H

1809

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Holzhausergasse, 1872 benannt nach Ignaz Holzhauser (1758–1810); er war 1786–1810 Ortsrichter der Leopoldstadt und erwarb sich Verdienste während der französischen Besetzungen Wiens in den Jahren 1805 und

W

1752

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Walcherstraße, 1897 benannt nach dem Jesuiten, Mathematiker und Physiker Joseph Walcher (1719–1803), Professor der hebräischen Sprache in Graz (1750–1751), Professor der Ethik in Wien , Professor der Logik und Metaphysik (1753) und der experimentellen Physik (1754) in Linz, Professor der Mathematik am Theresianum in Wien und an der Universität Wien (1755–1773). Nach Auflösung des Jesuitenordens war er 1773–1783 Navigationsdirektor an der Donau, wo er sich besondere Verdienste um die Sprengung des Donaufelsens bei Grein erwarb. (Für eine spätere Sprengung in diesem Bereich siehe die Haussteinstraße.) Walcher war dann 1784–1797 Assessor der obersten Gebäudedirektion, 1797–1802 Professor der Mechanik und Hydraulik am Theresianum und 1802 Direktor der mathematischen und physikalischen Wissenschaften an der Universität Wien. Die ursprünglich nur zwei Häuserblöcke lange Straße (Radingerstraße bis Mexikoplatz, Ecke Engerthstraße) wurde 2003 auf dem früheren Nordbahnhofareal um vier Häuserblöcke nach Südwesten bis zur Einmündung der Lassallestraße in den Praterstern verlängert.

1547

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Wolfgang-Schmälzl-Gasse, 1898 in falscher Schreibweise benannt nach dem Schulmeister, Komponisten und Dichter Wolfgang Schmeltzl (um? 1500–um? 1564). Er war von 1540 bis 1553 Lehrer am Wiener Schottenstift, ließ dort Komödien nach biblischen Themen aufführen und begründete damit das deutschsprachige Schuldrama in Österreich. Sein Lobspruch der Hochlöblichen weitberümbten Khünigklichen Stat Wienn in Osterreich ist ein bedeutendes Werk der Wiener Kulturgeschichte. Schmeltzl sammelte Wiener Volkslieder und publizierte sie in Sammlungen.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1846

Bauten von Carl Högl:
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Wohnhaus im 2. Bezirk, Schreygasse 6, Wohn- und Sterbehaus von Wilhelm Kienzl in den Jahren 1921 bis zu seinem Tod am 3. Oktober 1941. (Carl Högl)

S

1862

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Schmelzgasse, 1684 benannt nach der Gießerei Civitatis Schmelzhütten, die sich hier befand. Der Betrieb ist bereits ab ca. 1450 nachweisbar; nach den Zerstörungen der Zweiten Türkenbelagerung wurde er 1684 aufgegeben. Was genau gegossen wurde, ist unklar; möglicherweise wurden Rinder- und Schaffett geschmolzen und zu Kerzen und Seifen gegossen. Der Beruf des Gießers wurde seinerzeit Schmelzer genannt. Die Gasse hieß zuvor seit 1678 Ochsengasse (nach dem Wirtshaus „Zum goldenen Ochsen“). Um 1830 hieß der Abschnitt zwischen Taborstraße und Großer Mohrengasse (damals Großer Hafnergasse) Brunngasse; die Einbeziehung in die Schmelzgasse erfolgte

L

1869

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Laufbergergasse, 1889 benannt nach dem Maler und Grafiker Ferdinand Laufberger (1829–1881), Professor an der Kunstgewerbeschule in Wien (ab 1868). Er begann seine Laufbahn als Illustrator und Zeichner, konzentrierte sich dann auf Genrebilder, und schuf später auch allegorisch-dekorative Monumentalmalerei. Er gestaltete u.a. den Bühnenvorhang des k.k. Hof-Operntheaters , mehrere Glasfenster in der Rotunde (1873) und einige Deckengemälde im Naturhistorischen und im Kunsthistorischen Museum (ab 1881).

D

1949

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Dritter-Mann-Weg, nicht amtlich benannter Weg im Wurstelprater. Der britische Film Der dritte Mann von Carol Reed beinhaltet eine längere Sequenz, in der Orson Welles und Joseph Cotten ein Gespräch im Wiener Riesenrad führen.

B

1872

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Böcklinstraße, 1919 benannt nach dem Schweizer Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer Arnold Böcklin (1827–1901); er war einer der Hauptvertreter des Symbolismus, der mit der dominierenden akademischen Malerei und dem vorherrschenden Naturalismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts brach. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen die fünf Varianten der Villa am Meer, das Selbstbildnis mit fiedelndem Tod und die fünf Varianten der Toteninsel (1880–1886). Die Straße, die zum Pratercottage zählt, hieß vorher 1876–1919 Valeriestraße nach Erzherzogin Marie Valerie, Tochter des Herrscherpaars Franz Joseph I. und Elisabeth (nach deren Familie die kreuzende Wittelsbachstraße benannt ist). In der Böcklinstraße? 1 befinden sich die denkmalgeschützten Bildhauerateliers der Akademie der bildenden Künste.

1782

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Blumauergasse, 1874 benannt nach dem Schriftsteller Aloys Blumauer (1755–1798); er arbeitete als Buchhändler, Bücherzensor, Journalist und Schriftsteller. In den Jahren 1781 bis 1794 gab er gemeinsam mit Joseph Franz von Ratschky den Wiener Musen-Almanach heraus; siehe die Ratschkygasse im 12. Bezirk, Meidling. Blumauer war ein Anhänger der Aufklärung und der Reformen des Kaisers Joseph II. und ein bekannter Polemiker, Satiriker und Parodist. Sein Hauptwerk war die aufklärerische Travestie Virgils Aeneis, travestiert , in der er gegen die weltliche Macht der Kirche und für deren Erneuerung eintrat. Der Abschnitt Glockengasse–Taborstraße wurde nach Czeike 1894 angelegt.

A

1941

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Anton-Schmid-Promenade, 2002 benannt nach dem Installateur und Geschäftsbesitzer Anton Schmid (1900–1942). Während des Zweiten Weltkriegs war er Feldwebel in einer „Versprengtensammelstelle“. Nach der Besetzung von Wilna durch die Wehrmacht beschäftigte und schützte Anton Schmid rund 100 Juden, brachte rund 300 in Sicherheit und half beim Aufbau der jüdischen Widerstandsbewegung im besetzten Polen. Er wurde 1942 verhaftet und erschossen. Die Wohnungsanlage Anton-Schmid-Hof in der Brigittenau ist ebenfalls nach ihm benannt. Die Promenade ist ein Gehweg am Donaukanal entlang der Brigittenauer Lände und führt von der Friedensbrücke im 20. Bezirk flussabwärts.

1925

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Alexander-Poch-Platz, 1970 benannt nach dem Geistlichen Alexander Poch (1904–1966), Pfarrer der Leopoldskirche (1938–1966). Er zeichnete sich besonders während der NS-Zeit durch seine Ablehnung des Regimes aus. Durch seine Hilfsbereitschaft für Verfolgte und Gefährdete war er weit über seine Pfarrgemeinde hinaus bekannt und geschätzt. Poch stellte u.a. falsche Taufscheine aus, um Juden zu retten. Siehe auch Arnezhoferstraße. Der Platz ist der Vorplatz der 1671 eingeweihten Leopoldskirche zwischen Großer und Kleiner Pfarrgasse; der Durchbruch zu dieser erfolgte nach 1912 und vor

"Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt" in den Nachrichten