Liste der Straßennamen von Wien/Innere Stadt

Liste der Straßen, Gassen und Plätze des 1. Wiener Gemeindebezirks Innere Stadt.


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E

1425

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Ebendorferstraße, 1873 benannt nach dem Theologen und Geschichtsschreiber Thomas Ebendorfer (1388–1464), Mitglied der Wiener Schule der Pastoraltheologie. Er nahm als Gesandter der Universität Wien am Konzil von Basel teil und wurde zum führenden Theologen des Konziliarismus. Er war ab 1427 Domherr zu St. Stephan, ab 1428 mehrmals Dekan der theologischen Fakultät und 1445 Rektor. Ebendorfer war einer der fruchtbarsten Autoren der Weltliteratur; seine Chroniken, etwa seine Papstchronik, seine Kaiserchronik und seine Cronica Austriae (1463) sind wichtige Quellen für die Geschichtsschreibung. Die Straße war zuvor Teil des Glacis.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1838

Bauten von Carl Högl:
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Wohnhaus im 1. Bezirk, Judengasse 7, Eckhaus zur Sterngasse, Wohnhaus im Kern 18. Jahrhundert, weitgehend verändert. (Carl Högl)

1830

Bauten von Carl Högl:
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Haus der Bäckerinnung im 1. Bezirk, Salzgries 211 (Carl Högl)

W

1430

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Weihburggasse, historische Bezeichnung nach der ehemaligen Weihenburg. Zur Zeit der babenbergischen Stadterweiterung am Anfang des 13.? Jahrhunderts stand in dieser Gegend ein Befestigungswerk, das 1234 als Wihpurch und 1277 als Weihenburgk erwähnt wird. Die Funktion und das Aussehen dieser Anlage sind nicht bekannt. Sie wird in der Folge als Weyhenpurg und Weichenpurkh (1451) erwähnt, gelegentlich auch Weichenburg. Die Gasse hieß 1710 Weyhburg Gassen, 1794 Weyburggasse, und spätestens ab 1809 immer häufiger in der heutigen Schreibweise. Sie führte ursprünglich von der Kärntner Straße bis zur Seilerstätte. 1810 wurde in der Stadtmauer das Karolinentor bzw. Seilertor (zwischen den heutigen Hausnummern? 26 und 27) als Verbindung für Fußgänger zur Landstraße hin durchgebrochen. Nach der Demolierung der Stadtmauer wurde die Gasse 1867 bis zum Parkring verlängert.

A

1736

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Augustinerstraße, 1862 amtlich erfasst, nach der Augustinerkirche an dieser Straße. Die gotische Kirche wurde 1330–1339 erbaut und später in den Gebäudekomplex der Hofburg integriert. Benannt ist sie nach dem Kirchenlehrer und Philosophen Augustinus von Hippo (354–430). 1634 wurde die Augustinerkirche zur kaiserlichen Hofpfarrkirche ernannt, in der man die Trauungen der Habsburger vollzog. Die bedeutendsten Hochzeiten waren diejenigen von Maria Theresia mit Franz von Lothringen , die Stellvertreterhochzeit ihrer Tochter Marie Antoinette mit dem späteren König von Frankreich Ludwig XVI. (1770) und die Trauung von Kaiser Franz Joseph I. mit Prinzessin Elisabeth (Sisi) (1854). Die Straße hieß um 1357 Hochstraße gegenüber den Augustinern, um 1547 Augustinergasse und seit 1862 Augustinerstraße.

1360

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Am Gestade, 1862 indirekt benannt nach der ursprünglichen Bezeichnung Gstetten. Der Begriff „Gstetten“ wird im Wienerischen mit einem verwahrlosten, unbebauten bzw. mit wilden Mistablagerungen versehenen Areal assoziiert (im Wörterbuch des Wiener Dialekts 1929 als wüster Platz, Lagerplatz, Sandgrube definiert); er erschien daher nicht mehr zeitgemäß und wurde in Gestade geändert. Bereits seit ca.? 1200 ist für dieses Gebiet die Bezeichnung Gstetten oder Stetten belegt. Etwa der heutigen Verkehrsfläche entsprach eine Gasse, die nach der dortigen Marienkirche Bei unserer Frau auf der Stetten hieß; von ihr zweigt(e) nach Norden zum Salzgries An unserer Frauen Stiegen (1378) ab, heute Marienstiege genannt; daran schloss sich an der damaligen Stadtmauer bis 1558 Beim Werdertor (1340; siehe die Werdertorgasse). Zwischen 1473 und 1499 ist auch der Name An der Fischerstiege bezeugt. Danach wechselten die Namen relativ häufig, 1664 nannte man die Straße Gässel bei unserer Frauen Stiegen, 1795 und 1848 Auf der Gestetten bzw. An der Gstetten.

1280

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Am Hof, als Marktplatz 1340 erwähnt, nach dem ehemaligen Hof der Babenberger. Der Platz war bereits früher Teil des römischen Heerlagers Vindobona und war im Frühmittelalter unbesiedelt. 1155 bis zum Aussterben der Babenberger im Mannesstamm, 1246, lag hier ihr Hof, den sich Heinrich Jasomirgott, seit 1156 erster Herzog von Österreich, 1155 / 1156 als Residenz erbaute, ein Häuserkomplex um einen freien Platz – also ein Hof – mit dem Wohnhaus des Herzogs als Mittelpunkt. Die 1276 mit Österreich belehnten und nach dem Sieg über Ottokar II. P?emysl tatsächlich hier herrschenden Habsburger nützten diese Residenz noch bis etwa

S

1800

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Schellinggasse, 1869 benannt nach dem deutschen Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775–1854); er war gemeinsam mit Hegel und Fichte Hauptvertreter des deutschen Idealismus. Sein Lebenswerk ist teilweise schwer einzuordnen; eines seiner Hauptwerke war das System des transzendentalen Idealismus. Siehe auch Fichtegasse, Hegelgasse und Kantgasse. Hier verlief die Stadtmauer, und zwar die Kurtine zwischen Braunbastei und Wasserkunstbastei; diese wurde 1862/63 demoliert, danach bei der Planung der Ringstraßenzone die Gasse angelegt.

1796

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Steindlgasse, historische Bezeichnung nach Johann Steindl (Lebensdaten unbekannt), Mitglied des Äußeren Rates. Für seine Verdienste bei der Zweiten Türkenbelagerung 1683 erhielt er das Haus in der (heutigen) Steindlgasse? 4, das ab dann „Zum Steindl“ genannt wurde (nachweisbar ab 1701). Die Gasse wurde 1368 als Oberhalb der Pfeilschnitzer erwähnt; um 1700 galt sie als Teil der Seitzergasse bzw. der Kurrentgasse. Ihre heutige Ausdehnung hat die Gasse seit

1701

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Schulhof, historische Bezeichnung, die sich auf eine Schule in der ehemaligen Judenstadt bezieht (siehe Judenplatz). Nach der Vertreibung der Juden 1421 wurde das Areal dem Karmeliterkloster überlassen und 1517 Freithof der weißen Brüder genannt, daneben aber auch Schulhof. Als das Kloster 1554 den Jesuiten übergeben wurde kam der Name Jesuiterplätzl bzw. Oberes Jesuiterplätzl (1766) auf (im Gegensatz zum Unteren Jesuterplätzl, dem heutigen Dr.-Ignaz-Seipel-Platz). Um 1830 war der kleine Platz mit dem heutigen Namen auf dem Vasquez-Stadtplan verzeichnet.

1548

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Schallautzerstraße, 1906 benannt nach dem Baumeister und Bürgermeister Hermes Schallautzer (1503–1561); er arbeitete ab 1529 am Bau des Schlosses Kaiserebersdorf sowie an der Erstellung des Stadtplanes von Augustin Hirschvogel mit. 1547 wurde ihm von Ferdinand I. die Bauleitung für die Befestigung Wiens übertragen. In dieser Eigenschaft veranlasste er den Bau des (alten) Arsenals, der Kärntner Bastei und schließlich der Löwelbastei. Schallautzer war 1538–1539 Bürgermeister von Wien und 1540–1543 Stadtrichter. Sein Vorgänger als Bürgermeister war Wolfgang Treu (siehe die Wolfganggasse im 12.? Bezirk, Meidling und die Treustraße im 20.? Bezirk, Brigittenau); sein Nachfolger war Paul Pernfuß (keine Straßenbenennung). Das Areal gehörte zuvor zum Vorfeld der bis 1902 demolierten Franz-Joseph-Kaserne.

H

1809

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Heldenplatz, 1878 benannt nach den beiden Reiterdenkmälern, gestaltet von Anton Dominik von Fernkorn (Standbilder) und Eduard van der Nüll (Architektur). Sie stellen auf der Platzseite zum Volksgarten Erzherzog Karl, Sieger der Schlacht bei Aspern, und auf der Platzseite zur Neuen Burg Prinz Eugen, Sieger u. a. in der Schlacht bei Zenta, dar. Der Heldenplatz zählt mit dem Äußeren Burgtor zum Ensemble der Hofburg. Der Bundespräsident amtiert im angrenzenden Leopoldinischen Trakt, der Bundeskanzler am mit dem Heldenplatz verbundenen Ballhausplatz. Der Platz wird seit den 1930er-Jahren häufig für Massenveranstaltungen genutzt; am bekanntesten sind die Auftritte Hitlers am 15. März 1938 und von Papst Johannes Paul II. 1983. Der Platz entstand nach der Sprengung von Teilen der Burgbastei durch französische Truppen. Er hieß zunächst volkstümlich Promenadeplatz (als Promenade für Fußgänger) und offiziell Neuer Paradeplatz oder Äußerer Burgplatz.

O

1885

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Oppolzergasse, 1874 benannt nach dem Mediziner Johann von Oppolzer (1808–1871) und seinem Sohn, dem Astronomen Theodor von Oppolzer (1841–1886). Johann von Oppolzer war ab 1850 Professor für Medizin an der Universität Wien und 1860/61 deren Rektor. Aufgrund seiner häufig verordneten Badekuren wurde er zu einem Förderer der österreichischen Badekurorte. Daneben setzte sich Oppolzer auch für die Elektrotherapie ein und wurde damit zu einem wichtigen Vertreter der Zweiten Wiener Medizinischen Schule. Theodor von Oppolzer war ab 1875 Professor für Astronomie an der Universität Wien. Bekannt wurde er durch seinen Canon der Finsternisse , in dem er etwa 8.000 Sonnenfinsternisse und über 5.000 Mondfinsternisse zwischen 1208? v.? Chr. und 2163? n.? Chr. berechnete. Der Asteroid (1492) Oppolzer ist nach ihm benannt, ebenso der Mondkrater Oppolzer. Die Gasse entstand 1862 nach der Demolierung der Wiener Stadtmauern. Zuvor bestand in dieser Gegend eine Gasse, die um 1770 Hühnerloch hieß und dann Kleppergasse (nach den damaligen Pferdeställen in der Teinfaltstraße? 8; „Klepper“ bezeichnete umgangssprachlich ein unterernährtes oder altersschwaches Hauspferd).

G

1911

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Gölsdorfgasse, 1919 benannt nach dem Ingenieur und Lokomotiv-Konstrukteur Karl Gölsdorf (1861–1916); er war 1893–1916 Chefkonstrukteur der k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) und entwickelte 25 Grundtypen (in 47 Varianten) bemerkenswerter Dampflokomotiven. Bekannt wurde er auch durch seine Erfindung der seitenverschiebbaren Kuppelachsen, der so genannten Gölsdorf-Achse. Seine Baureihe 310 gilt als eine der bekanntesten und schönsten Lokomotiven dieser Epoche; das einzige erhaltene betriebsfähige Exemplar befindet sich heute im Eisenbahnmuseum Strasshof. Die Gasse entstand nach dem Abbruch der Stadtbefestigung vor dem Werdertor. Sie hieß davor 1862–1919 Augustengasse (nach Karoline Auguste, Ehefrau von Kaiser Franz II./I.; heute ist die Karolinengasse im 4.? Bezirk, Wieden, nach ihr benannt).

1817

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Grillparzerstraße, 1873 benannt nach dem Schriftsteller Franz Grillparzer (1791–1872); aufgrund der identitätsstiftenden Verwendung seiner Werke, vor allem nach 1945, wird er auch als österreichischer Nationaldichter bezeichnet. Seine Bühnenwerke gewinnen ihre dramatische Spannung aus der Ambivalenz zwischen äußerer, staatlicher Pflicht und seinem eigenen Anspruch. Populär wurde er u. a. durch die Dramen Die Ahnfrau , König Ottokars Glück und Ende (1825) und Ein Bruderzwist in Habsburg (1848). Nach seinem Cousin und Nachlassverwalter Theobald von Rizy ist die Rizygasse im 12.? Bezirk Meidling benannt. Die Straße entstand nach der Auflassung des Exerzier- und Paradeplatzes am Glacis; sie schließt an den Rathausplatz an und verläuft bis zur Landesgerichtsstraße.

1718

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Griechengasse, 1862 benannt nach den hier im Griechenviertel ansässigen griechischen Kaufleuten. Vor allem die nach dem Frieden von Passarowitz abgeschlossenen Handelsverträge mit dem Osmanischen Reich ermöglichten Griechen den Weg in den Donauraum. 1815 lebten etwa 4.000 Griechen in Wien. Im Griechenviertel befinden sich die orthodoxe Georgskirche und die Griechenkirche zur heiligen Dreifaltigkeit sowie das Traditionslokal Griechenbeisl, eine einst von Griechen besuchte Taverne. Prominente Griechen in Wien waren u. a. die Unternehmer Nikolaus Dumba (siehe die Dumbastraße) und Georg Simon von Sina (siehe die Sinagasse im 22.? Bezirk, Donaustadt). Die Gasse hieß zuvor Krongasse (nach dem Hausschild „Zu der guldein Kron“). Für Teile der Gasse finden sich auch die früheren Bezeichnungen Hinter dem alten Fleischmarkt auf der Höhe, Hinter St. Laurenz bei den Hafnern, Als man unter die Hafner geht, Auf der Muster und Auf der Burger Musterung (nach der Musterung der Bürger des Stubenviertels für das militärische Aufgebot).

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