Massenmord

Massenmord bezeichnet in den Kriminalwissenschaften den Mord an einer Vielzahl von Personen in kurzer Zeit an einem oder wenigen zusammenhängenden Orten. Er wird abgegrenzt vom Serienmord, der durch viele Taten über einen längeren Zeitraum gekennzeichnet ist. Massenmorde sind sehr selten, weit unter einem Prozent aller Morde sind Massenmorde. Die deutsche Polizeiliche Kriminalstatistik weist sie wegen ihres geringen Vorkommens nicht gesondert als Tatkategorie aus.

Außerhalb der Kriminologie wird der Begriff in der Politikwissenschaft und auch umgangssprachlich für Ereignisse verwendet, bei denen eine sehr große Zahl von Menschen vorsätzlich getötet wurde, insbesondere bei politisch motivierten Massentötungen durch Regierungen oder Terroranschlägen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Mamoru Takuma stirbt. Mamoru Takuma war ein japanischerMassenmörder, der im Jahr 2001 in Ōsaka acht Schüler der ersten und zweiten Klasse tötete und 15 weitere verletzte. Die Tat wurde als Schulmassaker von Ōsaka bekannt.
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Gestorben: Erich Ehrlinger stirbt in Karlsruhe. Erich Ehrlinger war ein deutscher Jurist sowie SS-Oberführer und als Befehlshaber des Sonderkommandos 1b für Massenmorde im Baltikum und in Weißrussland verantwortlich. Ehrlinger war Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD (BdS) Russland-Mitte und anschließend Amtschef im Reichssicherheitshauptamt (RSHA).
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Gestorben: Ronald Gene Simmons stirbt in Arkansas. Ronald Gene Simmons war ein US-amerikanischer Massenmörder, der für den schlimmsten Massenmord in der Geschichte des Bundesstaates Arkansas und das schlimmste Familienmassaker in der Geschichte der USA verantwortlich war. Vom 22. bis 28. Dezember 1987 ermordete er 14 Mitglieder seiner Familie sowie zwei weitere Menschen und wurde dafür mit der Giftspritze hingerichtet.
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Gestorben: Eugen Steimle stirbt in Wilhelmsdorf, Landkreis Ravensburg. Eugen Steimle war in der Zeit des Nationalsozialismus ranghoher Mitarbeiter (SS-Standartenführer) des Sicherheitsdienstes (SD) und war als Leiter zweier Sonderkommandos von Einsatzgruppen des SD für Massenmorde in der Sowjetunion verantwortlich.
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Gestorben: Michael Alan Silka stirbt in Alaska. Michael Alan Silka war ein US-amerikanischer Mörder, mutmaßlicher Serienmörder und für den opferreichsten Massenmord in der Geschichte des Bundesstaates Alaska verantwortlich.

Tagesgeschehen

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Bagdad/Irak: Der frühere Diktator Saddam Hussein muss sich zweieinhalb Jahre nach seinem Sturz vor einem Sonder-Tribunal für mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Mit ihm sind sieben führende Mitglieder der Baath-Partei angeklagt. Erster Anklagepunkt ist ein Massaker in der Stadt Dedscheel. Dort waren 1982 nach einem missglückten Attentat auf Saddam 143 Männer und Jungen hingerichtet worden. Weitere zwölf Anklagen reichen vom Giftgasangriff in der kurdischen Stadt Halabdscha (1988) bis hin zum Massenmord an zehntausenden Schiiten nach deren Aufstand 1991. Die irakische Öffentlichkeit beachtet den unter strengster Geheimhaltung abgehaltenen Prozess relativ wenig, da man ihn als Schauprozess der USA interpretiert. Größer ist das Interesse hingegen in den Nachbarländern.
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La Spezia/Italien. Im Prozess um ein Massaker an 60 Zivilisten im toskanischen Kloster Farneta bei Lucca am 2. September 1944 spricht ein Militärgericht den angeklagten früheren Waffen-SS-Offizier Hermann Langer aus Mangel an Beweisen frei. Der 85-Jährige war angeklagt, als Befehlshabender der Einheit den Massenmord an Mönchen und von ihnen versteckten Flüchtlingen befohlen zu haben. Er blieb dem Prozess aus Protest fern.

1988

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Tagesgeschehen > Mittwoch, 19. Oktober: Bagdad/Irak: Der frühere Diktator Saddam Hussein muss sich zweieinhalb Jahre nach seinem Sturz vor einem Sonder-Tribunal für mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Mit ihm sind sieben führende Mitglieder der Baath-Partei angeklagt. Erster Anklagepunkt ist ein Massaker in der Stadt Dedscheel. Dort waren 1982 nach einem missglückten Attentat auf Saddam 143 Männer und Jungen hingerichtet worden. Weitere zwölf Anklagen reichen vom Giftgasangriff in der kurdischen Stadt Halabdscha bis hin zum Massenmord an zehntausenden Schiiten nach deren Aufstand 1991. Die irakische Öffentlichkeit beachtet den unter strengster Geheimhaltung abgehaltenen Prozess relativ wenig, da man ihn als Schauprozess der USA interpretiert. Größer ist das Interesse hingegen in den Nachbarländern. (Oktober 2005)

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