A

1730

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Alliogasse (Fünfhaus), 1913 benannt nach dem Architekten Donato Felice d’Allio (1677–1761); kaiserlicher Befestigungsbaumeister beim Militärbauamt (1711–1747). Aufgrund seiner bautechnischen Kenntnisse wurde er auch zu zahlreichen privaten Bauvorhaben gerufen. Er entwarf u.a. das kaiserliche Zeughaus (1714–1723), das Salesianerinnen-Kloster am Rennweg (1717–1728) und das Stift Klosterneuburg. Die Gasse ist Teil des Nibelungenviertels.

W

1779

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Wurmsergasse (Fünfhaus), 1894 benannt nach dem Feldmarschall Dagobert Sigmund von Wurmser (1724–1797), Befehlshaber im bayerischen Erbfolgekrieg , General der Kavallerie (ab 1787), Kommandierender General in den napoleonischen Kriegen (1793–1797). Die Gasse hieß 1888–1894 Steinergasse.

K

1807

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Kannegasse (Fünfhaus), 1912 benannt nach dem Komponisten und Schriftsteller Friedrich August Kanne (1778–1833); er schrieb Musikkritiken und Aufsätze für zahlreiche Zeitschriften. Als Komponist schrieb er Klavierwerke, Lieder, Singspiele, Opern und Messen. Erfolg hatte er vor allem mit den Opern „Orpheus“ und „Mirandola“ (1811) sowie dem vaterländischen Schauspiel „Die Spinnerin am Kreuz“ (1822).

1798

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Kauergasse (Rudolfsheim), 1894 benannt nach dem Komponisten und Dirigenten Ferdinand Kauer (1751–1831), hieß davor Feldgasse. Kauer schuf über 200 Opern und Singspiele, wie „Das Donauweibchen“ und andere Kompositionen, so etwa über 20 Messen, Requiems, Symphonien, Quartette und Konzerte. Trotz seiner großen Produktivität verarmte er ab 1820. Bei der großen Flut 1830 wurde seine Wohnung überflutet und alle seine Aufzeichnungen zerstört. Ein Jahr später verstarb er als Bettler. Auf Ferdinand Kauer basiert die Figur des Spielmanns in der Erzählung „Der arme Spielmann“ (1848) von Franz Grillparzer; siehe die Spielmanngasse im 20. Bezirk Brigittenau.

1730

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Küchelbeckergasse (Fünfhaus), 1912 benannt nach dem deutschen Juristen und Schriftsteller Johann Basilius Küchelbecker (1697–1757); seinen Zeitgenossen war er vor allem als Reiseschriftsteller bekannt, z.B. durch seine Allerneueste Nachricht vom Römisch-Kayserl. Hofe, nebst einer ausführlichen Beschreibung der kayserlichen Residentz-Stadt Wien und der umliegenden Oerter und seine Allerneuste Nachricht vom Königreich Engeland (1737).

S

1809

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Stutterheimstraße (Fünfhaus), 1912 benannt nach Feldmarschalleutnant Joseph von Stutterheim (1764–1831); er kämpfte im Rahmen der Napoleonischen Kriege in zahlreichen Schlachten, u.a. 1814 in der Schlacht am Mincio; siehe auch Minciostraße. Aufgrund seiner Leistung in der Schlacht bei Aspern wurde er zum Generalmajor befördert. 1819 wurde er in den Freiherrenstand erhoben und 1824 zum Hofkriegsrat ernannt.

1664

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Sporckplatz (Fünfhaus), 1913 benannt nach General Johann von Sporck; er diente unter General Raimondo Montecuccoli gegen die Schweden. Dann kämpfte er in Ungarn mit Montecuccoli gegen die Türken und hatte mit seinen Reiter-Regimentern den wesentlichen Anteil am Sieg in der Schlacht bei Mogersdorf. Zum Dank wurde er zum Reichsgrafen und zum General über die gesamte Kavallerie ernannt. Siehe auch den Montecuccoliplatz im 13. Bezirk Hietzing und die St.-Gotthard-Straße im 14. Bezirk Penzing. Der Platz war vorher Teil der Schanzstraße bzw. der Wiener Straße.

L

1858

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Löhrgasse (Fünfhaus), 1894 benannt nach dem Architekten Moritz von Loehr (1810–1874); er übernahm 1838 die Ausführung sämtlicher Hochbauten und Betriebsanlagen der Wien-Gloggnitzer Bahn. Ab 1848 war er für den gesamten Hochbau des staatlichen Eisenbahnnetzes zuständig und errichtete u.a. den alten Westbahnhof. Als Sektionsrat wurde er Mitglied des Wiener Stadterweiterungsfonds und hatte damit eine wichtige Aufsichtsfunktion beim Bau der Wiener Ringstraße. Die Gasse hieß vorher Michaelergasse.

O

1864

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Oeverseestraße (Fünfhaus), 1912 benannt zur Erinnerung an das Gefecht bei Oeversee im Rahmen des Deutsch-Dänischen Kriegs, in dem österreichische Truppen unter Wilhelm von Gablenz ein dänisches Heer zum Rückzug zwangen. Siehe auch Gablenzgasse.

R

1865

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Robert-Hamerling-Gasse (Fünfhaus), 1890 benannt nach dem Gymnasiallehrer, Dichter und Schriftsteller Robert Hamerling (eigentlich Rupert Johann Hammerling, 1830–1889); er zählte zu seiner Zeit zu den meistgelesenen deutschsprachigen Autoren. Zu seinen Hauptwerken zählt das Epos Ahasverus in Rom , das ihn einem breiten Leserpublikum bekannt machte, und Der König von Sion (1869). Die Hamerlinggasse im 14. Bezirk Penzing ist auch nach ihm benannt, ebenso der Hamerlingplatz im 8. Bezirk Josefstadt, der Hamerlingweg im 11. Bezirk Simmering und der Hamerling-Hof und der Hamerlingpark in der Josefstadt. Die Schenkendorfgasse im 21. Bezirk Floridsdorf hieß 1900–1909 Hamerlinggasse und die Kloepferstraße im 22. Bezirk Donaustadt hieß 1901–1955 Hamerlingstraße. Die Gasse hieß ursprünglich Mittelgasse und dann bis 1890 Stadiongasse.

G

1866

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Gablenzgasse (Fünfhaus), 1894 benannt nach General Ludwig Karl Wilhelm von Gablenz; im Deutschen Krieg wurde er Kommandant des X. österreichischen Armeekorps, mit dem er in der Schlacht bei Trautenau das I. preußische Armeekorps in einer zehnstündigen Schlacht schlug. Es war dies die einzige gewonnene Schlacht in dem von Österreich verlorenen Krieg. Siehe auch den Trautenauplatz im 19. Bezirk Döbling. Die Gasse hieß davor Burggasse und Marc-Aurel-Gasse. Siehe auch Oeverseestraße.

1726

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Grangasse (Fünfhaus), 1894 benannt nach dem Maler Daniel Gran (1694–1757); er war nach einem Jahrhundert italienischer Dominanz in Österreich neben Johann Michael Rottmayr einer der ersten bedeutenden Barockmaler in Mitteleuropa. In Wien schuf er u.a. Deckenfresken bzw. Deckengemälde für das Palais Schwarzenberg , die Hofbibliothek (–1730), die Schlosskapelle Schönbrunn (1744) und die Annakirche (1751). Die Gasse hieß ursprünglich Schmiedgasse und dann 1867–1894 Glückgasse (auch Glickhgasse).

C

1889

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Camillo-Sitte-Gasse (Fünfhaus), 1913 benannt nach dem Architekten Camillo Sitte (1843–1903); seine Bedeutung liegt vor allem in seinem theoretischen Werk, sein Hauptwerk war das Buch „Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen“. Das Buch zeigte Möglichkeiten der künstlerischen Stadtplanung auf und wandte sich ab von der pragmatischen, hygienischen Stadtplanung seiner Zeit. Damit war er einer der ersten Autoren, der sich theoretisch mit der baulich-ästhetischen Sicht der Stadtplanung des Industriezeitalters auseinandersetzte, weshalb er auch als „Wiederbegründer der Stadtbaukunst“ betitelt wurde. Die Gasse ist Teil des Nibelungenviertels.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1964

Film:
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Heirate mich, Chéri (Friedl Behn-Grund)

J

1893

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Jurekgasse (Rudolfsheim), 1938 benannt nach dem Beamten Wilhelm August Jurek (1870–1934); neben seiner Tätigkeit in der Staatsdruckerei wirkte er als Komponist, Militärkapellmeister und Chordirigent. Er komponierte über 300 Werke für Orchester sowie Tanzmusik, Lieder und Werke für Blasmusik; sein bekanntestes Werk ist der Deutschmeister-Regimentsmarsch. Die Gasse hieß vorher Pereiragasse nach der in Fünfhaus ansässigen Familie Pereira; siehe Clementinengasse, Friesgasse und Henriettenplatz.

1866

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Johnstraße (Fünfhaus, Rudolfsheim), 1912 benannt nach dem General Franz von John (1815–1876); er war Generalstabschef der Südarmee in Italien und zeichnete sich in der Schlacht bei Custozza so aus, dass er zum Feldmarschalleutnant ernannt wurde. In den Jahren 1867–1868 war er Reichskriegsminister. Die Straße hieß vorher Rudolfstraße nach Kronprinz Rudolf, auf den sich auch der Name von Rudolfsheim bezieht.

"Liste der Straßennamen von Wien/Rudolfsheim-Fünfhaus" in den Nachrichten