Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki (2009)

Marcel Reich-Ranicki [maʁˈsɛl ˌʁaɪ̯ç ʁaˈnɪʦki] (geboren am 2. Juni 1920 als Marceli Reich in Włocławek; gestorben am 18. September 2013 in Frankfurt am Main) war ein deutsch-polnischer Autor und Publizist. Er gilt als einflussreichster deutschsprachiger Literaturkritiker seiner Zeit.

Reich-Ranicki war Überlebender des Warschauer Ghettos. 1958 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über, wo er als Literaturkritiker bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Wochenzeitung Die Zeit arbeitete. Er war ein maßgeblicher Kritiker in der Gruppe 47, Sprecher der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises und Initiator der Literatursendung Das Literarische Quartett, die er von 1988 bis 2001 moderierte. Durch legendäre Fernsehauftritte wurde der in der Öffentlichkeit als „Literaturpapst“ bekannte Reich-Ranicki zudem ein Medienstar. Seine Memoiren Mein Leben (1999, Verfilmung 2009) erhöhten seine Popularität weiterhin.

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Tagesgeschehen

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Berlin: Dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki wird von der philosophischen Fakultät die Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität verliehen. Ranicki erklärte, dass er selbst der Universität die damalige Verweigerung seiner Immatrikulation 1938 niemals nachgetragen habe, da die Institution damals gar nicht anders handeln konnte. Es ist seine insgesamt neunte Ehrendoktorwürde.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2012

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Berliner Bär

2011

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Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig (Kategorie: Gesellschaftliches Engagement)
Ehrungen und Auszeichnungen:
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Frankfurt am Main/Deutschland: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki wird für sein Lebenswerk mit der Ludwig-Börne-Medaille ausgezeichnet.

2010

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Offizier im Orden von Oranien-Nassau

2008

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Henri-Nannen-Preis für sein journalistisches Lebenswerk

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Marcel Reich-Ranicki stirbt in Frankfurt am Main, Deutschland. Marcel Reich-Ranicki war ein polnisch-deutscher Publizist und gilt als einflussreichster deutschsprachiger Literaturkritiker seiner Zeit.
Geboren:
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Marcel Reich-Ranicki wird als Marceli Reich in W?oc?awek geboren. Marcel Reich-Ranicki war ein deutsch-polnischer Autor und Publizist. Er gilt als einflussreichster deutschsprachiger Literaturkritiker seiner Zeit.

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Marcel Reich-Ranicki starb im Alter von 93 Jahren. Marcel Reich-Ranicki wäre heute 96 Jahre alt. Marcel Reich-Ranicki war im Sternzeichen Zwilling geboren.

Schaffen > Schriften

1992

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Der doppelte Boden. Ein Gespräch mit Peter von Matt. Ammann, Zürich

1981

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Entgegnung. Zur deutschen Literatur der siebziger Jahre. DVA, München

1977

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Nachprüfung. Aufsätze über deutsche Schriftsteller von gestern. Piper, München

1968

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Die Ungeliebten. Sieben Emigranten. Günther Neske, Pfullingen

1968

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In Sachen Böll. Ansichten und Einsichten. Kiepenheuer & Witsch, Köln

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1995

Literatur:
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In Deutschland erhitzten sich hingegen die Gemüter zu Günter Grass' Ein weites Feld. An seiner zum Schlagwort gewordenen Phrase zur Deutschen Demokratischen Republik, „Wir lebten in einer kommoden Diktatur“, rieben sich die Literaturkritiker im Westen wie im Osten der vereinten Republik. Aufgrund der starken Diskussion in der Öffentlichkeit erlebte das Werk trotz des offenen Verrisses durch Marcel Reich-Ranicki bereits nach acht Wochen seine fünfte Auflage.

Schaffen > Fernsehreihen

Rundfunk, Film & Fernsehen

2009

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Film: Eine Begegnung mit Marcel Reich-Ranicki. Dokumentation, Deutschland, , 30 Min., Buch und Regie: Mathias Haentjes, Produktion: WDR, Erstsendung: 15. April

2009

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Film: Mein Leben -Marcel Reich-Ranicki ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2009. Der Film entstand nach der Autobiografie des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki.

Stab:
Regie: Dror Zahavi
Drehbuch: Michael Gutmann
Produktion: Katharina Trebitsch
Musik: Annette Focks
Kamera: Gero Steffen
Schnitt: Fritz Busse

Besetzung: Matthias Schweighöfer, Katharina Schüttler, Maja Maranow, Joachim Król, Sylvester Groth, Alexander Khuon, Rolf Nagel, Filip Jarek, Henriette Richter-Röhl, Thomas Meinhardt, Friederike Becht, Katharina Rivilis, Holger Handtke, Frank Leo Schröder, Oliver Bigalke

2009

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Film: Marcel Reich-Ranicki bei Beckmann. Gespräch, Deutschland, , 29 Min., Produktion: ARD, Erstsendung: 6. April
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Rundfunk: Bei der Gala zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Köln lehnt Marcel Reich-Ranicki die ihm zuerkannte Auszeichnung für seine Leistung als Moderator und Gestalter der Sendung Das literarische Quartett ab.

2000

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Film: Herrrlich! Grrrässlich! Die große Marcel Reich-Ranicki-Nacht, Dokumentation, 180 Min., zusammengestellt von Stephan Reichenberger und Alex Rühle, Produktion ZDF, Erstsendung: 2./3. Juni

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