Max von der Grün

Max von der Grün (undatiert)
Bild: Pendragon Verlag/Jennifer von der Grün

Max von der Grün (* 25. Mai 1926 in Bayreuth; † 7. April 2005 in Dortmund) war ein deutscher Schriftsteller.



Leben




Max von der Grün kam als Sohn der Dienstmagd Margarete von der Grün, die aus einer verarmten Adelsfamilie stammte, und des Bauernknechts Adam Lauterbach im Bayreuther Stadtteil Sankt Georgen zur Welt, im Hinterhaus des Anwesens Hinter der Kirche 1, in dem er auch die ersten beiden Lebensjahre verbrachte. Bis 1941 wuchs er überwiegend bei seinen Großeltern Maria und Johann von der Grün in Schönwald in Oberfranken auf, ehe er nach dem Tod des Großvaters zu seiner Mutter nach Mitterteich zog. Von 1933 bis 1941 besuchte er die Volksschulen in Paulusbrunn (Böhmen) und Schönwald. Sein Stiefvater Albert Mark, ein Schuhmachergeselle, den seine Mutter 1933 geheiratet hatte, gehörte den Ernsten Bibelforschern an, einer Glaubensgemeinschaft, aus der später die Zeugen Jehovas hervorgingen. Deshalb war er in der Zeit des Nationalsozialismus von 1938 bis 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg inhaftiert. Da es ihm aufgrund der Inhaftierung seines Vaters nicht erlaubt war, eine weiterführende Schule zu besuchen, begann er 1941 eine kaufmännische Lehre in den Rosenthal Porzellanfabriken in Selb und Marktredwitz. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1943 zu einer Fallschirmjäger-Einheit der Wehrmacht eingezogen. 1944 geriet er bei Quimper in der Bretagne in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach einem Aufenthalt in einem Auffanglager in Schottland verbrachte er zwei Jahre in Camps in den USA, wo er in Louisiana, Texas und New Mexico in Arbeitskommandos auf Baumwoll- und Zuckerrohrplantagen, als Baumfäller sowie als Bergmann in einer Kupfermine arbeitete. Max von der Grün, der unter den Lagerinsassen zu den jüngsten gehörte, sagte über diese Zeit: „Meine Kriegsgefangenjahre waren meine Universität.“ Er kam mit deutscher Exilliteratur und englischsprachigen Autoren wie Oscar Wilde, Jack London, Ernest Hemingway und John Steinbeck in Berührung, dort wurde sein Interesse für Literatur und die Liebe zur klassischen Musik geweckt. 1946 wurde von der Grün entlassen, nach einer ersten Station in Le Havre kehrte er nach Mitterteich (Oberpfalz) zurück, wo er seit 1942 bei seinen Eltern gewohnt hatte....

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Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1998

Ehrung:
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Kogge-Literaturpreis der Stadt Minden

1997

Herausgeberschaft:
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Geschichten aus der Arbeitswelt 5. Löcker Verlag, Wien

1993

Herausgeberschaft:
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Geschichten aus der Arbeitswelt 4. Löcker Verlag, Wien

1989

Herausgeberschaft:
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Geschichten aus der Arbeitswelt III. Baulino Verlag GmbH

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Max von der Grün stirbt in Dortmund. Max von der Grün war ein deutscher Schriftsteller.
Geboren:
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Max von der Grün wird in Bayreuth geboren. Max von der Grün war ein deutscher Schriftsteller.

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Max von der Grün starb im Alter von 78 Jahren. Max von der Grün wäre heute 90 Jahre alt. Max von der Grün war im Sternzeichen Zwilling geboren.

Multimedia

2006

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Vorstadtkrokodile. Eine Geschichte vom Aufpassen. 3 CDs. Gelesen von Richy Müller. Argonauten bei Random House, Köln

2005

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Vorstadtkrokodile. CD-ROM für Windows 95/98/NT/2000/XP Audio CD. Co.Tec-Verlag

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1997

Werk:
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Die schöne Unbekannte. Storys. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg

1995

Werk:
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Die Saujagd und andere Vorstadtgeschichten. Luchterhand, München

1994

Werk:
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Fahrt in den Morgen. Erzählungen. dtv, München

1990

Werk:
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Eine Jugend in Franken. Wallstein-Verlag, Göttingen

1990

Werk:
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Springflut. Luchterhand, Frankfurt am Main

Rundfunk, Film & Fernsehen

2011

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Film: Vorstadtkrokodile 3 ist die zweite Fortsetzung zu den Verfilmungen des Kinderbuches Vorstadtkrokodile von Max von der Grün (1926–2005), genauer zu der neueren Version und Vorstadtkrokodile 2, deren Hauptdarsteller größtenteils hier erneut auftreten.

Stab:
Regie: Wolfgang Groos
Drehbuch: Christian Ditter Thomas Bahmann
Produktion: Christian Becker Lena Schömann
Musik: Heiko Maile Christoph Zirngibl Titelmusik: Christian Durstewitz

„Let me sing!“
Kamera: Bernhard Jasper
Schnitt: Ueli Christen Sandy Saffeels Martin Wolf

Besetzung: Nick Romeo Reimann, Nick Romeo Reimann, Fabian Halbig, Leonie Katarina Tepe, Manuel Steitz, Javidan Imani, Robin Walter, David Hürten, Ella-Maria Gollmer, Nora Tschirner, Jacob Matschenz, Axel Stein, Jochen Nickel, Hans Martin Stier, Michael Kessler, Horst Lichter, Frederik Hunschede, Melika Foroutan, Martina Eitner-Acheampong, Joyce Ilg, Thomas Kautenburger, Bernd Becker, Jürgen Rißmann, Detlef Zwitzers, Benjamin Bara, Christian Durstewitz, Alexander Hutter, Can Macit Ertugrul, Tristan Wattjes

2010

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Film: Vorstadtkrokodile 2 ist eine Fortsetzung zu den beiden Verfilmungen des Kinderbuches Vorstadtkrokodile von Max von der Grün (1926–2005), insbesondere zu der jüngeren Version, deren Hauptdarsteller größtenteils auch hier wieder auftreten.

Stab:
Regie: Christian Ditter
Drehbuch: Christian Ditter Neil Ennever
Produktion: Christian Becker Lena Olbrich
Musik: Heiko Maile Titelmusik: Virginia Jetzt!

„Dieses Ende wird ein Anfang sein“

Besetzung: Nick Romeo Reimann, Nick Romeo Reimann, Fabian Halbig, Leonie Katarina Tepe, Manuel Steitz, Javidan Imani, Robin Walter, David Hürten, Ella-Maria Gollmer, Nora Tschirner, Felix Klare, Maria Schrader, Smudo, Esther Schweins, Dietmar Bär, Christian Kahrmann, Roman, Severin von Hoensbroech, Laurentia Meloch, Tabea Tarbiat, Mara Bergmann

2009

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Film: Vorstadtkrokodile ist die zweite Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuches (1976) von Max von der Grün (1926–2005). Der Kinofilm wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

Stab:
Regie: Christian Ditter
Drehbuch: Christian Ditter Martin Ritzenhoff
Produktion: Christian Becker
Co: Martin Moszkowicz
Ausführend: Lena Olbrich
Kaufmännisch: Anita Schneider
Musik: Heiko Maile Titelmusik: Apollo 3 „Superhelden“
Kamera: Christian Rein
Schnitt: Ueli Christen

Besetzung: Nick Romeo Reimann, Nick Romeo Reimann, Fabian Halbig, Leonie Katarina Tepe, Manuel Steitz, Javidan Imani, Robin Walter, Nicolas Schinseck, David Hürten, Jacob Matschenz, Axel Stein, Oktay Özdemir, Nora Tschirner, Maria Schrader, Smudo, Martin Semmelrogge, Ralf Richter, Achim Bauer, Marina Hambuch, Heiner Beeker, Klaus Neugebauer, Christoph Blum, Horst Neugebauer, Oliver Zentgraf

1977

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Film: Die Vorstadtkrokodile ist ein Fernsehfilm von Wolfgang Becker aus dem Jahr 1977 nach dem Kinderbuch Vorstadtkrokodile von Max von der Grün. Die Erstausstrahlung fand am 25. Dezember 1977 im Abendprogramm des Deutschen Fernsehens statt, eine Wiederholung in zwei Teilen am 3. und 4. Januar 1978 im Nachmittagsprogramm.

Stab:
Regie: Wolfgang Becker
Drehbuch: Max von der Grün
Produktion: Wolf-Dietrich Brücker Monika Paetow
Musik: Supertramp, Deep Purple, Rainbow, William David und sein Orchester, El Pasador, The Alan Parsons Project, D-R-U-M, The Chambers Brothers
Kamera: Werner Kurz, Paul Eisel
Schnitt: Jean-Marc Lesguillons, Gabriele Unverdross

Besetzung: Birgit Komanns, Birgit Komanns, Wolfgang Sieling, Rita Ramachers, Heiner Beeker, Thomas Bohnen, Ralf Buchholz, Heinz Bäther, Thomas Müller, Manfred Rudolph, Holger Schneider, Josef Sieger, Martin Semmelrogge, Martin Semmelrogge, Thomas Naumann, Hans-Gerd Rudolph, Eberhard Feik, Rosel Zech, Wolfgang Grönebaum, Marie-Luise Marjan, Klaus Barner, Anja M. Lücker, Willy Semmelrogge, Sandra Müller

"Max von der Grün" in den Nachrichten

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Gespräche mit Schriftstellern. Max Frisch, Günter Grass, Wolfgang Koeppen, Max von der Grün, Günter Wallraff. Beck, München 1975, ISBN 3-406-04934-6 (= Beck’sche schwarze Reihe; 134).
  • Walter Gödden: Mutproben im Rollstuhl. Max von der Grüns Kinderbuchklassiker „Vorstadtkrokodile“ findet auch heute noch begeisterte Leser. In: Westfalenspiegel. 52 (2003) S. 23.
  • Max von der Grün. Edition Text u. Kritik, München 1975, ISBN 3-921402-01-8 (= Text + Kritik; 45).
  • Gisela Koch (Hrsg.): Zum 70. Festschrift für Max von der Grün. Stadt- und Landesbibliothek, Dortmund 1996.
  • Martin H. Ludwig: Perspektive im Arbeiterroman. Untersuchungen zum Verhältnis von literarischer und soziologischer Darstellung der Arbeitswelt am Beispiel von Max von der Grüns „Irrlicht und Feuer“. Univ. Diss., Hamburg 1975.
  • Heinz Georg Max: „Gradlinig, ohne Angst, die Dinge klipp und klar beim Namen nennend“. Max von der Grün (1926–2005). In: Literatur in Westfalen. Beiträge zur Forschung 9 (2008), S. 235–266. Darin auch: rund 100-seitiger Sonderteil über Max von der Grün mit Beiträgen von Horst Hensel, Hugo Ernst Käufer und Heinrich Peuckmann; zudem umfangreiche Bibliografie (Stand Sommer 2008).
  • Hanno Möbius: Arbeiterliteratur in der BRD. Eine Analyse von Industriereportagen und Reportageromanen. Max von der Grün, Christian Geißler, Günter Wallraff. Pahl-Rugenstein, Köln 1970.
  • Wozan Urbain N’Dakon: Kinder lesen „Vorstadtkrokodile“. Eine empirische Studie zur Rezeption des Kinderromans Max von der Grüns. Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2000, ISBN 3-631-38658-3 (= Bayreuther Beiträge zur Literaturwissenschaft; 23).
  • Nichts als gegeben hinnehmen. Max von der Grün wird 60. Fritz-Hüser-Institut für Deutsche und Ausländische Arbeiterliteratur, Dortmund 1986 (= Information des Fritz-Hüser-Instituts für Deutsche und Ausländische Arbeiterliteratur der Stadt Dortmund; 31).
  • Stephan Reinhardt (Hrsg.): Max von der Grün. Materialienbuch. Luchterhand, Darmstadt u. a. 1978, ISBN 3-472-61237-1 (= Sammlung Luchterhand; 237).
  • Stephan Reinhardt (Hrsg.): Max von der Grün. Texte, Daten, Bilder. Luchterhand, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-630-61931-2 (= Sammlung Luchterhand; 931).
  • Franz Schonauer: Max von der Grün. Beck, München 1978, ISBN 3-406-07123-6 (= Autorenbücher; 13).
  • Gunther Weimann: Max von der Grün: Arbeiterliteratur und Arbeiteralltag. Eine Untersuchung der Romane „Irrlicht und Feuer“, „Zwei Briefe an Pospischiel“ und „Stellenweise Glatteis“. Univ. Diss., Saint Louis 1984.
  • Wolfgang Bittner, Mark vom Hofe: Heinrich Heine und die Zeche Königsborn. Max von der Grün. In: Ich mische mich ein. Markante deutsche Lebensläufe. Bad Honnef 2006, ISBN 978-3-89502-222-7.
  • Bernhard M. Baron: Max von der Grün – Einer von uns. Zeit für eine persönliche und literarische Renaissance. In: Heimat – Landkreis Tirschenreuth, Bd. 22/2010, Verlag Eckhard Bodner, Pressath, ISBN 978-3-939247-04-3, S. 82–90.
  • Rüdiger Scholz: Max von der Grün. Politischer Schriftsteller und Humanist. Mit einer Würdigung von Werner Bräunigs "Rummelplatz", Würzburg 2015, 604 Seiten, ISBN 978-3-8260-5699-4.

Weblinks