Makedonien

Makedonien (auch Mazedonien; griechischΜακεδονίαMakedonía; mazedonisch und serbisch Македониjа Makedonija; bulgarischМакедонияMakedonija; türkischMakedonya; albanisch Maqedoni/-a) ist die historische Bezeichnung eines Gebietes auf der südlichen Balkanhalbinsel.

Der größere, südliche Teil des Gebietes bildet heute die Region Makedonien in Nord-Griechenland. Der kleinere, nördliche Teil bildet den Staat, der 1991 als Republik Mazedonien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien erklärte. Weitere kleinere Teile gehören zu Südwest-Bulgarien und Südost-Albanien.

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Alexanderzug & -reich

331 v. Chr.

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Herbst, Schlacht von Megalopolis: Die Makedonier unter Antipater schlagen den Aufstand der Spartaner nieder. Deren König Agis III. fällt im Kampf; sein Nachfolger, Eudamidas I., ist wieder ganz von Makedonien abhängig.

332 v. Chr.

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Alexander der Große erobert Gaza nach dreimonatiger Belagerung. Auch das übrige Palästina gerät unter makedonische Herrschaft.

Alexanderzug

329 v. Chr.

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Juli: Der baktrische Hauptmann Spitamenes rebelliert gegen die makedonische Besatzung; es folgt ein langwieriger Guerillakrieg Alexanders gegen die Aufständischen in Baktrien und Sogdien. Eine makedonische Armee unter Pharnuches wird dabei aufgerieben.

330 v. Chr.

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Atropates wird Satrap von Medien, Mithrenes von Armenien -damit beginnt Alexander, neben Makedoniern auch Perser mit der Verwaltung seines Reichs zu beauftragen.

Reich Alexander des Großen

317 v. Chr.

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Herbst: Kassander gewinnt Athen, wo er Demetrios von Phaleron als Statthalter einsetzt. Auch in Makedonien setzt er sich durch und wird als Regent für Philipp III. Arrhidaios anerkannt. Kassanders Rivale, Polyperchon, flieht, gemeinsam mit Roxane und Philipps fünfjährigen Mitkönig Alexander IV., nach Epirus, wo er sich mit Olympias verbündet.

Reich Alexanders des Großen/Diadochenkriege

315 v. Chr.

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Der makedonische Diadoche Kassandros gründet die Stadt Thessalonike, benannt nach seiner Frau.

Alexanderreich / Diadochenkriege

305 v. Chr.

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Nach Antigonos I. nehmen auch die übrigen Diadochen Seleukos I. in Mesopotamien, Ptolemaios I. in Ägypten, Lysimachos in Thrakien und Kassander in Makedonien den Königstitel an; endgültiges Ende der Reichseinheit des Alexanderreiches.

313 v. Chr.

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Während Antigonos I. die kleinasiatischen Griechenstädte gewinnt, machen seine Feldherren im griechischen Mutterland Fortschritte gegen Kassander: Die makedonischen Garnisonen in Chalkis und Oropos werden vertrieben, Athens Tyrann Demetrios von Phaleron, bislang Gefolgsmann Kassanders, wechselt daraufhin die Seiten, während die Truppen Antigonos' in Böotien, Phokis und Lokris einmarschieren.

Reich Alexanders des Großen

308 v. Chr.

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Ptolemaios I. gelingt die Einnahme der von den Makedoniern unter Kassander besetzten Städte Korinth, Megara und Sikyon. Er verlässt Griechenland, nachdem er mit Kassander einen Waffenstillstand vereinbart.

309 v. Chr.

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Antigonos I. schickt Herakles, den illegitimen Sohn Alexanders des Großen, seinem Verbündeten Polyperchon auf der Peloponnes zur Unterstützung gegen Kassander. Bald darauf wechselt Polyperchon allerdings die Seiten und liefert Herakles und dessen Mutter Barsine an Kassander aus, der beide töten lässt. Damit ist die alte makedonische Königsdynastie endgültig ausgelöscht.

314 v. Chr.

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Kassander belagert die Stadt Kyllene (in Elis), muss die Belagerung aber aufgeben, nachdem Aristodemos, Feldherr des Antigonos, der Stadt zu Hilfe kommt. Auch aus dem nahen achäischen Dyme, wo er eine makedonische Garnison stationiert hatte, wird Kassander von Aristodemos vertrieben, der auch Patras befreit. Sikyon wird dagegen von Kassanders Feldherr Alexander, nach dessen Ermordung von Alexanders Frau Kratesipolis gehalten.

316 v. Chr.

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Kassander kehrt von der Peloponnes mit seinem Heer nach Makedonien zurück, wo er Pydna belagert und erobert. Olympias von Epirus, die im Vorjahr von Epirus aus nach Makedonien gekommen und ihm die Herrschaft streitig gemacht hat, lässt er töten. Roxane und Alexander IV. Aigos hält er in Amphipolis gefangen. Polyperchon gelingt die Flucht nach Aitolien.

318 v. Chr.

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Kassander siegt über Polyperchon bei Megalopolis und zwingt ihn, sich nach Makedonien zurückzuziehen.

319 v. Chr.

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Sommer: Tod des makedonischen Reichsverwesers Antipater. Dieser hatte als seinen Nachfolger im Amt des Regenten für den geisteskranken König Philipp III. Arrhidaios seinen Vertrauten Polyperchon bestimmt. Antipaters Sohn Kassander fühlt sich übergangen. Da auch Antigonos in Kleinasien und Ptolemaios in Ägypten Polyperchon die Anerkennung verweigern, dieser aber sich mit Eumenes verbündet, kommt es zum Zweiten Diadochenkrieg, der bis 316 v. Chr. dauert. Ptolemaios I. greift Phönizien und Syrien an. Polyperchon versucht, die griechischen Städte für sich zu gewinnen, indem er ihre Freiheit proklamiert. Dies richtet sich vor allem gegen Nikanor, den Feldherren Kassanders, der Athen über die im nahen Munychia stationierte makedonische Garnison kontrolliert.

321 v. Chr.

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Erster Diadochenkrieg bricht aus (bis 320): Der Reichsverweser Perdikkas und sein Feldherr Eumenes sehen sich einer Opposition aus Antipater (in Makedonien und Griechenland), Krateros (Makedonien), Antigonos (in Phrygien) und Ptolemaios (in Ägypten) gegenüber. Während sich Eumenes im Kleinasien gegen Krateros wendet und diesen in der Schlacht am Hellespont überwindet und tötet, marschiert Perdikkas nach Ägypten. Er scheitert aber im Frühjahr 320 v. Chr., als er versucht, den Nil zu überqueren und wird dann von den eigenen Leuten ermordet.

322 v. Chr.

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Frühjahr: Der makedonische Feldherr Leonnatos eilt aus Asien mit Entsatztruppen herbei, um den während des Lamischen Krieges von den aufständischen Griechen in Lamia eingeschlossenen Antipater zu Hilfe zu kommen. Die Belagerung wird gesprengt, doch fällt Leonnatos im Kampf.

Erster Makedonisch-Römischer Krieg

214 v. Chr.

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Der makedonische König Philipp V., erobert während des Ersten Makedonisch-Römischen Krieges die Stadt Oricum in Illyrien.

Zweiter Punischer Krieg

205 v. Chr.

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Die Römer erkennen im Frieden von Phoinike die Vormachtstellung der Makedonier in Griechenland an (Ergebnis des ersten Makedonisch-Römischen Krieges).

Dritter Makedonisch-Römischer Krieg

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Dem römischen Heer unter Aemilius Paullus gelingt es nach dreijähriger Kriegführung im Dritten Makedonisch-Römischen Krieg, die makedonischen Streitkräfte in der Schlacht von Pydna entscheidend zu besiegen. Das Königreich der Antigoniden wird aufgelöst, der letzte König Perseus in Alba Fucens eingekerkert.

Politik & Weltgeschehen

397 n. Chr.

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Erneuter Föderatenvertrag zwischen Rom und den Westgoten, die in Makedonien angesiedelt werden.

146 v. Chr.

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Quintus Caecilius Metellus Macedonicus gliedert Makedonien als Provinz Macedonia in das Römische Reich ein.

148 v. Chr.

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Der makedonische Usurpator Andriskos wird von Quintus Caecilius Metellus Macedonicus besiegt und als Gefangener nach Rom gebracht.

170 v. Chr.

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Unter dem glücklosen Aulus Hostilius Mancinus gelingt den Römern im Dritten Makedonisch-Römischen Krieg kein Raumgewinn. Epirus wechselt auf die Seite des Perseus von Makedonien.

179 v. Chr.

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Perseus wird nach dem Tod seines Vaters Philipp V. König von Makedonien.

197 v. Chr.

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Philipp V. von Makedonien wird im Zweiten Makedonisch-Römischen Krieg in der Schlacht von Kynoskephalai von den Römern unter Titus Quinctius Flamininus entscheidend geschlagen. Das bedeutet das Ende der makedonischen Hegemonie in Griechenland.

233 v. Chr.

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Sieg der Makedonier über den Achaiischen Bund bei Phylakia. Im selben Jahr fällt der Achaiische Bund unter Aratos von Sikyon erneut in Attika ein.

239 v. Chr.

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Demetrios II., der Sohn des Antigonos II. Gonatas, wird nach dessen Tod König von Makedonien.

243 v. Chr.

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Aratos von Sikyon bemächtigt sich in einem nächtlichen Angriff der korinthischen Festung Akrokorinth, wo eine makedonische Garnison stationiert ist. Daraufhin wendet sich auch die Stadt Korinth gegen Antigonos II. Gonatas von Makedonien und schließt sich dem Achaiischen Bund an. In Lechaion, dem Hafen Korinths, erbeutet Aratos 25 makedonische Schiffe. Nun schließen sich Megara, Troizen und Epidauros der Rebellion und dem Bund an. Dieser fällt in Attika ein, da Athen weiterhin auf der Seite des Antigonos steht.

335 v. Chr.

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Während Alexander im Norden kämpft, erhebt sich Theben gegen die makedonische Herrschaft und vertreibt die makedonische Garnison. Athen schließt sich auf Betreiben des Demosthenes dem Aufstand an. Von Illyrien aus eilt Alexander heran und unterwirft Theben, 6.000 Einwohner lässt er töten, 30.000 in die Sklaverei verkaufen und die Stadt dem Erdboden gleichmachen. Nach diesem Exempel unterwerfen sich die übrigen Griechenstädte und geloben Alexander in Korinth ihre Gefolgschaft.

347 v. Chr.

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Athen schickt eine Gesandtschaft unter Aischines zu Philipp II. von Makedonien, um einen Frieden auszuhandeln.

410 v. Chr.

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Die von Makedonien abgefallene Stadt Pydna wird vom makedonischen König Archelaos I. erobert, zerstört und ein wenig landeinwärts wieder aufgebaut.

413 v. Chr.

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Archelaos I. wird nach dem Tod seines Vaters Perdikkas II. König von Makedonien.

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