Liste der Straßennamen von Wien/Brigittenau

Liste der Straßen, Gassen und Plätze des 20. Wiener Gemeindebezirks Brigittenau


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K

1804

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Kornhäuselgasse, 1920 benannt nach dem Architekten Joseph Kornhäusel (1782–1860); er gilt als herausragender Architekt der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und als einer der wichtigsten österreichischen Vertreter des Klassizismus, den er mit lokalen Traditionen verbindet. Kornhäusel erbaute u.a. die Kornhäusel-Villa , das Theater in der Josefstadt (1822) und den Kornhäuselturm (1825–1827). Weiters leitete er den Ausbau des Stift Klosterneuburg (1834–1842). Siehe auch Klosterneuburger Straße.

G

1529

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Greiseneckergasse, 1900 benannt nach Hans von Greisenecker (Lebensdaten unbekannt), Hauptmann während der Ersten Türkenbelagerung

B

1804

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Bäuerlegasse, 1885 benannt nach dem Schriftsteller und Journalisten Adolf Bäuerle; er gründete die Zeitungen Wiener Theaterzeitung , Die Geißel (1848) und den Volksboten (1848, später umbenannt in Wiener Telegraph). 1813 kreierte er in dem Stück „Die Bürger in Wien“ die Figur des „Staberl“. Zusammen mit Josef Alois Gleich und Karl Meisl gehörte Bäuerle zu den „großen Drei“ des Alt-Wiener Volkstheaters vor Ferdinand Raimund.

L

1813

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Leipziger Platz, 1899 benannt nach der Völkerschlacht bei Leipzig , in der die Truppen der Verbündeten Österreich, Preußen, Russisches Reich und Schweden die Truppen Kaiser Napoleons besiegten. Mit bis zu 600.000 beteiligten Soldaten aus über einem Dutzend Völkern war dieser Kampf bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die größte Feldschlacht der Weltgeschichte.

M

1849

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Mortaraplatz, 1899 benannt nach der wenig bedeutenden Schlacht bei Mortara , die zwei Tage vor der wichtigeren Schlacht bei Novara stattgefunden hatte. In beiden Gefechten siegten die österreichischen Truppen unter Feldmarschall Radetzky über die Truppen des Königreichs Sardinien-Piemont. Der Mortarapark ist ebenfalls nach dieser Schlacht benannt. Siehe auch die Novaragasse im 2. Bezirk Leopoldstadt, sowie den Radetzkyplatz und die Radetzkystraße im 3. Bezirk Landstraße.

P

1990

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Platz der Kinderrechte, 2008 benannt nach der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Sie legt wesentliche Standards zum Schutz der Kinder weltweit fest und stellt die Wichtigkeit von deren Wert und Wohlbefinden heraus. Die vier elementaren Grundsätze, auf denen die Konvention beruht, beinhalten das Überleben und die Entwicklung, die Nichtdiskriminierung, die Wahrung der Interessen der Kinder sowie deren Beteiligung. Die Benennung erfolgte auf Initiative von österreichischen Vertretern der „Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen“ (FICE).

H

1864

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Helgolandgasse, 1914 benannt nach dem Seegefecht bei Helgoland zwischen drei dänischen und fünf österreichischen Kriegsschiffen im Rahmen des Deutsch-Dänischen Krieges. Obwohl das Gefecht mit einem taktischen dänischen Sieg endete und keinen Einfluss auf den Verlauf des Krieges hatte, wurde es in Österreich als Sieg gefeiert und der Befehlshaber, Wilhelm von Tegetthoff, zum Konteradmiral befördert. Siehe auch die Tegetthoffstraße im 1. Bezirk Innere Stadt. Das Gefecht bei Helgoland war das letzte offene Seegefecht, das mit Holzschiffen ausgetragen wurde, und gleichzeitig auch das letzte, an dem Dänemark beteiligt war.

1704

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Höchstädtplatz, 1899 benannt zur Erinnerung an die Zweite Schlacht bei Höchstädt , die erste größere Auseinandersetzung im Spanischen Erbfolgekrieg. Ein kaiserliches Heer unter Befehl von Prinz Eugen von Savoyen und die Engländer unter John Churchill, 1. Duke of Marlborough, schlugen die Truppen der Franzosen unter Marschall Tallard und der Bayern unter Kurfürst Maximilian II. Emanuel. Durch den Sieg wurde ein drohender Marsch der verbündeten franko-bayerischen Armeen auf Wien verhindert.

T

1865

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Treustraße, 1869 benannt nach Wolfgang Treu (??? ? 1540), Steuerherr (ab 1509), Grundbuchsverweser (1515-1519 und 1522-1524), Bürgermeister von Wien (1528–1530, 1532–1533 und 1536–1537), Stadtanwalt (1539–1540). Treu war Bürgermeister der Stadt während der Ersten Türkenbelagerung 1529. Gemeinsam mit Niklas Graf Salm leitete er erfolgreich die Verteidigung der Stadt. Die Wolfganggasse im 12. Bezirk Meidling ist ebenfalls nach ihm benannt. Siehe auch die Salmgasse im 3. Bezirk Landstraße. Teile der Gasse hießen zuvor Freigasse und Mittlere Gasse. Anderen Quellen zufolge ist der Namensgeber der Treustraße der Straßenbauer Anton Trey. In den Akten der Gemeinde Wien sind auch die Bezeichnungen Dreystraße, Dreyerstraßendamm (um 1863), Treygasse und ab 1872 Treugasse verzeichnet.

R

1868

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Rebhanngasse, 1895 benannt nach dem Bautechniker Georg Rebhann (1824–1892), Beamter im Staatsbaudienst des Ministerium des Inneren (1843–), Oberingenieur (ab 1858), Baurat , Professor für Baumechanik und Brückenbau am Polytechnischen Institut (ab ), Dekan (1870–1871, 1881–1882 und 1884–1888), Rektor (1882–1883). Rebhann begründete die Wiener Schule des Brückenbaus. Unter seiner Leitung wurde 1863–1864 die Aspernbrücke über den Donaukanal als Kettenbrücke erbaut. (Der Name der Brücke bezieht sich auf die Schlacht bei Aspern 1809.) Im Jahr 1879 wurde er zu „Rebhann von Aspernbruck“ nobilitiert. Die Gasse hieß davor Daffingergasse.

1848

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Romanogasse, 1899 benannt nach dem Architekten Johann Romano von Ringe (1818–1882), k.u.k. Oberbaurat und Hofarchitekt. Er erbaute zahlreiche Palais in Wien, wie etwa das Palais Metternich , das Palais Festetics (1859), das Palais Schey (1864), das Palais Dumba (1866) und das Palais Ofenheim (1868).

S

1934

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Stromstraße, 1877 benannt; die Straße verläuft auf einem bei der ersten Donauregulierung zugeschütteten Arm des Donaustroms. Die Straße hieß von 1938 bis 1945 Feikestraße nach Ernst Feike, einem Teilnehmer am NS-Juliputsch

1866

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Sachsenplatz, 1877 benannt nach dem Königreich Sachsen, das im Deutschen Krieg mit Österreich verbündet war. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Königgrätz zogen sich sächsische Truppen in den Bereich der heutigen Brigittenau zurück. Siehe auch Hannovergasse.

1848

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Spielmanngasse, 1968 benannt nach der Figur des Spielmanns in der Erzählung „Der arme Spielmann“ von Franz Grillparzer, die rund um den Brigittenauer Kirtag spielt. Als Vorbild für diesen Spielmann diente Grillparzer der Komponist Ferdinand Kauer (1751–1831); er schuf über 200 Opern und Singspiele, wie „Das Donauweibchen“ (1798) und andere Kompositionen, so etwa über 20 Messen, Requiems, Symphonien, Quartette und Konzerte. Trotz Kauers großer musikalischer Produktivität verarmte er ab 1820. Bei der großen Flut 1830 wurde seine Wohnung überflutet und alle seine Aufzeichnungen zerstört. Ein Jahr später verstarb er als Bettler. Die Kauergasse im 15. Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus ist ebenfalls nach ihm benannt.

A

1941

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Anton-Schmid-Promenade, 2002 benannt nach dem Installateur und Geschäftsbesitzer Anton Schmid (1900–1942). Während des Zweiten Weltkriegs war er Feldwebel in einer „Versprengtensammelstelle“. Nach der Besetzung von Wilna durch die Wehrmacht beschäftigte und schützte Anton Schmid rund 100 Juden, brachte rund 300 in Sicherheit und half beim Aufbau der jüdischen Widerstandsbewegung im besetzten Polen. Er wurde 1942 verhaftet und erschossen. Die Wohnungsanlage Anton-Schmid-Hof in der Brigittenau ist ebenfalls nach ihm benannt. Die Promenade ist ein Gehweg am Donaukanal entlang der Brigittenauer Lände und führt von der Friedensbrücke im 20. Bezirk flussabwärts. (Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt)

1833

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Adolf-Schmidl-Gasse, 1910 benannt nach dem Topografen, Geographen, Höhlenforscher und Schriftsteller Adolf Schmidl (1802–1863), Professor für Geschichte, Geographie und Statistik am Josephs-Polytechnikum in Ofen. Er entwickelte die Speläologie als eigenständige wissenschaftliche Disziplin und prägte dafür den Begriff „Höhlenkunde“. Schmidl publizierte zahlreiche Arbeiten, darunter „Wien, wie es ist, in Beziehung auf Topographie, Statistik und geselliges Leben“ und „Wien’s Umgebungen auf 20 Stunden im Umkreise“ (3 Bände, 1835–1839). Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit betätigte er sich auch als Schriftsteller, teils unter dem Pseudonym Salmoser.

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