Maurikios

Maurikios (lateinischFlavius Mauricius Tiberius,mittelgriechisch Μαυρίκιος; * 539 in Arabissos; † 27. November 602 in Chalkedon) war vom 13. August 582 bis 27. November 602 Kaiser des Oströmischen Reiches und einer der wichtigsten spätantiken bzw. frühbyzantinischen Herrscher. Seine Regierungszeit war vor allem von Abwehrkämpfen an den Grenzen geprägt.

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Geboren & Gestorben

539 n. Chr.

Geboren:
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Maurikios wird in Arabissos geboren. Maurikios war vom 13. August 582 bis 27. November 602 Kaiser des Oströmischen Reiches und einer der wichtigsten spätantiken bzw. frühbyzantinischen Herrscher. Seine Regierungszeit war vor allem von Abwehrkämpfen an den Grenzen geprägt.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Maurikios wird als Nachfolger von Tiberios I. byzantinischer Kaiser.

Asien

585 n. Chr.

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Der oströmische Kaiser Maurikios lehnt ein Friedensangebot des persischen Großkönigs Hormizd IV. ab.

577 n. Chr.

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Der spätere oströmische Kaiser Maurikios erhält als Nachfolger von Justinian den Oberbefehl über ein Heer an der persischen Front.

Afrika

590 n. Chr.

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Der oströmische Kaiser Maurikios gründet das Exarchat von Karthago, das bis zur Eroberung durch die Araber 698 Bestand hat.

Politik & Weltgeschehen

594 n. Chr.

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Balkanfeldzüge des Maurikios: Der oströmische Feldherr Priskos fällt bei dem Kaiser Maurikios vorübergehend in Ungnade und wird durch Petros, den Bruder des Kaisers ersetzt, der die untere Donau gegen die Slawen hält.

589 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: April: Kaiser Maurikios nimmt von der beabsichtigten Soldkürzung Abstand und beendet damit die Revolte seiner Truppen an der persischen Front.

582 n. Chr.

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Ein Frankenheer unter Childebert II. rückt nach einem im Vorjahr geschlossenen Bündnis mit Ostrom unter Maurikios in das langobardische Oberitalien ein; es kommt jedoch bald zu einem Friedensschluss auf der Basis des status quo.

581 n. Chr.

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Niederlage der Perser gegen den oströmischen Feldherrn Maurikios.

Antike

597 n. Chr.

Oströmisches Reich:
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Kaiser Maurikios erkrankt schwer und regelt seine Nachfolge: Sein älterer Sohn soll ihm als Kaiser in Konstantinopel nachfolgen, der zweitgeborene hingegen das weströmische Kaisertum erneuern und in Rom residieren. Die beiden übrigen Söhne sind eventuell als Unterkaiser vorgesehen. Die Regelung tritt nie in Kraft.

Europa

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Der oströmische Kaiser Maurikios wird nach sehr erfolgreichen Feldzügen gegen die Slawen ermordet und Phokas besteigt den Thron. Bei dem Umsturz durch den Feldherrn Phokas spielen die Zirkusparteien eine maßgebliche Rolle. Der Sassanide Chosrau II. beginnt kurz darauf eine Invasion des oströmischen Territoriums. Dadurch kann sich das Reich der Awaren erholen und bis zur Vernichtung durch Karl den Großen fast zwei Jahrhunderte später weiter bestehen. Mit dem Tod des Maurikios lässt teils die anglo-amerikanische Forschung die Epoche der Spätantike enden.

593 n. Chr.

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Der oströmische Feldherr Priskos fügt den Slawen während der Balkanfeldzüge des Maurikios auf byzantinischem Territorium südlich der Donau mehrere Niederlagen zu. Er setzt ihnen über die Donau in die heutige Walachei nach, um dort seine Serie von Siegen fortzusetzen. Dem Befehl des Kaisers Maurikios, den Feldzug im Winter fortzusetzen, leistet er jedoch keine Folge. Daher fällt er vorübergehend in Ungnade.

591 n. Chr.

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Beginn der Balkanfeldzüge des Maurikios, einer langen Serie von meist erfolgreichen Feldzügen der Oströmer gegen die Awaren und Slawen, bei denen oströmische Heere den Awaren und Slawen über die Donau nacheilen, um ihnen auch dort Niederlagen zuzufügen. Diese Feldzüge finden frühestens mit dem Sturz des Kaisers Maurikios infolge des erneut aufgeflammten Krieges mit Persien 602/603 ihr Ende und verschaffen den Donauprovinzen des oströmischen Reiches eine Atempause bis mindestens 612.

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