Mahdi

Der Mahdi (arabisch المهدي, DMGal-Mahdī ‚der Rechtgeleitete‘; im Persischen und einigen arabischen Dialekten auch als Mehdi ausgesprochen) ist nach traditioneller islamischer Glaubensauffassung ein Nachkomme des Propheten Mohammed, der in der Endzeit auftauchen und das Unrecht auf der Welt beseitigen wird. Der Glaube an das Erscheinen des Mahdi ist sowohl ein zentraler Bestandteil der schiitischen Konfession als auch in den chiliastischen Erwartungen im sunnitischen Islam verbreitet und wird entsprechend in den kanonischen Traditionssammlungen in Form von Hadithen dargestellt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Mirza Ghulam Ahmad stirbt in Lahore. Mirza Ghulam Ahmad war eine religiöse Persönlichkeit in Britisch-Indien und Begründer der Ahmadiyya-Bewegung. Er erhob den Anspruch, der „Mudschaddid (Erneuerer) des 14.?islamischen Jahrhunderts“, der „Verheißene Messias“ (Zweite Gegenwart Christi), der von Muslimen erwartete Mahdi der Endzeit und ein „(Muhammad nachgeordneter) Prophet“ zu sein. Er verkündete, dass Jesus (Isa ibn Maryam) seine Kreuzigung überlebt habe, nach Indien ausgewandert und später in Srinagar, Kaschmir, eines natürlichen Todes gestorben sei und er beanspruchte im Geist und Vollmacht Jesu aufzutreten. Er vertrat auch die Auffassung, dass der Messias und der Imam Mahdi zwei Titel für dieselbe Person seien. Seine Ansprüche und Lehren verursachten ernste Beunruhigungen in den muslimischen und christlichen religiösen Kreisen.
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Gestorben: Abdallahi ibn Muhammad stirbt bei Umm Diwaykarat. Kalif Abdallahi ibn Sayyid Muhammad führte von 1885 bis 1899 das Kalifat von Omdurman und war der Nachfolger des MahdiMuhammad Ahmad im Sudan.

1870

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Geboren: El Menebhi wird geboren. SidMehdi el Menebhi GCMG war von 1900 bis 1903 marokkanischer Kriegsminister von Sultan Abd al-Aziz (Marokko).

1846

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Geboren: Abdallahi ibn Muhammad wird in Darfur geboren. Kalif Abdallahi ibn Sayyid Muhammad führte von 1885 bis 1899 das Kalifat von Omdurman und war der Nachfolger des MahdiMuhammad Ahmad im Sudan.
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Geboren: Mirza Ghulam Ahmad wird in Qadian geboren. Mirza Ghulam Ahmad war eine religiöse Persönlichkeit in Britisch-Indien und Begründer der Ahmadiyya-Bewegung. Er erhob den Anspruch, der „Mudschaddid (Erneuerer) des 14.?islamischen Jahrhunderts“, der „Verheißene Messias“ (Zweite Gegenwart Christi), der von Muslimen erwartete Mahdi der Endzeit und ein „(Muhammad nachgeordneter) Prophet“ zu sein. Er verkündete, dass Jesus (Isa ibn Maryam) seine Kreuzigung überlebt habe, nach Indien ausgewandert und später in Srinagar, Kaschmir, eines natürlichen Todes gestorben sei und er beanspruchte im Geist und Vollmacht Jesu aufzutreten. Er vertrat auch die Auffassung, dass der Messias und der Imam Mahdi zwei Titel für dieselbe Person seien. Seine Ansprüche und Lehren verursachten ernste Beunruhigungen in den muslimischen und christlichen religiösen Kreisen.

Afrika

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In der Schlacht von Omdurman im Sudan besiegte eine britisch-ägyptische Armee unter Horatio Herbert Kitchener die Anhänger des Mahdi und beendet den Mahdi-Aufstand.
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In der Schlacht von Abu Klea im Sudan besiegt eine britische Armee die Anhänger des MahdiMuhammad Ahmad.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1991

Veröffentlichungen:
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Das Reich des Mahdi 875-973 - der Aufstieg der Fatimiden. München (Heinz Halm)

1884

Werk:
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Der Sudan und der Mahdi: das Land, die Bewohner und der Aufstand. Stuttgart (Richard Buchta)

Tagesgeschehen

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Nadschaf/Irak. Bei Kämpfen im Irak zwischen Truppen der USA und Kämpfern der „Mahdi-Armee“ des schiitischen Predigers Moktada al Sadr rund um die Imam-Ali-Moschee in Nadschaf sind offenbar zahlreiche Iraker verletzt und getötet wurden. Nachrichtenagenturen sprechen inzwischen von ca. 160 Toten und hunderten Verletzten, darunter auch Kinder und Frauen. Die US-Armee soll im Laufe des Tages die Stadt Nadschaf eingenommen haben, der Zugang zum Imam-Ali-bin-Abi-Talib-Schrein wurde blockiert. Insgesamt sollen 2000 US-Soldaten und 1800 irakische Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Es sollen sich ca. 1000 Al-Sadr-Kämpfer in der Stadt aufhalten. Britische Truppen gehen derweil gegen al-Sadr-Rebellen in den südirakischen Städten Basra, Amara, Nasirija, Samawa und Diwaniyya vor.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2002

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Film: Der Film spielt vor dem historischen Hintergrund des sogenannten Mahdi-Aufstandes. Im Sudan, der ab 1821 unter die Herrschaft der osmanischen Vizekönige (Khediven) von Ägypten gekommen war, kam es im Zuge der Besetzung zum Aufstand des Muhammad Ahmad, des Mahdi. Der neue britische Gouverneur des Sudan Gordon Pascha versuchte vergeblich die Ausbreitung der Mahdi-Bewegung zu behindern. Am 26. Januar 1885 eroberten die Mahdisten die Hauptstadt Khartum, wobei Gordon Pascha getötet wurde. Die Gordon Relief Expedition zur Rettung Gordons unter General Wolseley, die den Hintergrund für die Verfilmung von 2002 liefert, erreichte die Stadt am 28. Januar 1885, zwei Tage, nachdem diese gefallen war. Daraufhin wurden die britischen Truppen aus dem Sudan bis auf wenige Gebiete abgezogen. Erst 1896 wurde ein britisch-ägyptisches Expeditionskorps unter Kitchener in Marsch gesetzt, das die Mahdisten am 2. September 1898 in der Schlacht von Omdurman besiegte. Anders als in der Verfilmung von 2002 stellen diese Expedition und die Schlacht von Omdurman den Mittelpunkt des Buches von A.E.W. Mason und der Verfilmung von 1955 dar.

Stab:
Regie: Shekhar Kapur
Drehbuch: Michael Schiffer, Hossein Amini
Produktion: Stanley R. Jaffe
Musik: James Horner
Kamera: Robert Richardson
Schnitt: Steven Rosenblum

Besetzung: Heath Ledger, Wes Bentley, Djimon Hounsou, Kate Hudson, Michael Sheen, Kris Marshall, Rupert Penry-Jones, Tim Pigott-Smith, Julio Lewis, Daniel Caltagirone, Alex Jennings, James Cosmo, Manar Mohamed

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