Meisterklasse (Hochschule)

Meisterklassen sind im künstlerischen Hochschulbereich besondere Lehrveranstaltungen von renommierten Künstler-Professoren. Sie werden von ausgewählten Kunststudenten (Meisterschülern) nach dem Abschluss ihres regulären Studiums (mit Akademiebrief, Diplom oder Bachelor-/Magisterabschluss) besucht, um unter exklusiver Betreuung ihre Anlagen und Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Ein Meisterschülerstudium können an deutschen Kunsthochschulen oder Musikhochschulen diejenigen Studenten beginnen, die das reguläre Studium mit überdurchschnittlichen Leistungen absolviert haben. Über die Zulassung entscheidet eine Kommission. Bis der Meisterschülertitel bzw. Meisterschülerbrief verliehen wird, müssen in der Regel noch ein oder zwei weitere Studienjahre an der Kunsthochschule verbracht werden.

Die ersten Meisterklassen wurden in den 1820er Jahren als Schöpfung Wilhelm von Schadows (1788–1862) an der Kunstakademie Düsseldorf eingerichtet. In seinen 1828 gedruckten Gedanken über eine folgerichtige Ausbildung des Malers legte Schadow die entsprechenden Prinzipien seiner Kunstauffassung und Didaktik öffentlich dar. 1831 verfasste Schadow das Reglement für die Königliche Kunst-Academie zu Düsseldorf, dessen methodischer Stufenplan eine Vorschule in einer Grund- oder Elementarklasse vorsah, nachfolgend eine mehrgliedrige Vorbereitungsklasse. Sodann schloss sich in einer Meisterklasse die Mitarbeit eines Schülers bei einem Akademieprofessor als Meister an, bevor der Schüler dann in das selbständige eigene Atelier an der Akademie als letzte Stufe des Curriculums entlassen wurde, wo sein Schaffen weiterhin der alltäglichen kollegialen Kritik ausgesetzt war.

mehr zu "Meisterklasse (Hochschule)" in der Wikipedia: Meisterklasse (Hochschule)

Geboren & Gestorben

1972

thumbnail
Geboren: Murat Coşkun wird geboren. Murat Coşkun ist ein deutscher Perkussionist. Der türkischstämmige Coşkun ist Dozent internationaler Rahmentrommel-Meisterklassen. Als Mitglied von Ensemble FisFüz erhielt er 1998 den SWR-Weltmusik-Preis. Der Berufsmusiker und Orientalist ist auch an Neuentwicklungen von Perkussionsinstrumenten beteiligt.

1941

thumbnail
Geboren: Joachim Riepen wird in Köln geboren. Joachim Riepen ist ein deutscher Organist. Er studierte in Köln Kirchenmusik und belegte Meisterklassen unter anderem bei Luigi Ferdinando Tagliavini in Bologna.
thumbnail
Gestorben: Theodor Mintrop stirbt in Düsseldorf. Theodor Mintrop war ein deutscher Maler der Romantik und der Düsseldorfer Malerschule. Er wurde auf Gut Barkhov in Heidhausen geboren. Bis zu seinem 30. Lebensjahr diente er als Knecht auf dem Gut seines Bruders. Der Düsseldorfer Künstler Eduard Geselschap, der zusammen mit Heinrich Oecklinghaus auf den Autodidakten aufmerksam geworden war, erreichte bei Wilhelm von Schadow, dass er trotz seines Alters 1844 in die Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen wurde. Geselschap nahm Mintrop für den Rest seines Lebens in eine Wohngemeinschaft auf, die er selbst dann nicht beendete, als er heiratete. Seiner Braut Lotte Rose bedeutete Geselschap, dass sie fortan in einer Dreiergemeinschaft leben würden, was durch Eheringe unter den Dreien symbolisiert wurde. Vierundzwanzig Jahre währte die ungewöhnliche Wohngemeinschaft am Hofgarten in Düsseldorf. Ein weiterer Freund Mintrops war Fritz Roeber, der spätere Direktor der Kunstakademie. Dort studierte Mintrop bei Theodor Hildebrandt, Carl Ferdinand Sohn und Friedrich Wilhelm Schadow. 1854 stieg er „als sehr bedeutendes Talent“ in die Meisterklasse auf. Der außerordentliche Umstand der Entdeckung des „Naturtalents“ und sein eigenwilliger Malstil führten dazu, dass man ihn als „neuen Giotto“ und „Wunderkind der Romantik“ (Richard Klapheck) feierte. Gottfried Sello rühmte ihn 1963 als „einen ländlichen Raffael“. Wie viele andere Maler der Düsseldorfer Schule gehörte Mintrop dem Künstlerverein Malkasten an. Ein Schüler Mintrops war der Maler Friedrich Geselschap.
thumbnail
Geboren: Theodor Mintrop wird in Essen-Werden geboren. Theodor Mintrop war ein deutscher Maler der Romantik und der Düsseldorfer Malerschule. Er wurde auf Gut Barkhov in Heidhausen geboren. Bis zu seinem 30. Lebensjahr diente er als Knecht auf dem Gut seines Bruders. Der Düsseldorfer Künstler Eduard Geselschap, der zusammen mit Heinrich Oecklinghaus auf den Autodidakten aufmerksam geworden war, erreichte bei Wilhelm von Schadow, dass er trotz seines Alters 1844 in die Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen wurde. Geselschap nahm Mintrop für den Rest seines Lebens in eine Wohngemeinschaft auf, die er selbst dann nicht beendete, als er heiratete. Seiner Braut Lotte Rose bedeutete Geselschap, dass sie fortan in einer Dreiergemeinschaft leben würden, was durch Eheringe unter den Dreien symbolisiert wurde. Vierundzwanzig Jahre währte die ungewöhnliche Wohngemeinschaft am Hofgarten in Düsseldorf. Ein weiterer Freund Mintrops war Fritz Roeber, der spätere Direktor der Kunstakademie. Dort studierte Mintrop bei Theodor Hildebrandt, Carl Ferdinand Sohn und Friedrich Wilhelm Schadow. 1854 stieg er „als sehr bedeutendes Talent“ in die Meisterklasse auf. Der außerordentliche Umstand der Entdeckung des „Naturtalents“ und sein eigenwilliger Malstil führten dazu, dass man ihn als „neuen Giotto“ und „Wunderkind der Romantik“ (Richard Klapheck) feierte. Gottfried Sello rühmte ihn 1963 als „einen ländlichen Raffael“. Wie viele andere Maler der Düsseldorfer Schule gehörte Mintrop dem Künstlerverein Malkasten an. Ein Schüler Mintrops war der Maler Friedrich Geselschap.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2002

Ehrung:
thumbnail
– DOSKY für Maria Callas in Meisterklasse (Emília Vášáryová)

"Meisterklasse (Hochschule)" in den Nachrichten