Münchner Kammerspiele

Die Münchner Kammerspiele sind ein traditionsreiches, städtisches Theater in München, das in die Kategorie der Sprechtheater gehört. Sie wurden 1911 als privat betriebenes Theater von Erich Ziegel gegründet und starteten ein Jahr später im Münchner Lustspielhaus an der Augustenstraße ihre Arbeit. Unter dem seit 1917 amtierenden Intendanten Otto Falckenberg erfolgte 1926 der Umzug in das 1901 fertiggestellte Schauspielhaus in der Maximilianstraße 26 und 28 in München. Das Schauspielhaus wurde im Jugendstil errichtet und ist eine Zusammenarbeit des Architekten Max Littmann und des mit der Innenausstattung beauftragten Richard Riemerschmid. 1933 wurden die Kammerspiele ein Städtisches Theater. Das Schauspielhaus wird heute als „einziges erhaltenes Jugendstiltheater Deutschlands“ beschrieben, das sich durch seine Innenhoflage auszeichnet und durch die Integration in die Front der Maximilianstraße von außen nicht einsehbar ist. Derzeit verfügen die Münchner Kammerspiele über drei Spielstätten: die große Bühne des Schauspielhauses und zwei kleine Bühnen, die des Werkraumtheaters sowie die „Neues Haus“ genannte Bühne im neuen Probengebäude (Bauzeit 1997–2001, Architekten Gustav Peichl, Stefan A. Schumer, Walter Achatz).

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Richard Beek stirbt in München. Richard Beek war ein deutscher Schauspieler in Film, Fernsehen und Theater. Bekanntheit erlangte er vor allem als Bühnendarsteller der Münchner Kammerspiele, deren Ensemble er 46 Jahre lang angehörte.
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Gestorben: Julius Gellner stirbt in London. Julius Gellner war einer der bekanntesten deutschsprachigen Regisseure der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Er war von 1924 bis 1933 Oberspielleiter und stellvertretender Direktor der Münchner Kammerspiele im Schauspielhaus. Er ist der Onkel des Philosophen und Sozialwissenschaftlers Ernest Gellner.
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Geboren: Lena Lauzemis wird in Berlin geboren. Lena Lauzemis ist eine deutsche Schauspielerin. Bekanntheit erlangte sie als jugendliche Laiendarstellerin in den deutschen Fernsehfilmen Das Alibi (2000) und Herzrasen (2001). Nach einer Schauspielausbildung ist sie seit 2006 festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Für ihre Darstellung der Gudrun Ensslin in Andres Veiels Spielfilm Wer wenn nicht wir (2011) erhielt sie eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis.
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Gestorben: Hellmuth Habersbrunner stirbt in Bad Wiessee. Hellmuth Habersbrunner war von 1934 bis 1945 Intendant und Geschäftsführer der Bayerische Rundfunk GmbH und des Reichsenders München, den Vorläufern des heutigen Bayerischen Rundfunks. Davor hatte Habersbrunner 1924 in München über die Gedichte Hans von Hopfens promoviert und war Dramaturg und Regieassistent am Münchener Schauspielhaus sowie bei der Deutschen Stunde in Bayern ab August 1927 Mitarbeiter und ab April 1928 Leiter der „Literarischen Abteilung“, die 1933 – weiterhin unter seiner Leitung - in „Abteilung Hörspiel und Rezitation“ umbenannt wurde.

1946

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Geboren: Johan Simons wird in Heerjansdam, Niederlande geboren. Johan Simons ist ein niederländischer Regisseur und seit 2010 als Nachfolger von Frank Baumbauer Intendant der Münchner Kammerspiele.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Mit der Premiere von Trommeln in der Nacht in den Münchner Kammerspielen kommt erstmals ein Stück von Bertolt Brecht zur Aufführung.

Aufführungsgeschichte

1966

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Regie: Otto Schenk mit Helmuth Lohner (Alfred), Gertrud Kückelmann (Marianne), Rudolf Vogel (Zauberkönig), Jane Tilden (Valerie), Rudolf Rhomberg (Oskar), Adrienne Gessner (Großmutter), Maria Singer (Mutter), Karl Schönböck (Rittmeister), Dieter Kirchlechner (Erich), Walter Sedlmayr (Hierlinger Ferdinand) (Geschichten aus dem Wiener Wald)

Rezeption > Drama

1978

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Hans Magnus Enzensberger: Der Untergang der Titanic. Eine Komödie. Enzensbergers „Gesänge“ wurden vor allem durch eine Inszenierung von George Tabori an den Münchner Kammerspielen bekannt. Das Bühnenbild bestand im Wesentlichen aus einem riesigen Aquarium, in dem ein Wels schwamm. Jeder der Darsteller stieg während der Aufführung irgendwann ins Aquarium. (RMS Titanic)

Politik & Weltgeschehen

1986

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Politische Skandale: blendete sich der Bayerische Rundfunk für die Dauer der Ausstrahlung einer Folge aus dem gemeinsamen Fernsehprogramm der ARD aus. Am 22. Mai , wenige Wochen nach der Katastrophe von Tschernobyl, nahm Helmut Oeller, damaliger Fernsehdirektor des BR, an einigen Passagen des Manuskriptes für die Sendung am nächsten Tag Anstoß – unter anderem an einer von Werner Koczwara geschriebenen Nummer mit dem Titel Der verstrahlte Großvater, die von Lisa Fitz vorgetragen werden sollte. Da er kein Gehör für seine Forderung nach ARD-weiter Absetzung der Folge fand, kam es zu der denkwürdigen Entscheidung der Ausblendung, so dass dieser Scheibenwischer in Bayern nicht zu empfangen war. Dies rief sowohl in Bayern als auch deutschlandweit Proteste hervor und wurde als Akt der Zensur gebrandmarkt. Teilweise wurde diese Folge des Scheibenwischers dann in SPD-Ortsvereinen und den Münchner Kammerspielen auf Video gezeigt. Die Münchner Abendzeitung druckte Auszüge aus dem Manuskript ab. Nach dem Tod Hildebrandts im November 2013 nahm der Bayerische Rundfunk die Sendung in voller Länge in seine Mediathek auf, entfernte sie allerdings kurz danach wieder. (Scheibenwischer (Kabarett))

Träger des Gertrud-Eysoldt-Rings

1992

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Rolf Boysen für seine Darstellung des König Lear in William Shakespeares gleichnamigen Stück in der Inszenierung von Dieter Dorn an den Münchner Kammerspielen (Gertrud-Eysoldt-Ring)

1990

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Cornelia Froboess für ihre Darstellung der Ellida Wangel in Henrik Ibsens Stück Die Frau vom Meer in der Inszenierung von Thomas Langhoff an den Münchner Kammerspielen (Gertrud-Eysoldt-Ring)

1986

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Doris Schade für ihre Darstellung der Hekabe in Die Troerinnen des Euripides von Walter Jens in der Inszenierung von George Tabori an den Münchner Kammerspielen (Gertrud-Eysoldt-Ring)

Tagesgeschehen

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Berlin/Deutschland: 41 von der Zeitschrift Theater heute befragte Kritiker wählten die Münchner Kammerspiele zum deutschsprachigen Theater des Jahres.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2001

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Bühne: Münchner Kammerspiele, Regie (Gerd Lohmeyer)

1988

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Film: Faust -Vom Himmel durch die Welt zur Hölle ist eine Theaterverfilmung von Johann Wolfgang von Goethes Faust I aus dem Jahr 1988. Die Hauptrollen der in Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen entstandenen Inszenierung spielten Helmut Griem als Faust, Romuald Pekny als Mephisto und Sunnyi Melles als Gretchen.
Regie führte Dieter Dorn.

Stab:
Regie: Dieter Dorn
Produktion: Bavaria Film ; Günther Rohrbach
Musik: Roger Jannotta
Kamera: Gernot Roll
Schnitt: Annette Dorn

Besetzung: Helmut Griem, Romuald Pekny, Sunnyi Melles, Cornelia Froboess, Axel Milberg, Maria Nicklisch, Michael Tregor, Judit Achternbusch, Amulf Schumacher, Peter Herzog, Karl Renar, Helmut Stange, Fred Klaus, Katja Riemann, Martin Flörchinger, Richard Beek, Hans Drahn, Otto Kurth

1963

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Film: Fahndung bei Nacht (Инспекторът и нощта) (Georgi Kalojantschew)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2013

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Theaterstücke: KapiTal der Puppen (Staatsschauspiel Dresden), Der General (Volksbühne Berlin), Glanz und Elend und der Kurtisanen (Volksbühne Berlin), Cavalcade or Being a Holy Motor(Akademietheater (Wien)), Gasoline Bill (René Pollesch)

2012

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Regiearbeit: DU MEIN TOD Eine wahre Geschichte, Münchner Kammerspiele (Thomas Schmauser)

2012

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Theaterstücke: Kill your Darlings! Streets of Berladelphia (Volksbühne Berlin); Wir sind schon gut genug! (Schauspiel Frankfurt); Eure ganz großen Themen sind weg ; Neues vom Dauerzustand (Deutsches Schauspielhaus); Don Juan (Volksbühne Berlin), Macht es für euch! (Schauspielhaus Zürich) (René Pollesch)

2010

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Theaterstücke: Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang! (Volksbühne Berlin), Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung (Deutsches Schauspielhaus), Peking-Opel (Akademietheater (Wien)), Der perfekte Tag (Volksbühne Berlin), Drei Western (Staatstheater Stuttgart), Sozialistische Schauspieler sind schwerer von der Idee eines Regisseurs zu überzeugen (Schauspiel Frankfurt), XY Beat (René Pollesch)

2010

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Theaterstücke: Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang! (Volksbühne Berlin), Mädchen in Uniform (Deutsches Schauspielhaus), Peking-Opel (Akademietheater (Wien)), Der perfekte Tag (Volksbühne Berlin), Drei Western (Staatstheater Stuttgart), Sozialistische Schauspieler sind schwerer von der Idee eines Regisseurs zu überzeugen (Schauspiel Frankfurt), XY Beat (René Pollesch)

Rezeption

2013

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Aufführung an den Münchner Kammerspielen unter der Regie von Susanne Kennedy, die dafür die Auszeichnung als Nachwuchsregisseurin und Lotte Goos für ihre Kostüme als Nachwuchskostümbildnerin des Jahres durch die Fachzeitschrift "Theater heute" erhielt. Die Inszenierung wurde zum Berliner Theatertreffen 2014 eingeladen. (Fegefeuer in Ingolstadt)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2014

Ehrung:
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Deutscher Theaterpreis Der Faust (Kategorie Beste Regie im Schauspiel) für „Dantons Tod", Münchner Kammerspiele (Johan Simons)

2013

Liste der Preisträger:
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Münchner Kammerspiele, Intendanz: Johan Simons (Theater des Jahres)

2013

Ehrung:
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Theater des Jahres (Johan Simons)

2009

Liste der Preisträger:
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Münchner Kammerspiele, Intendanz: Frank Baumbauer (Theater des Jahres)

2004

Ehrung:
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Nachwuchspreis der Freunde und Förderer der Münchner Kammerspiele (Katharina Marie Schubert)

Kunst & Kultur

2015

Inszenierung:
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Jagdszenen aus Niederbayern von Martin Sperr, Münchner Kammerspiele (Martin Kušej)

2012

Inszenierung:
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Orpheus steigt herab von Tennessee Williams an den Münchner Kammerspielen (Sebastian Nübling)

2012

Inszenierung:
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Orpheus steigt herab von Tennessee Williams an den Münchner Kammerspiele (Sebastian Nübling)

2011

Theater:
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Münchner Kammerspiele, Regie Johan Simons (Elementarteilchen (Roman))

2010

Inszenierung:
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Sommergäste/Nachtasyl von Maxim Gorki, Münchner Kammerspiele (Karin Henkel)

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