Long Term Evolution

Long Term Evolution (kurz LTE, auch 3.9G) ist eine Bezeichnung für den Mobilfunkstandard der vierten Generation. Eine Erweiterung heißt LTE-Advanced bzw. 4G, sie ist abwärtskompatibel zu LTE.



Geschichte




Ein Vorläuferkonzept zu LTE wurde von Nortel Networks unter dem Namen High Speed OFDM Packet Access (HSOPA) vorgestellt. LTE verwendet Orthogonal-Frequency-Division-Multiplexing-Techniken (OFDM) sowie Multiple-Input/Multiple-Output-Antennentechnologie (MIMO). Damit soll es den Mobilfunkanbietern möglich sein, kostengünstig hochratige Datendienste anzubieten und so das mobile Internet zum Massenmarkt zu machen. Die geringen Latenzzeiten bei LTE erlauben die Übertragung von Sprachdiensten (VoIP) und Videotelefonie über das Internetprotokoll sowie den Einsatz zeitkritischer Anwendungen wie zum Beispiel Online-Spiele.Mit dem Vorgänger UMTS sind relativ hohe Datenraten möglich, aber es wird erwartet, dass der Bedarf an mobilen Internetdiensten weiter steigt. Im Gegensatz zur alternativen Technologie WiMAX soll LTE den Mobilfunkanbietern einen kostengünstigen evolutionären Migrationspfad von UMTS über HSDPA und HSUPA zu LTE ermöglichen. LTE unterstützt im Gegensatz zu UMTS verschiedene Bandbreiten (1,4; 3; 5; 10; 15 und 20 MHz) und kann so flexibel in unterschiedlichen zukünftigen Spektren eingesetzt werden. OFDM ermöglicht dabei durch eine größere Anzahl an Unterträgern, die Bandbreite einfach zu skalieren. Bei 20 MHz (entspricht laut Standard der Benutzung von 1200 Unterträgern) sollen Spitzendatenraten von 300 Mbps im Downlink und 75 Mbps im Uplink mit Latenzzeiten unter 5 ms erreicht und so die langfristige Konkurrenzfähigkeit von UMTS-Systemen gesichert werden. Im Uplink wird mit SC-FDMA (DFTS-OFDMA) ein OFDMA-ähnliches Zugriffsverfahren verwendet, das sich durch eine geringe Peak-to-Average-Ratio (PAR) auszeichnet und so den Energieverbrauch der Mobiltelefone verringert.In der ersten Version von LTE (Release 8) werden fünf Terminalklassen mit unterschiedlichen Datenraten zur Verfügung stehen. Obwohl die höchste Klasse mit 4x4 MIMO und 64-QAM-Modulation die erwarteten Datenraten von 300 Mbps im Downlink und 75 Mbps im Uplink erfüllt, werden die ersten Terminals wohl deutlich geringere Datenraten zur Verfügung stellen und nur mit 2x2 MIMO im Downlink und ohne 64 QAM im Uplink arbeiten. Alle Terminals müssen eine Bandbreite von 20 MHz unterstützen....

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Geschichte der Mobiltelefonie in Deutschland

2010

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hat die Telekom Deutschland die erste Bodenstation der vierten Generation (LTE) in Deutschland in Betrieb genommen. (Mobilfunk)

Tagesgeschehen

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Mainz/Deutschland: Die Bundesnetzagentur beginnt mit der Versteigerung der Frequenzen für die vierte Generation des Mobilfunks unter den Mobilfunkbetreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und Telefónica Germany (O2).

Unternehmensgeschichte

2011

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Am 5. April Start von LTE im Tarif Call & Surf Comfort via Funk. Der Tarif ist als DSL-Ersatz für unterversorgte Gebiete gedacht. Seit dem 1. Juni ist Köln der erste Ballungsraum, in dem die Telekom mit LTE (1800 MHz) die bislang schnellste mobile Datenverbindung ermöglicht. Am 2. November führte das Unternehmen HD Voice im UMTS-Netz ein. (T-Mobile Deutschland)

2010

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Am 1. April war der offizielle Marktstart der Telekom Deutschland GmbH. Die T-Mobile Deutschland GmbH ist zusammen mit der Schwester T-Home in diesem Unternehmen aufgegangen. 20. Mai: In Mainz beteiligt sich die Telekom erfolgreich an der bislang größten deutschen Frequenzversteigerung. Die Grundlage für die Einführung von LTE ist gelegt. Zum 1. Dezember testen Pilotkunden in Brandenburg und Baden-Württemberg LTE.

2008

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T-Mobile schaltet nun auch Rufnummern in den Vorwahlbereichen 01512 und 01514. Des Weiteren wird die gesamte EDGE Netzinfrastruktur auf eine mögliche Bandbreite von bis zu 260 kbits/s aufgerüstet. Im Oktober zeigt T-Mobile das weltweit erste LTEHandover. (T-Mobile Deutschland)

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