Lockheed L-1011 TriStar

Die Lockheed L-1011 TriStar auch L-ten-eleven (engl. Aussprache) oder als TriStar bezeichnet (der Name wurde von Lockheed selbst vergeben), ist ein dreistrahliges Großraumflugzeug des US-amerikanischen Herstellers Lockheed, zugleich das letzte zivile Flugzeug dieses Herstellers. Es ist in den verschiedenen Versionen für 250 bis 400 Passagiere ausgelegt, ursprünglich für Mittelstrecken, spätere Versionen auch für die Langstrecke. Die Endmontage fand in Palmdale/Kalifornien statt; der Erstflug wurde am 16. November 1970 durchgeführt. Von 1970 bis 1984 wurden 250 L-1011 ausgeliefert, die letzte Maschine ging am 1. März 1984 an TAP Portugal. Das Flugzeug war für Lockheed nie gewinnbringend; in der Konsequenz zog sich der Hersteller aus dem zivilen Markt zurück. Die Tristar ist bei den sie fliegenden Piloten zumeist recht beliebt und wird deshalb „Lucky Ten-Eleven“ genannt.



Geschichte




1966 suchte American Airlines nach einem Kurz- und Mittelstreckenflugzeug mit hoher Kapazität. Douglas war in finanziellen Schwierigkeiten und Boeing völlig mit der Boeing 747 ausgelastet. So nahm Lockheed sofort die Möglichkeit wahr, einen Wiedereinstieg in das zivile Flugzeuggeschäft zu finden, nachdem das Unternehmen durch den Misserfolg der Electra zurückgefallen war. Zunächst als zweimotoriges Flugzeug ausgelegt, wurde dieses Konzept später verworfen, um auf ein von einigen Kunden gefordertes dreistrahliges Konzept umzusteigen. Es sollte als Antrieb das neue Rolls-Royce RB.211 verwendet werden, das einzige Dreiwellen-Triebwerk, das den Vorteil eines sehr schnellen Schubwechsels hatte. Dieses blieb bis zum Produktionsende das einzig erhältliche Triebwerk der TriStar, da konstruktiv keine anderen Triebwerke installiert werden konnten, was sich als entscheidender Nachteil herausstellte. Viele Gesellschaften bestellten aus diesem Grund lieber die DC-10, unter anderem auch, um andere Triebwerke von General Electric oder Pratt & Whitney wählen zu können. Außerdem war Rolls-Royce mit der Entwicklung und Fertigung von Einkristall-Turbinenschaufeln damals noch sichtlich überfordert. Am 29. März 1968 wurde der Produktionsstart bekannt gegeben. Der Erstflug der Maschine erfolgte am 16. November 1970, jedoch verzögerten ökonomische und technische Probleme den Beginn der Serienfertigung bis 1972.Zum Produktionsstart konnte Lockheed damals trotz allem spektakuläre 144 Bestellungen vorweisen. Erstkunde war Eastern Air Lines mit 25 Festbestellungen. Zunächst wurden die Versionen L-1011-1 bis -200 als Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge gebaut, ab 1975 mit der Version -500 auch eine reine Langstreckenvariante, die aber um 5 m verkürzt wurde. Diese kam für den Markt jedoch zu spät. Douglas, durch die Fusion mit McDonnell erstarkt, hatte mit der DC-10-30 schon viel früher eine Langstreckenvariante auf dem Markt. Während sich die Mittelstreckenversionen der TriStar mit rund 200 Exemplaren gegenüber den nur 140 Mittelstrecken-DC-10 sogar besser verkaufte, fanden sich für die Langstreckenversion kaum Kunden. Gerade einmal 50 Flugzeuge dieses Typs wurden verkauft; von der DC-10 waren es über 300. Somit ging das sogenannte Trijet Race deutlich an McDonnell-Douglas.......

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Natur & Umwelt

Katastrophen:
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Fort Worth, Dallas, Texas, USA. Eine Lockheed L-1011 TriStar der Delta Air Lines stürzt während eines Sturms in der Nähe des Flughafens ab. 134 Menschen sterben, 30 werden gerettet.
Katastrophen:
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Riad, Saudi-Arabien. Trotz Notlandung einer Lockheed L-1011 TriStar nach einem Feuer an Bord können die 301 Passagiere nur noch tot geborgen werden. Alle sind erstickt

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