Lukaner

Die Lukaner (manchmal auch Lukanier genannt) sind ein italisches Volk mit oskischer Sprache, das im 5. Jahrhundert v. Chr. zwischen den Flüssen Sele, Brandano, Lao und Crati beheimatet ist. Das Land wird nach ihnen Lukanien genannt und entspricht in etwa der heutigen Basilikata. Im Lauf des 4. Jahrhunderts v. Chr. erweiterten sie ihr Gebiet in Richtung Süd-West in das heutige Kalabrien. Dadurch entstanden Konflikte mit den großgriechischen Städten wie Syrakus und Tarent. In der Folgezeit gerieten sie unter den Einfluss Roms, seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. standen sie unter römischer Herrschaft, seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. waren sie endgültig romanisiert.

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Politik & Weltgeschehen

331 v. Chr.

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Alexanderzug & -reich: Alexander I., König von Epirus, kommt bei einem Gefecht gegen Lukaner und Bruttier bei Pandosia nahe Cosenza ums Leben; die Stadt Tarent hatte ihn, von den italischen Stämmen bedrängt, zu Hilfe gerufen.

472 v. Chr.

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Tarent schließt ein Bündnis mit Rhegium, um den Messapiern, Peuketiern und Lukaniern zu widerstehen, aber die vereinten Armeen von Tarent und Rhegium werden in der Nähe von Kailìa besiegt. Nach Herodot zählt diese Niederlage zu den schlimmsten der Griechen in Süditalien gegen die Italiker.

Antike

91 v. Chr.

Römisches Reich:
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Beginn des Bundesgenossenkriegs im Römischen Reich. In Mittel- und Süd-italien erheben sich zahlreiche italische Völkerschaften zum Kampf gegen die zunehmend als unerträglich empfundene römische Vorherrschaft, darunter Samniten, Marser und Lukaner. In dem von beiden Seiten erbarmungslos geführten Krieg sieht sich Rom bald zu Zugeständnissen gezwungen.

Europa

272 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Nach der Kapitulation der Bruttier und der Übergabe Tarents an Rom durch den Kommandanten Milo kommt es zum Friedensschluss im Tarentinischen Krieg: Tarent und die übrigen Städte Süditaliens schließen sich, ebenso wie die Samniten, Bruttier und Lukaner, von Pyrrhus verlassen, den überlegenen Römern als Bundesgenossen an. Die Mauern Tarents werden geschleift. Aus der Stadt werden reiche Schätze nach Rom verbracht, auch griechische Gelehrte, unter ihnen Livius Andronicus, ziehen von Tarent nach Rom.

282 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Nach Beendigung der Kämpfe mit den Galliern und Etruskern kommen die Römer der Stadt Thurii zu Hilfe und besiegen in der Nähe unter ihrem Konsul Gaius Fabricius Luscinus die Lukaner, deren Feldherr Statius Statilius gefangengenommen wird. Rom verlegt Besatzungen in die griechischen Städte Lokri, Kroton, Thurii und Rhegion.

285 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Rom schließt ein Bündnis mit Thurii, das von den Lukanern und Bruttiern bedrängt wird. Daraufhin nähern sich Lukaner und Bruttier der antirömischen Partei bei den Samniten und in Tarent an.

333 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Tarent ruft König Alexander I. von Epirus zu Hilfe, damit er der Stadt gegen Lukaner, Bruttier und Samniten beisteht.

343 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Archidamos III., König von Sparta, folgt einem Hilferuf von Spartas Tochter-Kolonie Tarent, das durch Angriffe der Lukaner und Messapier bedroht wird. Die folgenden Feldzüge sind allerdings wenig erfolgreich.

"Lukaner" in den Nachrichten