Massenvernichtungswaffe

Der Begriff Massenvernichtungswaffe (englischweapon of mass destruction, WMD) bezeichnet eine Kategorie bestimmter Waffen, die als besonders zerstörerisch angesehen werden und gravierende Auswirkungen auf Leben, Gegenstände und Umwelt haben. Dazu zählen heute chemische, biologische, radiologische und nukleare Waffen, mit denen der Gegner militärisch behindert oder ausgeschaltet werden soll.

Die früher ausschließlich verwendete Formulierung ABC-Waffen (ABC steht für Atomar, Biologisch und Chemisch) wurde inzwischen ersetzt durch die Bezeichnung CBRN-Waffen (Chemisch, Biologisch, Radiologisch und Nuklear). Dies entspricht einer Unterteilung der „A“-Gefahren in radiologische (R) und nukleare (N) Bedrohungen. „Nuklear“ bezeichnet dabei Kernwaffenexplosionen und deren Folgewirkungen sowie radioaktive Stoffe des nuklearen Kreislaufs; „radiologisch“ bezeichnet andere Arten der radioaktiven Kontamination, vorrangig in Form einer radioaktiven Dispersionsvorrichtung (z. B. „schmutzige Bombe“).

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Beispiele militärischer Besetzungen > Historische Besetzungen

1794

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wurden die bis dahin zum Heiligen Römischen Reich gehörenden linksrheinischen Gebiete von Frankreich erobert und 1801 von Napoleon annektiert. Systematisch wurden diese rechtlich, administrativ und politisch an die Gegebenheiten Frankreichs angeglichen. 1802 wurde die französische Verfassung eingeführt. (Okkupation)

Geboren & Gestorben

Geboren:
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Hans Rühle wird in Stuttgart geboren. Hans Rühle ist ein deutscher Ministerialbeamter und Publizist. Er gilt als Experte für Massenvernichtungswaffen.

Programm > 1933 bis 1945

1940

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Ernst Moritz Mungenast: Der Kavalier. Roman. Auswahlreihe des VdB.. 524 S. (Volksverband der Bücherfreunde)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2003

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Rundfunk: Juli -Die Berichterstattung der BBC über Massenvernichtungswaffen im Irak kommt durch die Affäre um den britischen Biowaffenexperten David Kelly, Berater der britischen Regierung und eine der Hauptquellen der BBC-Recherche, unter Druck. Das Kabinett unter Premierminister Tony Blair soll laut BBC die britische Öffentlichkeit im Vorfeld des Irakkrieges über das Biowaffenarsenal des Irak bewusst getäuscht haben. Kurz nach einer Befragung durch einen Untersuchungsausschuss des britischen Parlaments begeht Kelly Suizid.

Geschichtliche Entwicklung

2003

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– Charlie Black, Berater von George W. Bush, betreut das PR-Projekt Irakische Exilregierung. Die Rechtfertigung des Irakkrieges mit der angeblichen Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen ist ebenfalls ein Spin (siehe dazu Downing street memo). (Spin-Doctor)

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Im Vorfeld des Irakkrieges präsentiert US-Außenminister Colin Powell dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angebliche Beweise, die dem Irak den Besitz von Massenvernichtungswaffen nachweisen sollen.

Politik & Weltgeschehen

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Die USA geben die Suche nach Massenvernichtungswaffen im eroberten Irak auf. Sie brachte keinerlei Erfolg. Eine wichtige Begründung für den Irakkrieg ist damit entfallen.

Tagesgeschehen

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Teheran/Iran. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad kündigt an, auch anderen islamischen Staaten die iranische Nuklear-Technologie zur Verfügung zu stellen. „Die Islamische Republik strebt niemals nach Massenvernichtungswaffen und aus Respekt der Bedürfnisse anderer muslimischer Staaten sind wir bereit, erarbeitetes nukleares Wissen an diese Länder weiterzugeben“, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Irna den Präsidenten. Die Äußerungen soll er während eines Treffens mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan am Rande der UN-Vollversammlung in New York gemacht haben.
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Washington D.C./USA: Laut einem Dokument des US-Verteidigungsministeriums soll eine geplante neue Nuklearstrategie den Streitkräften erlauben, gegen eine mögliche Bedrohung mit Massenvernichtungswaffen durch Terroristen einen präventiven „Erstschlag“ auszuführen. (Wikinews Artikel zum Thema)
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Hamburg/Deutschland. Vor dem Besuch von US-Präsident George W. Bush in Deutschland hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf die gemeinsame Verantwortung von Europa und Amerika über den Kampf gegen den Terrorismus hinaus auch für das Weltklima hingewiesen. „Wir sind Alliierte und Partner im Kampf gegen den Terrorismus, gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, gegen Armut und Epidemien wie Aids. Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung und die Abwehr von Gefahren für das Weltklima“, schrieb Schröder in einem Gastbeitrag der „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe).
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New York/USA. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld räumt vor dem Rat für Auslandsbeziehungen ein, dass vor dem Einmarsch der USA in den Irak "keine harten Beweise" für eine Verbindung zwischen Al-Qaida und Saddam Hussein gegeben habe, zieht die Aussage aber wenig später zurück mit der Bemerkung, er sei missverstanden worden. Im Gegensatz zu seinen Aussagen zu Beginn des Irakkrieges, für den einer der Hauptgründe die Existenz von Massenvernichtungswaffen war, sagte Rumsfeld nun auch, es sei wichtig gewesen zu verhindern, dass Saddam Hussein an solche gelange.
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London/Großbritannien. Laut der britischen Tageszeitung The Guardian kommt die Iraq Survey Group zu dem Schluss, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gibt. Der Abschlussbericht der Kommission soll in zwei Wochen veröffentlicht werden.

"Massenvernichtungswaffe" in den Nachrichten