Liste der Straßennamen von Wien/Meidling

Liste der Straßen, Gassen und Plätze des 12. Wiener Gemeindebezirks Meidling


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Z

1691

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Zenogasse (Meidling), 1908 benannt nach dem italienischen Gelehrten, Dichter und Librettisten Apostolo Zeno (1668–1750); er befasste sich intensiv mit Geschichte, Philologie und Münzkunde und war Mitbegründer der Accademia degli Animosi. 1718 kam er als Hofdichter und Hofhistoriker nach Wien, wo er als Librettist arbeitete und sich als Gelehrter um die kaiserlichen Münzsammlungen kümmerte. Die Gasse hieß davor Grünberggasse, ein Teil Maria-Theresien-Straße. Die heutige Grünbergstraße hieß vorher Zenogasse. 1908 wurden die Namen der beiden Gassen getauscht.

M

1758

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Migazziplatz (Meidling), 1894 benannt nach Kardinal Christoph Anton von Migazzi (1714–1803); er wurde 1757 Erzbischof der Erzdiözese Wien, 1761 wurde er zum Kardinal ernannt. Er gründete das Wiener Priesterseminar und wurde 1760 Präsident der Studienhofkommission, die von Maria Theresia zur Reform des Schulwesens gegründet worden war. In Migazzis Amtszeit erreichte die Erzdiözese Wien ihre heutige Ausdehnung. Sein Vorgänger als Erzbischof war Johann Joseph von Trautson; siehe die Trautsongasse im 8. Bezirk Josefstadt. Der Platz hieß davor Kirchenplatz.

O

1817

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Oehlenschlägergasse (Altmannsdorf), 1953 benannt nach dem dänischen Schriftsteller Adam Oehlenschläger (1779–1850); sein bekanntestes Werk sind die über 900-seitigen Poetiske Skrifter (Poetischen Schriften, 1805, 2 Bände), die als größtes Zeugnis der dänischen Romantik gelten. 1815 wurde in Wien sein Theaterstück Aladdin, in dem eine Mutter Ludlam in einer Höhle lebt, uraufgeführt. Dies war Anlass für die Gründung der literarischen Gesellschaft Ludlamshöhle ; sie wurde der berühmteste Treffpunkt von Schauspielern, Sängern, Musikern und Gelehrten des biedermeierlichen Wiens.

C

1529

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Camesinaweg (Altmannsdorf), 1973 benannt nach dem Grafiker und Altertumsforscher Albert Camesina (1806–1881); er erwarb sich große Verdienste um die Herausgabe von alten Stadtplänen Wiens, wie der Rundansicht Wiens von Meldeman , dem Albertinischen Plan, sowie den Plänen von Bonifaz Wolmuet und Augustin Hirschvogel, und gilt gemeinhin als der historische Topograph und Mittelalterarchäologe Wiens im 19. Jahrhundert.

B

1821

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Böckhgasse (Meidling), 1918 benannt nach dem Schriftsteller Franz Heinrich Böckh; eigentlich Gehilfe in Buchdruckereien schrieb er lokalhistorisch interessante Bücher über die Stadt Wien, vor allem Wiens lebende Schriftsteller, Künstler und Dilettanten , Merkwürdigkeiten der Haupt- und Residenz-Stadt Wien und ihrer nächsten Umgebungen (1823) und Wien, die Hauptstadt des Erzherzogtums Österreich. Die Gasse war zuvor Teil der heute nur mehr in einem kurzen Abschnitt bestehenden Marx-Meidlinger Straße, der Landstraße von Sankt Marx (heute 3. Bezirk) nach Alt-Meidling.

T

1531

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Tscherttegasse (Altmannsdorf), 1940 in falscher Schreibweise benannt nach dem Architekten und Baumeister Hans Tscherte (??? ? 1552), Baumeister der niederösterreichischen Lande (1528–1552). Während der Belagerung 1529 trug er als Fachmann des Festungsbauwesens wesentlich zur Abwehr der Türken bei. Nach der Belagerung war er dann entscheidend am Neubau der Stadtbefestigungen beteiligt. Ab 1534 wirkte er am Um- und Ausbau der Hofburg mit.

L

1929

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Löhnergasse (Meidling), 1960 benannt nach dem Schriftsteller und Librettisten Fritz Löhner-Beda (eigentlich Bed?ich Löwy, 1883–1942); er war in den 1920er-Jahren einer der meistgefragten Librettisten und Schlagertexter Wiens. 1922 verhalf er Hans Moser zu seinem Durchbruch als Schauspieler in Wien, indem er für ihn auf seine Bitte hin den Solo-Einakter Ich bin der Hausmeister vom Siebenerhaus schrieb. Löhner-Beda schrieb Libretti für zahlreiche Operetten, u.? a. Das Land des Lächelns und Giuditta (1934). Ein Teil der Frauengrubergasse wurde 1964 in die Löhnergasse einbezogen.

F

1688

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Fockygasse (Meidling), 1875 in falscher Schreibweise benannt nach dem Wiener Bürgermeister Daniel Fockhy (1626–1695); er war während der Zweiten Türkenbelagerung 1683 Oberstleutnant der Bürgerwehr. Während Bürgermeister Liebenberg krank war, vertrat ihn Fockhy bis zu dessen Tod Ende 1683. Schließlich wurde er –1691 Bürgermeister der Stadt Wien. Er führte die erste öffentliche Beleuchtung von Straßen und Plätzen ein und erließ eine neue Feuerordnung.

1671

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Frühwirthgasse (Altmannsdorf), 1922 benannt nach dem Bildhauer Joseph Frühwirth (1640–1701); er war in der Barockzeit innerhalb Wiens für diverse Projekte der Stadt und des Hofes tätig. Nur wenige Werke haben sich bis heute erhalten, u.? a. der Altar der Hofburgkapelle und einige Decken der Hofburg. Weiters war er an der Barockisierung der Hietzinger Pfarrkirche beteiligt.

H

1854

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Helfertgasse (Hetzendorf), 1922 benannt nach dem Historiker und Politiker Joseph Alexander von Helfert (1820–1910), k.k. Unterstaatssekretär im Unterrichtsministerium (1848–1860), Unterrichtsminister (1860–1861). Als Historiker befasste er sich mit der Geschichte Österreichs mit Schwerpunkt auf der Revolution von 1848. Er war Gründer des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Weg in der Siedlung „Rosenhügel“.

1775

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Hohenbergstraße (Meidling), 1894 benannt nach dem Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg (1732–1816); er war der führende Architekt des „spätbarocken Klassizismus“. Hohenberg schuf u.? a. die Gloriette , die Obeliskkaskade und die Römische Ruine im Schönbrunner Schlosspark (1777–1778), das Palais Pallavicini (1783–1784), die Regotisierung der Augustinerkirche (1784) und die Stuckdecken im Schwarzenbergpalais (1802). Die Straße hieß davor Gloriettegasse, weil sie, wie ihr bis heute bestehendes Pendant im 13. Bezirk, direkt auf die Gloriette zuläuft.

S

1858

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Stegmayergasse (Altmannsdorf), 1922 benannt nach der Künstlerfamilie Stegmayer. Matthäus Stegmayer (1771–1820) war Schauspieler, u.? a. am Theater in der Josefstadt (ab 1792), am Freihaustheater (ab 1796) und am Hofburgtheater (ab 1801). Daneben war er als Bühnenschriftsteller, Librettist, Komponist und Chorleiter tätig. 1804 gründete er eine Notenleih- und Kopieranstalt, und 1816–1820 leitete er den Hoftheater-Musikverlag. Sein Sohn Karl Stegmayer (1800–1862) war im Hauptberuf Montanist und verfasste mehrere Schriften über Bergbau und Hüttenwesen. Daneben betätigte er sich als Schriftsteller und schrieb u.a historische Melodramen, Schauerdramen und Bergmannslieder. Sein Bruder Ferdinand Josef Stegmayer (1801–1863) war Dirigent am Theater in der Josefstadt (ab 1848), Chormeister des Wiener Männergesang-Vereins (1849–1856), sowie Kapellmeister am Hofoperntheater (1859–1860) und am Carltheater (1860–1861). Bedeutung erlangte er vor allem durch die Gründung der Wiener Singakademie. Ein weiterer Bruder, Wilhelm Stegmayer (*? 1805) ist als Schauspieler in Kinderrollen überliefert, danach verliert sich seine Spur.

N

1911

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Nauheimergasse (Altmannsdorf), 1952 benannt nach der Lehrerin und Frauenrechtlerin Stefanie Nauheimer (1868–1946); als Lehrerin engagierte sie sich für die dienstrechtliche Gleichstellung der weiblichen Lehrkräfte und wirkte zusammen mit Leopoldine Glöckel und Auguste Fickert beim Kampf um eine Änderung des Reichsvolksschulgesetzes mit. Siehe auch den Leopoldine-Glöckel-Weg in Meidling und die Fickertgasse im 19. Bezirk Döbling. Stefanie Nauheimer war die erste Frau, die in den Bezirksschulrat gewählt wurde. Von 1919 bis 1927 war sie Bezirksrätin in Meidling.

1529

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Niederhofstraße (Meidling), 1894 benannt nach einem ehemaligen Gutshof, der urkundlich als Niederhoff am Bache erwähnt wurde. Der Hof wurde sowohl während der ersten als auch zweiten Türkenbelagerung Wiens (1683) zerstört. An seiner Stelle befindet sich heute das Theresienbad; siehe auch Theresienbadgasse und Pohlgasse. Die Straße war davor Teil der Matzleinsdorfer Straße (eine gleichnamige Straße bestand im 4. / 5. Bezirk).

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