Mamluken

Mamluken (DMG Mamlūken, andere Schreibweisen: Mameluken, Mamelucken, Mamelukken, Mamaluken, Mamalukken) oder Ghilman (DMG Ġilmān) waren in vielen islamischen Herrschaftsgebieten Militärsklaven zentralasiatischer oder osteuropäischer (d. h. meist türkischer oder kaukasischer) Herkunft. Von den Abbasidenkalifen als Machtfaktor institutionalisiert, nutzten sie ihre dominierende Stellung als Heerführer und Königsmacher ab dem 9. Jahrhundert nicht selten, um eigene Reiche zu begründen. Die beiden bedeutendsten dieser Reiche waren das zeitweise fast ganz Indien beherrschende Sultanat von Delhi (1206–1526) und das ägyptische Sultanat der Bahri- und Burdschi-Mamluken. Letzteres wurde 1517 – nach 267-jährigem Bestehen – von den Osmanen unterworfen, doch blieben Mamluken in Ägypten noch bis zur Invasion Napoleons 1798 und ihrer endgültigen Beseitigung durch Muhammad Ali Pascha (1811) als lokale Herrscherelite bestehen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Maurice Gaudefroy-Demombynes stirbt in Hautot-sur-Seine. Maurice Gaudefroy-Demombynes war ein französischer Arabist, Islamwissenschaftler und Religionshistoriker. Als seine bekanntesten Werke gelten sein religionsgeschichtliche Untersuchung über die Pilgerreise nach Mekka sowie das über die muslimischen Institutionen. Er übersetzte auch die Reisebeschreibung des arabischen Schriftstellers und Forschungsreisenden Ibn Dschubair (1145–1217) ins Französische in einer kommentierten Ausgabe: Ibn Jobair: Voyages. Traduits et annotes. Paris, Paul Geuthner, 1949–1965 (4 Teile in 1 Band). (Ca. 1965) (Documents relatifs a l’histoire des Croisades, 4–7). Ein wichtiges Grundlagenwerk ist auch sein nach arabischen Autoren verfasstes Buch über Syrien in der Epoche der Mamelucken. Gaudefroy-Demombynes lehrte an der École nationale des langues orientales vivantes (dem heutigen Institut national des langues et civilisations orientales).
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Gestorben: Murad Bey Muhammad stirbt in Sohag. Murad Bey Muhammad, auch Murad Bey al-Kabir ("der Große") genannt, war ein Emir der Mamluken und zusammen mit Ibrahim Bey Regent in Ägypten.

1775

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Gestorben: Muhammad Bey Abu Dahab stirbt in Akkon, damals Osmanisches Reich. Mu?ammad Bey Ab? ?ahab, kurz auch Ab? ?ahab (Dhahab, Zahab), war ein Emir der Mamluken und Regent in Ägypten.
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Gestorben: Ali Bey stirbt bei Kairo, Ägypten. ?Al? Bey, auch Ali Bey al-Kabir ("der Große") genannt, war von 1757 bis 1772 Bey der Mamluken und Regent in Ägypten.

1773

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Gestorben: Ali Bey stirbt bei Kairo, Ägypten. Ali Bey war von 1760 bis 1772 Bey der Mamluken in Ägypten.

Kreuzzüge

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Der im sechsten Kreuzzug gefangen genommene französische König Ludwig IX. wird von den nach einer Palastrevolution in Ägypten an die Macht gekommenen Mamluken freigelassen. Er begibt sich von Damiette nach Akkon. Ludwig bleibt im Heiligen Land und bemüht sich um die Konsolidierung des Königreichs Jerusalem und um die Freilassung aller Gefangenen.
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In Ägypten gelandete Kreuzfahrer des 6. Kreuzzugs unter Ludwig IX. unterliegen der ayyubidischenMameluckengarde und geraten in Gefangenschaft.

1250

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Sturz der Ayyubiden in Ägypten durch die Mamluken. Der französische König Ludwig IX. kann sich mit einem hohen Lösegeld und der Rückgabe von Damiette freikaufen.

Asien

1292

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Der Mamelucken-Sultan Chalil greift das mit den Mongolen gegen ihn verbündete Königreich Kleinarmenien an und stößt tief nach Kilikien vor.
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Mit der Eroberung von Akkon durch die Mamluken endet die Ära der Orientkreuzzüge.

1279

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Saif ad-Din Qalawun al-Alfi al-Mansur wird Sultan der Mameluken.

1263

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Baibars I., Sultan der Mamluken in Ägypten, erobert Kerak und nimmt den Emir al-Mughith Umar gefangen, den er wenig später hinrichten lässt.
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Die Mamluken unter Sultan Saif ad-Din Qutuz und seinem Heerführer Baibars besiegen die Mongolen in der Schlacht von Ain Djalut.

Politik & Weltgeschehen

1293

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Weitere Ereignisse weltweit: Al-Malik an-Nasir Muhammad wird Sultan der Mamelucken in Ägypten.
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Nach einmonatiger Belagerung erobert der Mamluken-Sultan Qalawun Tripolis von den Kreuzfahrern.
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Mamluken-Sultan Baibars erobert die strategisch wichtige Festung Krak des Chevaliers von den Hospitalitern.

1271

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Mai: Das Heer des Siebten Kreuzzugs erreicht Akkon und zwingt kurz darauf die Mamluken unter Baibars zur Aufgabe der Belagerung von Tripolis.

1206

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Qutb ud-Din proklamiert die Mameluken-Dynastie in Indien, die erste Dynastie der Delhi-Sultanate.

Kreuzfahrerstaaten

1268

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7. März: Die Mamluken erobern Jaffa von den Kreuzfahrern.

Kreuzzüge / Osmanisches Reich

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Mamluken erobern die Inselfestung Aruad (Belagerung von Aruad). Damit scheitert der letzte Versuch des Templerordens, einen Stützpunkt im Heiligen Land zu errichten.

Architektur der ägyptischen Mamluken

1499

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Grab des Sultans az-Zahir Qansuh in der Kairoer Stadt der Toten

Ägypten

1501

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Nach mehreren Machtwechseln wird Al-Aschraf Qansuh (II.) al-Ghuri aus der Burdschiyya-Dynastie Sultan des Mamluken-Reichs in Ägypten.

Portugal / Indien

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Mit der Vernichtung einer indisch-ägyptisch-arabischen Flotte in der Seeschlacht von Diu kann der indische Vizekönig Francisco de Almeida den Tod seines Sohnes im Vorjahr rächen und sichert die Seeherrschaft Portugals im Indischen Ozean für über ein Jahrhundert und beendet die Epoche der ägyptischen Mamluken als Hegemonialmacht in diesem Raum.

Afrika

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Die Schlacht von Marj Dabiq zwischen dem Osmanischen Reich unter Sultan Selim I., dem Gestrengen, und den Mamluken unter der Burdschiyya-Dynastie endet mit dem Sieg der Osmanen und dem Tod des Mamluken-Sultans al-Ghuri.

Osmanisches Reich

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In Ägypten geht nach der Niederlage ihres Heeres vor Kairo die Herrschaft der Mamelucken zu Ende. Ihr Sultan, Tuman Bay gerät bei Gizeh in osmanische Gefangenschaft. Das Land wird Teil des Osmanischen Reichs. Am 3. Februar nehmen die Osmanen Kairo ein.

Reisen & Expeditionen

Ägyptische Expedition:
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In der Schlacht bei den Pyramiden bezwingt Napoléon Bonapartes Invasionsarmee auf ihrem Ägyptenfeldzug ein Mamlukenheer unter Mourad Bey.

Musik

1994

Diskografie > Single:
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Shakin' Down the Odds of Love (Lee Aaron)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1522

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Werk: Tercüme-i en-nüzhe es-seniyye fi zikr el-hulefa ve'l-mülük el-mısriyye (dt. “Übersetzung der erhabenen Ausgabe in der Erwähnung der Kalifen und der ägyptischen Könige”) ist sein wichtigstes Werk. Es ist die türkisch geschriebene Version der arabischen Chronik nuzha saniya, 1477/78 in Kairo von Hasan ben al-Tulunı (1432 - 1517) verfasst. Der erste Teil umfasst die Geschichte des Propheten und der vier “wahren” ersten Kalifen, sowie die der Umayyaden und Abbasiden. Im zweiten Teil wird die Geschichte Ägyptens von der vorislamischen Zeit bis zur Herrschaft des Mamluken-Sultans Qaytbay (1468-1496). Der dritte Teil beinhaltet die Zeit von 1496 bis (Abdussamed Diyarbekri)

1522

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Werk: Tercüme-i en-nüzhe es-seniyye fi zikr el-hulefa ve'l-mülük el-m?sriyye (dt. “Übersetzung der erhabenen Ausgabe in der Erwähnung der Kalifen und der ägyptischen Könige”) ist sein wichtigstes Werk. Es ist die türkisch geschriebene Version der arabischen Chronik nuzha saniya, 1477/78 in Kairo von Hasan ben al-Tulun? (1432–1517) verfasst. Der erste Teil umfasst die Geschichte des Propheten und der vier “wahren” ersten Kalifen, sowie die der Umayyaden und Abbasiden. Im zweiten Teil wird die Geschichte Ägyptens von der vorislamischen Zeit bis zur Herrschaft des Mamluken-Sultans Qaytbay (1468–1496). Der dritte Teil beinhaltet die Zeit von 1496 bis (Abdussamed Diyarbekri)

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