Marser (Italien)

Die Marser (lateinischMarsi) waren ein Volksstamm im antiken Italien, benannt nach dem Gott Mars. Sie gehörten wie die benachbarten Sabiner zu den Sabellern und siedelten im mittelitalischen Bergland (Abruzzen) um den Lacus Fucinus. Ihr wichtigster Ort war Marruvium, weitere Siedlungen Anxa, Antinum, Archippe und Lucus Fucens.

Mythologische Erzählungen ließen die Marser von der Zauberin Kirke abstammen, was sie vor Schlangenbissen geschützt habe. Sie waren als Schlangenzähmer berühmt. Der Brauch lebt in einem einzigen Dorf in den Abruzzen, Cocullo, fort.

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Europa

301 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Marcus Valerius Corvus wird von den Römern zum Diktator ernannt. Er schlägt eine Erhebung der Marser nieder und besiegt die Etrusker bei Rusellae.

304 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Der Zweite Samnitenkrieg endet: Nach ihrer militärischen Niederlage müssen die Samniten die Herrschaft Roms über Kampanien und die von Rom angelegten Kolonien anerkennen, der Bund der Samniten darf jedoch bestehenbleiben. Die Marser, Paeligner, Marruciner, Frentaner und Vestiner schließen sich dem Frieden an.

308 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Umbrer, Picenter und Marser verbünden sich im Zweiten Samnitenkrieg mit den Samniten gegen Rom. Nuceria, die letzte Stadt in Kampanien, die noch auf Seiten der Samniten stand, ergibt sich den Römern.

Antike

91 v. Chr.

Römisches Reich:
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Beginn des Bundesgenossenkriegs im Römischen Reich. In Mittel- und Süd-italien erheben sich zahlreiche italische Völkerschaften zum Kampf gegen die zunehmend als unerträglich empfundene römische Vorherrschaft, darunter Samniten, Marser und Lukaner. In dem von beiden Seiten erbarmungslos geführten Krieg sieht sich Rom bald zu Zugeständnissen gezwungen.

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