Melodram (Theater)

Das Melodram (von altgriechischμέλοςmelos „Lied, Sprachmelodie“ und δρᾶμαdrama „Handlung, Schauspiel“) ist seit dem späteren 18. Jahrhundert das populäre Gegenstück zur aristokratischen Tragödie. Als ernste, aber nicht ernst zu nehmende Theatergattung verhielt es sich zur höfischen Tragödie eines Corneille oder Racine wie die heitere oder lustige Posse zur höfischen Komödie eines Molière. Die Helden des Melodrams sind im Unterschied zur Tragödie keine Adligen, die hier eher zur Sphäre der Bösewichter gehören (vgl. Ständeklausel). Im Gegensatz zur Tragödie kann das Melodram ein glückliches Ende haben.

Synonyme deutsche Bezeichnungen sind im 19. Jahrhundert: Lebensbild, Charaktergemälde, Sittenbild, Zeitbild, oft einfach Drama. Eine Untergattung nannte sich Schicksalsdrama. Die mit großem Bühnenaufwand inszenierten Melodramen nannte man Spektakelstücke oder Sensationsdramen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: René Charles Guilbert de Pixérécourt stirbt in Nancy, Meurthe-et-Moselle. René Charles Guilbert de Pixérécourt war ein französischer Theaterautor und Regisseur. Er war der Begründer des modernen Melodramas.
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Geboren: René Charles Guilbert de Pixérécourt wird in Nancy, Meurthe-et-Moselle geboren. René Charles Guilbert de Pixérécourt war ein französischer Theaterautor und Regisseur. Er war der Begründer des modernen Melodramas.
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Gestorben: Chikamatsu Monzaemon stirbt in Ōsaka. Chikamatsu Monzaemon war ein japanischer Dramatiker. Er schrieb über 150 Stücke, darunter Werke für das Kabuki, das traditionelle bürgerliche Theater Japans und für das Marionettenspiel Jōruri. Sein bekanntestes Stück wurde das Melodram Kokusenya-kassen (zu deutsch: Der Kampf des Kokusenya), das 1715 uraufgeführt wurde.

1653

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Geboren: Chikamatsu Monzaemon wird geboren. Chikamatsu Monzaemon war ein japanischer Dramatiker. Er schrieb über 150 Stücke, darunter Werke für das Kabuki, das traditionelle bürgerliche Theater Japans und für das Marionettenspiel Jōruri. Sein bekanntestes Stück wurde das Melodram Kokusenya-kassen (zu deutsch: Der Kampf des Kokusenya), das 1715 uraufgeführt wurde.

Kunst & Kultur

1810

Ereignisse > Kultur:
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Das MelodramDer vierundzwanzigste Februar von Zacharias Werner wird mit Pius Alexander Wolff und Amalie Wolff-Malcolmi in den Hauptrollen im Weimarer Hoftheater aufgeführt. Die Aufführung des ersten Schicksalsdramas wird von Johann Wolfgang von Goethe hoch gelobt. (24. Februar)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2002

Werk:
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1855

Werk > Bühnenwerke:
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Salvator Rosa, Melodram (Franz Doppler)

S

1858

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Stegmayergasse (Altmannsdorf), 1922 benannt nach der Künstlerfamilie Stegmayer. Matthäus Stegmayer (1771–1820) war Schauspieler, u.? a. am Theater in der Josefstadt (ab 1792), am Freihaustheater (ab 1796) und am Hofburgtheater (ab 1801). Daneben war er als Bühnenschriftsteller, Librettist, Komponist und Chorleiter tätig. 1804 gründete er eine Notenleih- und Kopieranstalt, und 1816–1820 leitete er den Hoftheater-Musikverlag. Sein Sohn Karl Stegmayer (1800–1862) war im Hauptberuf Montanist und verfasste mehrere Schriften über Bergbau und Hüttenwesen. Daneben betätigte er sich als Schriftsteller und schrieb u.a historische Melodramen, Schauerdramen und Bergmannslieder. Sein Bruder Ferdinand Josef Stegmayer (1801–1863) war Dirigent am Theater in der Josefstadt (ab 1848), Chormeister des Wiener Männergesang-Vereins (1849–1856), sowie Kapellmeister am Hofoperntheater (1859–1860) und am Carltheater (1860–1861). Bedeutung erlangte er vor allem durch die Gründung der Wiener Singakademie. Ein weiterer Bruder, Wilhelm Stegmayer (*? 1805) ist als Schauspieler in Kinderrollen überliefert, danach verliert sich seine Spur. (Liste der Straßennamen von Wien/Meidling)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2003

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Film: Mystic River ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Dennis Lehane. Clint Eastwood drehte den preisgekrönten melodramatischenThriller 2003 nach dem Drehbuch von Brian Helgeland.

Stab:
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Brian Helgeland
Produktion: Clint Eastwood, Judie Hoyt, Robert Lorenz, Bruce Berman
Musik: Clint Eastwood
Kamera: Tom Stern
Schnitt: Joel Cox

Besetzung: Sean Penn, Tim Robbins, Kevin Bacon, Laurence Fishburne, Marcia Gay Harden, Laura Linney, Kevin Chapman, Tom Guiry, Emmy Rossum, Spencer Treat Clark, Jonathan Togo, Connor Paolo, Eli Wallach

1976

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Film: Schwarzer Engel (Originaltitel: Obsession) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Brian De Palma aus dem Jahr 1976. Cliff Robertson spielt darin einen Geschäftsmann, dessen Familie bei einer Entführung scheinbar stirbt. Die Frau, die er 15 Jahre später kennenlernt und die seiner Ehefrau so ähnelt, dass er eine Besessenheit für sie entwickelt, entpuppt sich als seine totgeglaubte Tochter. Dieser Thriller mit melodramatischen Elementen ist eine Hommage an Alfred Hitchcocks Vertigo.

Stab:
Regie: Brian De Palma
Drehbuch: Paul Schrader
Produktion: Harry N. Blum, George Litto
Musik: Bernard Herrmann
Kamera: Vilmos Zsigmond
Schnitt: Paul Hirsch

Besetzung: Cliff Robertson, Geneviève Bujold, John Lithgow, Tom Felleghy

1970

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Film: Love Story ist ein Film-Melodrama aus dem Jahr 1970. Das Drehbuch schrieb Erich Segal, der Autor des gleichnamigen Romans. Der Film erzählt die tragische Geschichte eines jungen Collegepaares und wurde zu einem der größten Filmerfolge der frühen 1970er Jahre. Weltweite Bekanntheit erlangte die Titelmelodie von Francis Lai. Regie führte Arthur Hiller.

Stab:
Regie: Arthur Hiller
Drehbuch: Erich Segal
Produktion: Robert Evans David Golden Howard G. Minsky
Musik: Francis Lai
Kamera: Richard C. Kratina
Schnitt: Robert C. Jones

Besetzung: Ali MacGraw, Ryan O’Neal, John Marley, Ray Milland, Russell Nype, Katharine Balfour, Tommy Lee Jones

1960

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Film: Und dennoch leben sie ist ein Spielfilm des italienischen Regisseurs Vittorio De Sica aus dem Jahr 1960. Das Melodram basiert auf dem Roman Cesira (La Ciociara) von Alberto Moravia und wurde von den Filmstudios Compagnia Cinematografica Champion, Les Films Marceau-Cocinor und Société Générale de Cinématographie produziert.

Stab:
Regie: Vittorio De Sica
Drehbuch: Cesare Zavattini
Vittorio De Sica (ungenannt)
Produktion: Carlo Ponti
Musik: Armando Trovajoli
Kamera: Gábor Pogány
Schnitt: Adriana Novelli

Besetzung: Sophia Loren, Jean-Paul Belmondo, Eleonora Brown, Carlo Ninchi, Andrea Checchi, Pupella Maggio, Emma Baron, Raf Vallone, Renato Salvatori

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