Meinung

Unter einer Meinung wird in der Erkenntnistheorie eine von Wissen und Glauben unterschiedene Form des Fürwahrhaltens verstanden.

Nach einer verbreiteten philosophischen Begriffsverwendung ist das Meinen ein Fürwahrhalten, dem sowohl subjektiv als auch objektiv eine hinreichende Begründung fehlt. Dadurch unterscheidet sich das Meinen vom Glauben und vom Wissen. Von Glauben spricht man, wenn jemand eine Aussage für wahr hält, ihre Wahrheit also subjektiv als gesichert erscheint, obwohl der Glaubende keine objektiv zureichende Begründung dafür angeben kann. Der Unterschied zum Wissen besteht darin, dass der Wissende nicht nur von der Wahrheit der Aussage überzeugt ist, sondern auch über eine objektiv zureichende Begründung dafür verfügt. Diese Abgrenzung der drei Begriffe ist allerdings in der Philosophie nicht allgemein anerkannt, insbesondere hinsichtlich der Unterscheidung von Meinung und Glauben. In englischen Texten wird diese Unterscheidung nicht vorgenommen; belief kann sowohl mit „Meinung“ als auch mit „Glaube“ übersetzt werden. Hinzu kommt, dass in der Alltagssprache oft nicht zwischen „Meinung“, „Glaube“ und „Überzeugung“ unterschieden wird. Weder alltagssprachlich noch fachsprachlich hat sich eine einheitliche Begriffsverwendung durchgesetzt.

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Tagesgeschehen

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Berlin: Der Zentralrat der Juden in Deutschland will Strafanzeige gegen den NPD-Landtagsabgeordneten Klaus-Jürgen Menzel von Sachsen erstatten, der Adolf Hitler als „großen Staatsmann“ verherrlicht hat. Paul Spiegel, Präsident des Zentralrates, zum „Tagesspiegel“: Solche Äußerungen „sind nach unserer MeinungVolksverhetzung .. wir erstatten Strafanzeige.“ Der NPD-Abgeordnete hatte am Donnerstag im ARD-Magazin „Kontraste“ gesagt, er halte „den Führer nach wie vor für einen großen Staatsmann, vielleicht einen der größten, den wir je gehabt haben“.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2014

Ehrung:
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Theodor-Wolff-Preis: Journalistenpreis der deutschen Zeitungen in der Kategorie „Meinung/ Leitartikel/ Kommentar/ Glosse“ für seinen Artikel „Auf der Suche nach Adorno“, erschienen in "taz - die tageszeitung" am 29. Juni 2013. (Peter Unfried)

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