Mafia

Mafia war ursprünglich die Bezeichnung für einen streng hierarchischen Geheimbund, der seine Macht durch Erpressung, Gewalt und politische Einflussnahme zu festigen und auszubauen versucht und seine Wurzeln im Sizilien des 19. Jahrhunderts hat. Heute bezeichnet man die sizilianische Mafia auch als Cosa Nostra. Die sizilianische Mafia operiert weltweit und hat Verbindungen zu anderen mafiaähnlichen Gruppen.

Die meisten italienischen Verbrecherorganisationen wie die neapolitanische Camorra, die kalabrische ’Ndrangheta und die apulische Sacra Corona Unita werden heute auch dem Mafiabegriff zugeordnet. Darüber hinaus wird der Begriff immer häufiger angewendet auf andere Verbrecherorganisationen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität wie z. B. die amerikanische Cosa Nostra, die „russische Mafia“, die „albanische Mafia“, die „japanische Mafia“ (Yakuza) oder die „chinesische Mafia“ (Triaden).

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Rom/Italien Bei der größten Razzia seit 15 Jahren mit etwa 3000 Justizbeamten gegen die kalabrischeMafia’Ndrangheta werden rund 300 mutmassliche Mitglieder verhaftet und Sachwerte von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt.
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Trapani/Italien: Die Direzione Investigativa Antimafia nimmt den 55-jährigen Mafia-Clanchef Francesco de Vita fest, der neun Jahre lang auf der Flucht war.
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Duisburg, Deutschland: In der Nacht auf Mittwoch werden bei den Mafiamorden von Duisburg sechs junge Italiener im Alter von 16 bis 39 Jahren in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofes in ihren Wagen getötet. Das italienische Innenministerium bestätigt die Mafiakontakte der Erschossenen und sieht die Tat als Resultat des Streits zweier kalabrischen „Familien“. Es ist das erste Mal, dass die dortige ’Ndrangheta einen Mord dieses Ausmaßes im Ausland verüben lässt.
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São Paulo/Brasilien: Eine seit dem 13. Mai anhaltende Anschlagserie der Drogen-Mafia legt das öffentliche Leben São Paulos lahm. Mehr als 80 Tote sind zu beklagen. Geschäfte und Schulen werden geschlossen.
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Rom: Die Vorwahlen zum Spitzenkandidaten der Mitte-links-Opposition Italiens gewinnt Romano Prodi, der ehemalige Präsident der EU-Kommission. Damit wird Prodi, wie seit langem erwartet, als Chef des Parteienbündnisses „Unione“ den amtierenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi herausfordern. Erste Nachwahlbefragungen ergaben einen überraschend hohen Stimmenanteil von rund 75 Prozent. Die Parlamentswahl findet im Mai 2006 statt. Getrübt wird die Freude bei „Unione“ durch die mafia-artige Ermordung des Vizepräsidenten der Regionsregierung von Kalabrien, Francesco Fortugno, durch zwei maskierte Männer, als dieser am Sonntag das Wahllokal im süditalienischen Lucri verließ.
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Palermo/Italien: Salvatore „Totò“ Riina, auch bekannt als „la belva“ (die Bestie), wird nach jahrelanger Flucht verhaftet. Die Verhaftung des bekannten Anführers der sizilianischenMafia wird auch dem Umstand zugeschrieben, dass er mit den Morden an den sehr populären Paolo Borsellino und Giovanni Falcone großen öffentlichen Druck auf die Politiker verursacht hatte, endlich effektiv gegen die organisierte Kriminalität vorzugehen.

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