Ludwig XIV.

Ludwig XIV. (französischLouis XIV, Louis le Grand; * 5. September 1638 in Saint-Germain-en-Laye; † 1. September 1715 in Versailles), genannt „der Sonnenkönig“ (frz. le Roi-Soleil), war von 1643 bis zu seinem Tod König von Frankreich und Navarra sowie Kofürst von Andorra.

Ludwig XIV. gilt als klassischer Vertreter des höfischen Absolutismus. Der Leitsatz des Absolutismus, « L’État, c’est moi ! » (deutsch: „Der Staat bin ich!“) wird ihm jedoch fälschlicherweise zugeschrieben. Er festigte die Macht der Krone durch den Ausbau der Verwaltung, die Bekämpfung der Opposition in Kreisen des Adels sowie durch die Förderung der französischen Wirtschaft. Er stellte den katholischen Glauben wieder in den Mittelpunkt, la France toute catholique. So widerrief König Ludwig XIV. am 18. Oktober 1685 das Édit de Nantes und beraubte die französischen Protestanten aller religiösen und bürgerlichen Rechte. Seine Hofkultur wurde ganz auf die Person des Herrschers zugeschnitten. Zum Symbol für dessen herausragende Stellung wurde sein prunkvolles Auftreten. Der König förderte Künste und Wissenschaften, was eine Blütezeit der französischen Kultur zur Folge hatte. Durch Ludwigs expansive und kriegerische Außenpolitik gewann Frankreich in Europa eine dominierende Stellung und etablierte seine Großmachtstellung in der Neuzeit.

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Ludwig XIV., König von Frankreich von 1643 bis 1715 (+ 1715)

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Ludwig XIV. starb im Alter von 77 Jahren. Ludwig XIV. war im Sternzeichen Jungfrau geboren.

Antike

Heiliges Römisches Reich:
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Leopold I. wird zum römisch-deutschen Kaiser gewählt. Erst nach langwierigen Verhandlungen mit den Kurfürsten kann er sich gegen den französischen König Ludwig XIV. durchsetzen, der sich ebenfalls zur Wahl stellt.

Gesellschaft & Soziales

Gesellschaft:
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Im Schloss Versailles findet das erste große mehrtägige Fest von König Ludwig XIV. mit seinem Hof statt.

Europäische Kolonien

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Ludwig XIV. erteilt auf Initiative von Jean-Baptiste Colbert ein Privileg zur Gründung der Französischen Ostindienkompanie nach dem Vorbild der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Das Privileg umfasst unter anderem das Monopol auf den Handel, das Besitzrecht auf eroberte Gebiete, das Recht zur Ausrüstung von Handels- und Kriegsschiffen, zur Aufstellung eigener Truppen, das Recht zum Schlagen eigener Münzen sowie eine eigene Gerichtsbarkeit.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1660

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Literatur: Die Lettres provinciales von Blaise Pascal werden auf Befehl Ludwigs XIV. verboten und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
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Literatur: : Blaise Pascal beginnt mit der Niederschrift von Les Provinciales, einer Reihe von Briefen an seinen jansentischen Freund Antoine Arnauld. Da deren Veröffentlichung illegal ist, prangert er einige Methoden der Jesuiten an, wie beispielsweise die Kasuistik. Am 24. März 1657 beendet Pascal sein Werk. Durch Pascals Polemik und seinen rhetorischen Stil zählen die Briefe zu den bedeutenden literarischen Werken der damaligen Epoche. Die Briefe wurden in den literarischen Salons rezipiert und diskutiert. Sie gehören aufgrund ihrer antikirchliche Stoßrichtung zur Frühaufklärung. Ludwigs XIV. ließ die Briefe 1660 verbieten und auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte man sie bereits in diverse Sprachen übersetzt und so beeinflussten sie spätere Denker wie Voltaire und Rousseau maßgeblich.

Kunst & Kultur

1672

Kunst macht Politik:
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die Akademie der Musik (Académie royale de Musique heute Opéra National de Paris)

1671

Kunst macht Politik:
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die Akademie der Architektur

1666

Kunst macht Politik:
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die Akademie der Wissenschaften

1663

Kunst macht Politik:
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die Akademie der Inschriften und die Akademie für Malerei und Skulptur

1648

Kunst macht Politik:
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die Akademie für Malerei und Bildhauerei

Amerika

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Der französische Entdecker Robert Cavelier de La Salle erreicht als erster Europäer die Mündung des Mississippi River. Er nimmt am 9. April feierlich von allen Gebieten am Mississippi für die französische Krone Besitz und nennt das Territorium zu Ehren von König Ludwig XIV. „La Louisiane“ (Louisiana, heute ein Bundesstaat der USA).

1681

Amerikanische Kolonien:
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Colbert, Finanzminister Ludwigs XIV. beginnt mit seiner Senegal-Kompanie / Französischen Westindien-Kompanie den Sklavenhandel nach Französisch-Westindien.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Frankreichs König Ludwig XIV. bezieht das Schloss Versailles.
Exponierte Ereignisse:
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König Ludwig XIV. widerruft die Handelsprivilegien der Compagnie de la Nouvelle France und unterstellt die nordamerikanischen Kolonialgebiete Neufrankreichs seiner direkten Kontrolle.

Europa

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Im Waffenstillstand von Regensburg zur Beendigung des Reunionskrieges vereinbaren Kaiser Leopold I. und Reich mit Frankreichs König Ludwig XIV. eine Waffenruhe an der Westgrenze. Frankreich wird das von ihm in Reunionen annektierte Reichsgebiet auf die Dauer von 20 Jahren überlassen.
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Die Reichsstadt Straßburg wird von ihrem Rat an Frankreich übergeben, nachdem König Ludwig XIV. im Rahmen seiner Reunionspolitik ein 30.000-Mann-Heer unter François-Michel Le Tellier, marquis de Louvois vor die Stadt beordert hat. Drei Wochen später zieht König Ludwig XIV. selbst mit seinem Hofstaat in die Stadt ein, um den Treueeid des dortigen Magistrats entgegenzunehmen. Die Annexion wird im Frieden von Rijswijk 1697 endgültig.
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Ludwig XIV. wird im Holländischen Krieg in der Schlacht an der Konzer Brücke von einem kaiserlichen Heer geschlagen.

1674

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Westeuropa: Im Holländischen Krieg belagert und erobert der französische König Ludwig XIV. die Stadt Besançon und gliedert die Franche-Comté in sein Reich ein.

1673

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Juli: Ludwig XIV. erobert im Krieg gegen die Niederlande die Festung Maastricht.

Überseeische Kolonien

1685

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Ludwig XIV. erlässt den Code Noir zum Umgang mit Sklaven in den Kolonien.

Augsburger Allianz / Frankreich

1686

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22. März: Kaiser Leopold I. schließt mit dem brandenburgischen Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm einen Beistandspakt, der sich gegen die Expansionsabsichten von König Ludwig XIV. von Frankreich richtet.

Widmungen, Jahrestage & zukünftige Ereignisse

Jahreswidmungen:
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375. Geburtstag von Ludwig XIV.

Politik & Weltgeschehen

1708

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13. März: Eine von König Ludwig XIV. entsandte französische Flotte mit einer 5000 Mann starken Invasionsarmee für Schottland, mit dem schottischen Thronanwärter James Francis Edward Stuart, dreht aus Furcht vor britischen Kriegsschiffen erfolglos wieder ab.

1707

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13. März: Die militärische Stärke der Truppen Prinz Eugens von Savoyen führt im Spanischen Erbfolgekrieg nach der Schlacht von Turin zur Generalkapitulation Frankreichs. König Ludwig XIV. verzichtet auf alle Besitzansprüche in Italien mit Ausnahme Neapels.
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Pfälzischer Erbfolgekrieg: Nach England, Spanien und den Niederlanden am 20. September beendet auch das Heilige Römische Reich unter Leopold I. den Pfälzischen Erbfolgekrieg mit dem französischen König Ludwig XIV. durch den Frieden von Rijswijk. Damit endet gleichzeitig auch King William’s War in den nordamerikanischen Kolonien.
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Pfälzischer Erbfolgekrieg: Die Augsburger Allianz wird durch den Beitritt von England und den Niederlanden zur Wiener Großen Allianz gegen den Sonnenkönig Ludwig XIV. erweitert.
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Der Große Kurfürst, Friedrich Wilhelm von Brandenburg, erklärt sich im geheimen Vertrag von Saint-Germain-en-Laye bereit, Frankreichs Herrscher Ludwig XIV. bei einer Bewerbung als römisch-deutscher Kaiser seine Stimme zu geben.

Frankreich

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Philippe II. de Bourbon, duc d’Orléans lässt das Testament des verstorbenen Königs Ludwig XIV. in wesentlichen Teilen annullieren.
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Mit dem Tod des französischen Königs Ludwig XIV. geht die längste Regentschaft eines europäischen Monarchen zu Ende. Er war 72 Jahre an der Macht. Der fünfjährige Ludwig XV. wird König von Frankreich unter der Regentschaft seines Vormunds Philippe II. de Bourbon, duc d’Orléans.
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Ludwig XIV. hebt durch das Edikt von Fontainebleau das Toleranzedikt von Nantes auf. Mit dem neuen Edikt erklärt Ludwig das katholische Bekenntnis zur Staatsreligion und erlässt ein generelles Verbot des Protestantismus. Das Verbot trifft die Reformierte Kirche von Frankreich schwer, da es konsequent durchgesetzt wird. Viele französische Hugenotten fliehen in protestantische Länder, insbesondere die Niederlande, Schweiz und Preußen.

1682

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Der französische Hof unter König Ludwig XIV. zieht von Paris in das umgebaute Schloss Versailles um.

1667

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Der zivilrechtliche Teil des von Jean-Baptiste Colbert im Auftrag von Ludwig XIV. erarbeiteten Code Louis wird herausgegeben.

"Ludwig XIV." in den Nachrichten