannt nach dem niederländischen Gelehrten, Arzt und Botaniker Charles de l’Écluse (lat. Carolus Clusius, 1525–1609), Hofbotaniker Maximilians II. und Direktor der kaiserlichen Gärten in Wien. Clusius kannte wie kein anderer Botaniker seiner Zeit sehr viele Pflanzen aus verschiedensten Gegenden Europas, keiner hat so viele neue Arten entdeckt, beschrieben und abgebildet. Er förderte auch die Verbreitung exotischer Nahrungs- und Zierpflanzen. So verdankt ihm Wien unter anderem die Einführung der Rosskastanie , der Tulpe und der Kartoffel (1588) sowie der Kaiserkrone. Wien wurde durch sein Wirken zu einem Zentrum der Blumenzucht.

D

1767

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Dietrichsteingasse, 1862 benannt nach dem Diplomaten Johann Baptist Karl Fürst Dietrichstein (1728–1808), Obersthofstallmeister (ab 1756), Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies. Der Fürst, ein Günstling von Joseph II., begleitete den Kaiser auf seiner Reise in das Banat und 1769 nach Italien. Bis zur Gasse reichte der große Garten, den der Fürst von seinem Sommerpalais in der Währinger Straße ausgehend hangabwärts bis zur Liechtensteinstraße auf 1690 gekauftem Grund anlegen ließ. Palais und Park gehören heute zum 1954 eröffneten Lycée Français de Vienne.

H

1784

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Hörlgasse, 1870 benannt nach dem Juristen und Bürgermeister Josef Georg Hörl (1722–1806); er war 1773–1804 Bürgermeister von Wien und beriet ab 1778 Kaiser Joseph II. bei der Reorganisation der Verwaltung. In Hörls Amtszeit fiel die Errichtung des Allgemeinen Krankenhauses , des Theaters in der Josefstadt (1788) und des Theaters an der Wien (1798–1801). Mit 31 Dienstjahren war er der am längsten amtierende Bürgermeister von Wien. Sein Nachfolger war Stephan Edler von Wohlleben; siehe die Wohllebengasse im 4.? Bezirk Wieden.

W

1893

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Währinger Gürtel, 1894 benannt; siehe Währinger Straße. Der Währinger Gürtel hieß im 18. Bezirk vorher Gürtelstraße. Nach der Abtragung des Linienwalls kam das Gebiet zwischen dem heutigen Gürtel und der Lustkandlgasse zum 18. Bezirk, es wurde erst 1905 mit dem 9. Bezirk vereinigt.

S

1809

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Schlickgasse, 1862 benannt nach dem General der Kavallerie Franz von Schlik (auch Schlick, 1789–1862); er begann seine Karriere als Leutnant in der Schlacht bei Aspern und beendete sie als Feldmarschallleutnant in der Schlacht von Solferino (1859). In den Jahren 1856–1858 ließ er an der heutigen Ecke Türkenstraße? 25 und Schlickgasse? 1 von Architekt Carl Tietz auf einem auf dem Stadtplan von 1856 bereits als Bauplätze ausgewiesenen Teil des bisherigen Glacis sein Palais Schlick erbauen (1857 entschied der Kaiser die Schleifung der Stadtmauern, 1865–1869 wurde an der anderen Straßenseite der Türkenstraße die Rossauer Kaserne errichtet).

1783

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Spitalgasse, offiziell 1862 benannt nach dem Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Der Beamte Johann Theobald Frankh vermachte 1686 testamentarisch seine sieben Grundstücke zur Errichtung eines Soldatenspitals; siehe Frankhplatz. Aus Geldmangel wurden die Kriegsversehrten samt Familien in den bereits bestehenden Kontumazhof (Seuchenspital) einquartiert. 1693 ordnete Kaiser Leopold I. die Errichtung des Großarmen- und Invalidenhauses an; um den Willen Franckhs zu berücksichtigen, bezogen 1697 im Trakt an der Alser Straße Kriegsversehrte ihr Quartier. Nach einer Besichtigung durch Kaiser Joseph II. wurde das „Großarmenhaus“ teilweise demoliert und umgebaut; 1784 fand die Eröffnung als „Allgemeines Krankenhaus“ statt. Das AKH ist das größte Krankenhaus Österreichs und eines der größten Europas. Das „Alte AKH“ östlich der Spitalgasse fungiert heute nach einer Schenkung der Stadt Wien an die Universität Wien als Universitätscampus. Die Gasse hieß um 1778 von der Alser Straße bis zur Mariannengasse Adlerzeil (nach dem Hausnamen „Zum schwarzen Adler“ in der Mariannengasse? 2); um 1784 Schwarzadlergasse, um 1787 Stiftgasse (nach den Stiftungen, die zum Bau des Großarmenhauses führten) und um 1788 Adlergasse; um 1830 war sie auf einem Stadtplan bereits als Spitalgasse eingezeichnet. Der Teil von der Lazarettgasse bis zur Währinger Straße hieß bis 1862 Am Alserbach. Der heutige Name Spitalgasse wird bereits 1797 erwähnt.

M

1831

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Mariannengasse, 1862 benannt nach Maria Anna von Savoyen (1803–1884), Tochter von Maria Theresia von Österreich-Este und Viktor Emanuel I., König von Sardinien. Durch ihre Heirat mit Kaiser Ferdinand I. wurde sie Kaiserin von Österreich. Sie übernahm die Patronanz über den Stiftungs- und Förderungsverein des St.-Anna-Kinderspitals; siehe auch Kinderspitalgasse, Mauthnergasse und Widerhofergasse. Die Gasse hieß vorher um 1778 In der dritten Alstergassen und um 1784 Schwarzadlergasse.

1786

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Michelbeuerngasse, 1862 benannt nach der ehemaligen Ortschaft Michelbeuern, seit 1850 Teil des 9. Bezirks, Alsergrund. Die Bezeichnung Michelbeuern geht zurück auf die bei Salzburg gelegene Benediktinerabtei Michaelbeuern. Schon im Restitutionsbrief im Rahmen der Stiftsweihe 1072 finden die Besitzungen Erwähnung, die als Hof zu Waring (Währing) bezeichnet werden. In der Zeit Josephs II. erfolgte die Abtretung des Stiftsbesitzes an den Wiener Magistrat für 10.000 Gulden. Die Gasse hieß 1831–1862 Neue Gasse.

F

1860

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Ferstelgasse, 1886 benannt nach dem Architekten Heinrich von Ferstel (1828–1883); bekannt wurde er durch den Bau der Votivkirche am Alsergrund (1856–1879), eines der bedeutendsten neugotischen Sakralbauwerke der Welt. Mit einer Höhe von 99 m ist sie die zweithöchste Kirche Wiens. Ferstel baute in der Folge u.a. das Gebäude der späteren Österreichisch-Ungarischen Bank, der Notenbank der Monarchie, mit dem Café Central und an der Ringstraße das k.k. Museum für angewandte Kunst (1871), die benachbarte k.k. Kunstgewerbeschule (1877) und die Universität Wien (1883). Die Gasse hieß vorher 1881–1886 Petrarcagasse.

1783

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Frankhplatz, 1935 benannt nach dem Beamten Johann Theobald Frankh (auch Franckh, Lebensdaten unbekannt), kaiserlicher Rat. Er vermachte 1686 testamentarisch seine in der Alstergasse im Schaffernack aus sieben Grundstücken bestehende Besitzung zur Errichtung eines Soldatenspitals. Aus Geldmangel wurden die Kriegsversehrten samt Familien in den bereits bestehenden Kontumazhof (Seuchenspital) einquartiert. 1693 ordnete Kaiser Leopold I. die Errichtung des Großarmen- und Invalidenhauses an; um den Willen Franckhs zu berücksichtigen, bezogen 1697 im Trakt an der Alser Straße Kriegsversehrte ihr Quartier. Nach einer Besichtigung durch Kaiser Joseph II. wurde das „Großarmenhaus“ teilweise demoliert und umgebaut; 1784 fand die Eröffnung als „Allgemeines Krankenhaus“ statt; siehe auch Spitalgasse. Der Platz schließt östlich an den Otto-Wagner-Platz an; beide Plätze wurden auf dem südlichen Teil des ehemaligen Areals der Alser Kaserne angelegt. Östlich begrenzt den Frankhplatz mit der Hausnummer 2 die Seitenfront des 1887 / 1888 von Otto Wagner errichteten Wohnhauses, später wegen seiner Fassadengestaltung Hosenträgerhaus genannt (Eingang: 9., Garnisongasse 1), südlich (Hausnummer 1) die Seitenfront des Landesgerichts für Strafsachen Wien (Eingang: 8., Landesgerichtsstraße 11). In den Frankhplatz einbezogen ist hier der Straßenzug der Alser Straße mit Straßenbahnverkehr; der Platzteil südlich der Gleise zählt zum 8. Bezirk.

L

1894

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Latschkagasse, 1906 benannt nach dem Geistlichen und Politiker Adam Latschka (1847–1905), Kooperator an der Votivkirche (ab 1890), Pfarrer von Alt-Ottakring (ab 1897). 1889–1902 war er Gemeinderat für den 9.? Bezirk. Er trat u.a. für die Verstadtlichung der Freiwilligen Rettungsgesellschaft , für die Einführung der elektrischen Beleuchtung auf dem Ring zwischen Kärntnertor und Stubenring (1895) und für ein schalldämpfendes Pflaster vor dem Allgemeinen Krankenhaus ein (1896). 1886 gründete Latschka einen Verein, aus dem die Christlichsoziale Partei hervorging.

1872

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Löblichgasse, 1898 benannt nach dem Kupferschmied und Politiker Franz Löblich (1827–1897), Gemeinderat (1683–1686), Landtagsabgeordneter (1870–1871) und Reichsratsabgeordneter (1879–1885). 1889–1897 war er Bezirksvorsteher für den Alsergrund. Eine seiner Leistungen mit nachhaltiger Bedeutung für heutigen 9. Bezirk war sein Erfolg bei der Standortwahl für den Franz-Josefs-Bahnhof. Auch die Errichtung der 1880 eröffneten Markthalle Ecke Nussdorfer Straße / Alserbachstraße geht seine Initiative zurück.

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