Marvin Hamlisch

Marvin Hamlisch (2008)
Bild: Alan Light
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Marvin Frederick Hamlisch (* 2. Juni 1944 in New York City, New York; † 6. August 2012 in Los Angeles, Kalifornien ) war ein US-amerikanischer Komponist. Er gilt als einer der erfolgreichsten Musical- und Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts. Er zählt zu den wenigen Künstlern, die Emmy, Grammy, Oscar und Tony Award gewonnen haben.



Inhaltsverzeichnis



Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamlisch, der aus einer jüdischen Familie Wiener Herkunft stammte (ebenso wie Barbra Streisand, mit der er jahrelang intensiv zusammenarbeitete), lernte früh Klavierspielen und galt als Wunderkind. Als Jugendlicher gab er Konzerte in der Town Hall. Dann studierte er an der Juilliard School of Music. Bereits in dieser Zeit verlegte er sich aufs Komponieren; 1966 schrieb er mit Sunshine, Lollipops and Rainbows (für Lesley Gore) einen ersten Hit. Nachdem Sam Spiegel ihn auf einer Party am Piano gehört hatte, gab er ihm den Auftrag für seine erste Filmkomposition (für The Swimmer, 1966). Daraufhin zog er nach Los Angeles, um näher an den Studios zu sein. Große Bekanntheit erreichten seine Adaptionen von Scott Joplins Ragtime-Kompositionen, die er 1973 für den Film Der Clou schrieb.

Von ihm stammt die Musik zu vielen Kinofilmen und Fernsehserien und zu den erfolgreichen Broadway-Musicals A Chorus Line und They’re Playing Our Song. 1977 schrieb Hamlisch auch die Musik zu dem James-Bond-Film Der Spion, der mich liebte (1977). Außerdem war er seit 1993 der Dirigent und Arrangeur der Konzerte von Barbra Streisand.

Hamlisch wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Herausragend war in diesem Bezug das Jahr 1974, als er insgesamt mit Oscars in drei verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurde. Es folgten in den weiteren Jahren sieben Oscar-Nominierungen. Drei Mal konnte er den Emmy gewinnen, zwei Mal einen Golden Globe Award. Am häufigsten erhielt er mit vier Mal den ASCAP Award.

Hamlisch starb am 6. August 2012 nach kurzer Krankheit im Alter von 68 Jahren.



Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamlisch im Jahr 1989
Bild: Alan Light
Lizenz: CC-BY-2.0

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bhne/Musicals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1975: A Chorus Line
  • 1979: They?re Playing our Song
  • 1986: Smile
  • 1993: The Goodbye Girl
  • 2002: Sweet Smell of Success


Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Bcher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Way I Was, (Autobiographie), Marvin Hamlisch; Gerald Gardner, Macmillan Publishing Company, New York 1992, 234 Seiten, ISBN 0-684-19327-2


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Filmkomponist Marvin Hamlisch ist tot, Spiegel Online vom 7. August 2012, abgerufen am 7. August 2012.
  2. ?Nachruf New York Times
  3. ?Nachruf auf Marvin Hamlisch ? Komponist fr Hollywood und Broadway Marvin Hamlisch ist tot, Die Sddeutsche, 7. August 2012

Marvin Hamlisch (2008)Bild: Alan LightLizenz: CC-BY-2.0
Bild: Alan Light
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Hamlisch im Jahr 1989Bild: Alan LightLizenz: CC-BY-2.0
Bild: Alan Light
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Marvin Frederick Hamlisch (* 2. Juni 1944 in New York City, New York; † 6. August 2012 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Komponist. Er gilt als einer der erfolgreichsten Musical- und Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts. Er zählt zu den wenigen Künstlern, die Emmy, Grammy, Oscar und Tony Award gewonnen haben.

mehr zu "Marvin Hamlisch" in der Wikipedia: Marvin Hamlisch

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2012

Werk > Film:
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Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll (Behind the Candelabra) – Regie: Steven Soderbergh

2002

Werk > Bühne/Musicals:
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Sweet Smell of Success

1995

Werk > Film:
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Liebe hat zwei Gesichter (The mirror has two faces) – Regie: Barbra Streisand

1993

Werk > Bühne/Musicals:
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The Goodbye Girl

1992

Werk > Film:
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Auf der Sonnenseite des Lebens (Missing pieces) – Regie: Leonard B. Stern

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Marvin Hamlisch stirbt in Los Angeles, Kalifornien. Marvin Frederick Hamlisch war ein US-amerikanischer Komponist und gilt als einer der erfolgreichsten Musical- und Filmkomponisten des 20.?Jahrhunderts. Er zählt zu den wenigen Künstlern, die Emmy, Grammy, Oscar und Tony Award gewonnen haben.
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Geboren: Marvin Hamlisch wird in New York City, New York geboren. Marvin Frederick Hamlisch war ein US-amerikanischer Komponist und gilt als einer der erfolgreichsten Musical- und Filmkomponisten des 20.?Jahrhunderts. Er zählt zu den wenigen Künstlern, die Emmy, Grammy, Oscar und Tony Award gewonnen haben.

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Marvin Hamlisch starb im Alter von 68 Jahren. Marvin Hamlisch wäre heute 73 Jahre alt. Marvin Hamlisch war im Sternzeichen Zwilling geboren.

Musik

Nummer 1 Hit > Kanada > Singles:
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Marvin Hamlisch - The Entertainer

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1976

Ehrung:
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einen Pulitzer-Preis für Theater zusammen mit Michael Bennett (Konzept, Choreographie und Regie), Nicholas Dante und James Kirkwood, Jr. (Buch), Marvin Hamlisch (Musik) and Edward Kleban (Text) für A Chorus Line.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2009

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Film: Der Informant! ist die Verfilmung des Buches The Informant! von Kurt Eichenwald und beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Regie führte Steven Soderbergh, in der Hauptrolle ist Matt Damon zu sehen.

Stab:
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Scott Z. Burns
Produktion: Michael Jaffe Howard Braunstein Kurt Eichenwald Gregory Jacobs Jennifer Fox
Musik: Marvin Hamlisch
Kamera: Steven Soderbergh
(als Peter Andrews)
Schnitt: Stephen Mirrione

Besetzung: Matt Damon, Scott Bakula, Joel McHale, Melanie Lynskey, Rick Overton, Tom Papa, Tom Wilson, Clancy Brown, Tony Hale, Ann Cusack, Allan Havey, Rusty Schwimmer, Scott Adsit, Eddie Jemison, Patton Oswalt

2006

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Film: Candles on Bay Street ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2006. Regie führte John Erman, das Drehbuch schrieben Michael Bortman und Jonathan Estrin anhand des Romans Lichter hinter dem Fluß von K. C. McKinnon (Pseudonym von Cathie Pelletier).

Stab:
Regie: John Erman
Drehbuch: Michael Bortman, Jonathan Estrin
Produktion: John Erman, Andrew Gottlieb
Musik: Marvin Hamlisch
Kamera: Tony Imi
Schnitt: Henk Van Eeghen

Besetzung: Alicia Silverstone, Eion Bailey, Polly Bergen, Matthew Knight, James Rebhorn, Annabeth Gish, Jonathan Potts, Martha Irving, Aislinn Paul, Ted Atherton, Katie Griffin, Marlane O'Brien, Jayne Eastwood, Wayne Robson, Brian Downey

1996

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Film: Liebe hat zwei Gesichter ist eine US-amerikanische Liebeskomödie von Barbra Streisand aus dem Jahr 1996. Es ist eine Neuverfilmung des französischen Films "Le miroir a deux faces" von André Cayatte aus dem Jahr 1958.

Stab:
Regie: Barbra Streisand
Drehbuch: Richard LaGravenese
Produktion: Arnon Milchan, Barbra Streisand
Musik: Marvin Hamlisch, Barbra Streisand
Kamera: Andrzej Bartkowiak, Dante Spinotti
Schnitt: Monica Anderson, Jeff Werner

Besetzung: Barbra Streisand, Jeff Bridges, Lauren Bacall, George Segal, Mimi Rogers, Pierce Brosnan, Brenda Vaccaro, Austin Pendleton, Elle Macpherson

1991

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Film: Frankie & Johnny (Originaltitel: Frankie and Johnny) ist eine romantische Filmkomödie aus dem Jahr 1991 von Regisseur Garry Marshall mit Al Pacino und Michelle Pfeiffer in den Hauptrollen. Die Handlung basiert auf dem Theaterstück Frankie and Johnny in the Clair de Lune aus dem Jahr 1987 von Terrence McNally, der auch das Drehbuch zum Film schrieb.

Stab:
Regie: Garry Marshall
Drehbuch: Terrence McNally
Produktion: Garry Marshall
Musik: Peter Beckett Marvin Hamlisch
Kamera: Dante Spinotti
Schnitt: Jacqueline Cambas Battle Davis

Besetzung: Al Pacino, Michelle Pfeiffer, Hector Elizondo, Nathan Lane, Kate Nelligan, Jane Morris, Greg Lewis, Al Fann

1988

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Film: Little Nikita ist ein US-amerikanischer Thriller von Richard Benjamin aus dem Jahr 1988. Die Hauptrollen des Spionagefilms spielten Sidney Poitier und River Phoenix.

Stab:
Regie: Richard Benjamin
Drehbuch: Bo Goldman, John Hill, Tom Musca, Terry Schwartz
Produktion: Harry Gittes
Musik: Marvin Hamlisch
Kamera: László Kovács
Schnitt: Jacqueline Cambas

Besetzung: Sidney Poitier, River Phoenix, Richard Jenkins, Caroline Kava, Richard Bradford, Richard Lynch, Loretta Devine, Lucy Deakins, Jerry Hardin, Albert Fortell

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