Matriarchat

Als Matriarchat wird in Matriarchatstheorien und sonstigen Publikationen ein Gesellschaftstyp bezeichnet, in dem alle sozialen und rechtlichen Beziehungen über die Abstammung der mütterlichen Linie organisiert sind, in dem die religiösen Vorstellungen auf eine Ahnfrau oder Große Göttin zurückgeführt werden, und in dem Frauen eine zentrale Rolle in Gesellschaft und Religion einnehmen. Es wird dabei oft nicht unterschieden, ob die Stellung den Müttern oder den Frauen allgemein zugeschrieben wird. Auch eine hypothetische Gesellschaftsordnung, in der Frauen oder Mütter darüber hinaus die alleinige politische Macht innehaben, wird als Matriarchat bezeichnet.

Im populären Sprachgebrauch der Gegenwart wird unter Matriarchat eine Gesellschaftsordnung verstanden, die vorrangig von Frauen geprägt ist. Es gibt jedoch keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs Matriarchat.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Gladys Tantaquidgeon stirbt in Uncasville, Connecticut. Gladys Tantaquidgeon, war eine US-amerikanische Anthropologin, Matriarchin und Medizinfrau indigener Herkunft (Mohegan).

1948

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Geboren: Cäcilia Rentmeister wird in Berlin geboren. Cäcilia „Cillie“ Rentmeister ist eine deutsche Geschlechter- und Genderforscherin. Neben der Untersuchung der verschiedenen Realitäten, in denen Männer und Frauen leben, hat sie sich unter anderem mit dem Matriarchat befasst.
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Gestorben: Ma Barker stirbt in Oklawaha, Florida. Kate „Ma“ Barker, eigentlich Arizona Donnie Clark war eine US-amerikanische Kriminelle. Sie war Komplizin und vermeintliche Matriarchin einer Bande, die in den 1930er Jahren zahlreiche Morde und Banküberfälle verübte.
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Geboren: Gladys Tantaquidgeon wird geboren. Gladys Tantaquidgeon, war eine US-amerikanische Anthropologin, Matriarchin und Medizinfrau indigener Herkunft (Mohegan).
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Geboren: Ma Barker wird in Ashe Grove, Missouri geboren. Kate „Ma“ Barker, eigentlich Arizona Donnie Clark war eine US-amerikanische Kriminelle. Sie war Komplizin und vermeintliche Matriarchin einer Bande, die in den 1930er Jahren zahlreiche Morde und Banküberfälle verübte.

Tagesgeschehen

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Melbourne/Australien: Der ehemalige Gangland Matriarch Desmond „Tuppence“ Moran wird in seinem Café erschossen.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1963

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Film: Die Bienenkönigin (Una storia moderna -l’ape regina) ist eine italienische Filmsatire von Marco Ferreri aus dem Jahre 1963. Nach drei Spielfilmen in Spanien drehte Ferreri damit erstmals einen Langfilm in seiner Heimat. Es handelt von einem Mann mittleren Alters, der von seiner jüngeren, sich ein Kind wünschenden Ehefrau völlig geschafft wird. Die Idee zu dieser Geschichte bezogen er und sein Koautor Rafael Azcona aus dem Einakter La moglie a cavallo von Goffredo Parise. Neben ihrer dem Realismus verpflichteten Darstellung des zeitgenössischen italienischen Lebens und insbesondere Mannes trägt die Filmerzählung makabre Züge. Ferreri zielte auf eine matriarchalische, monströse Weiblichkeit, für die ein Mann nach vollzogenem Fortpflanzungsakt keinen Wert mehr hat -der Titel zieht eine biologische Parallele zu Bienen, wo der männliche Drohn nach Befruchtung der Bienenkönigin nicht weiterlebt. Der Regisseur, demgemäß der weibliche Besitzinstinkt einen Mann immer zerstöre, sah darin eine Ausgeburt der katholischen Lehre und Familienmoral. Die Reduktion der Ehe auf die Vermehrungsfunktion beraubt sie jeder menschlichen Dimension. Zunächst unter dem Titel L’ape regina angelaufen, wurde die Satire von der Zensur wegen „Obszönität“ aus dem Verkehr gezogen, gekürzt, umgeschnitten, mit einer einleitenden Texttafel versehen und erst sechs Monate später mit dem Titelzusatz Una storia moderna zugelassen. Es war der erste Film Ferreris, der über ein enges cineastisches Publikum hinaus Bekanntheit erlangte -mit Einnahmen von 335 Millionen Lire war er die am fünftmeisten gesehene einheimische Produktion -brachte ihm aber auch den Ruf ein, frauenfeindlich zu sein. Das Werk wurde an den Filmfestspielen von Cannes 1963 gezeigt, wo die Jury Marina Vlady als beste Schauspielerin auszeichnete. Die Bienenkönigin markiert zudem den Beginn von Ferreris langjähriger Zusammenarbeit und Freundschaft mit Ugo Tognazzi, der 1964 den Nastro d’Argento für die beste männliche Hauptrolle erhielt.

Stab:
Regie: Marco Ferreri
Drehbuch: Marco Ferreri, Rafael Azcona, Diego Fabbri, Massimo Franciosa, Pasquale Festa Campanile
Produktion: Enrico Chroscicki, Alfonso Sansone
Musik: Teo Usuelli
Kamera: Ennio Guarnieri
Schnitt: Lionello Massobrio

Besetzung: Ugo Tognazzi, Marina Vlady, Walter Giller, Riccardo Fellini, Linda Sini, Achille Majeroni, Gianluigi Polidoro

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