Lysander

Lysander (griechischΛύσανδροςLýsandros; † 395 v. Chr. bei Haliartos) war ein spartanischer Staatsmann und Feldherr, der im Peloponnesischen Krieg und im Korinthischen Krieg wirkte.

Lysander stammte aus einer vornehmen spartanischen Familie, die ihren Stammbaum auf Herakles zurückführte; Lysanders Vater Aristokritos war zudem Libys von Kyrene durch Gastfreundschaft verbunden.

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Politik & Weltgeschehen

405 v. Chr.

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Athen, das im Vorjahr seine besten Strategen verurteilt und hingerichtet hat, erleidet eine vernichtende Niederlage gegen Sparta unter Lysander in der Schlacht bei Aigospotamoi im Hellespont. Der Peloponnesische Krieg ist damit praktisch entschieden.

407 v. Chr.

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Nördlich von Ephesos treffen bei Notion die Flotten von Sparta unter Lysander und Athens unter Antiochos aufeinander. Nach der vernichtenden Niederlage in der Schlacht von Notion verliert Alkibiades den Oberbefehl über die athenische Flotte im Peloponnesischen Krieg.

Europa

395 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Schlacht von Haliartos: Zwei spartanische Armeen, eine unter Lysander, eine unter König Pausanias, nähern sich der böotischen Stadt Haliartos. Da Pausanias einige Tagesmärsche zurückliegt, beschließt Lysander einen Alleinangriff auf die Stadt. Ihm ist nicht bekannt, dass eine größere thebanische Streitmacht ihn in der Nähe der Stadt erwartet. Eingekesselt zwischen den städtischen Verteidigern und den Thebenern geht der Kampf für die Spartaner verloren und Lysander verliert sein Leben. Das kurz danach eintreffende spartanische Heer unter Pausanias, auf das Lysander hätte warten sollen, holt die Toten ab und zieht sich nach Sparta zurück, da der Stadtstaat nicht die Kraft hat, an zwei Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Zu Hause hat aber die gegnerische Partei während seiner Abwesenheit und durch den Schock des Todes Lysandros' die Oberhand gewonnen und Pausanias wird gerichtlich vorgeworfen, sein Eintreffen bei Haliartos absichtlich verzögert und den Tod des Lysandros nicht gerächt zu haben. Pausanias geht nach Tegea in die Verbannung, ohne den Ausgang seines Prozesses abzuwarten. Er wird in Sparta zum Tode verurteilt und sucht deshalb im Heiligtum der Athena Alea Zuflucht. An seiner Stelle wird sein Sohn Agesipolis I. König. Da er und sein jüngerer Bruder Kleombrotos noch Kinder sind, übernimmt Aristodemos, ihr nächster Verwandter, die Vormundschaft.

399 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Agesilaos II. drängt mit Hilfe des Feldherrn Lysander seinen Neffen Leotychidas III., dessen Legitimität seit seiner Thronbesteigung im Vorjahr umstritten ist, vom spartanischen Thron. Ein Orakelspruch, welches Sparta vor einem lahmen König warnt und der Amtsübernahme durch den hinkenden Agesilaos entgegensteht, wird von Lysander auf die bestrittene Legitimität des Leotychidas umgedeutet.

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