K

1704

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Kaiserstraße, benannt (Datum unbekannt, Ende 18. Jhdt.) nach Kaiser Joseph II., römisch-deutscher König (ab 1764), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1765–1790), König von Böhmen, Kroatien und Ungarn (ab 1780); er gilt als Exponent des aufgeklärten Absolutismus. Für ihn war das Herrschertum ein Amt bzw. ein Dienst am Staat als übergeordnetem Ganzen, und er versuchte, den Einfluss des Adels und des Klerus zurückzudrängen. Die Straße war ursprünglich ein Feldweg, der die heutige Mariahilfer Straße mit der heutigen Lerchenfelder Straße verband und an der nach Errichtung des Linienwalls die ersten Häuser gebaut wurden; sie hieß bis 1760 Kaiserweg.

A

1772

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Augustinplatz, 2008 doppelt benannt nach dem Bänkelsänger, Sackpfeifer und Stegreifdichter Marx Augustin (1643–1685) und der Sängerin, Diseuse, Schauspielerin und Synchronsprecherin Liane Augustin (1928–1978). Marx Augustin soll sehr beliebt gewesen sein, weil er mit seinen zotigen Liedern vor allem während der Pest in Wien im Jahr 1679 die Bevölkerung der Stadt aufheiterte. Ihm wird die Ballade O du lieber Augustin zugeschrieben, die jedoch erst um 1800 in Wien nachgewiesen ist. Die Legende vom „lieben Augustin“ könnte in Wahrheit auf das Buch Die Pest zu London von Daniel Defoe zurückgehen. Liane Augustin sang in der Nachkriegszeit gehobene Wiener Lieder sowie deutsche und internationale Evergreens. In den Radiohitparaden reüssierte die Künstlerin vor allem mit Coverversionen amerikanischer Hits. 1958 nahm sie für Österreich ohne großen Erfolg am Eurovision Song Contest in Hilversum teil.

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