Merowinger

Die Merowinger (seltener Merovinger) waren das älteste Königsgeschlecht der Franken vom 5. Jahrhundert bis 751. Sie wurden vom Geschlecht der Karolinger verdrängt. Nach ihnen wird die historische Epoche des Übergangs von der Spätantike zum Frühmittelalter im gallisch-germanischen Raum Merowingerzeit genannt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Walther Veeck stirbt. Walther Veeck war ein deutscher Archäologe, der als Spezialist für die Merowingerzeit gilt.

1939

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Geboren: Bernard Bachrach wird in der Bronx, New York City geboren. Bernard S. Bachrach ist ein US-amerikanischer Mittelalterhistoriker. Er ist Professor an der University of Minnesota. Er gilt als Experte für Militärgeschichte der Merowinger und Karolinger.
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Geboren: Eugen Ewig wird in Bonn geboren. Eugen Ewig war ein deutscher Historiker, der die Geschichte des frühen Mittelalters erforschte. Er lehrte als Professor für Geschichte an den Universitäten Mainz und Bonn und galt der Fachwelt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als bester Kenner der Merowingerzeit. Da er nach dem Zweiten Weltkrieg als einer der wenigen deutschen Mediävisten betrachtet wurde, die nicht von nationalsozialistischem Gedankengut beeinflusst worden waren, konnte er eine Mittlerfunktion im Aussöhnungsprozess zwischen Deutschland und Frankreich übernehmen. Ewig gelang 1958 die Gründung der Deutschen Historischen Forschungsstelle in Paris, aus der 1964 das Deutsche Historische Institut Paris hervorging.
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Geboren: Walther Veeck wird in Wickenrodt geboren. Walther Veeck war ein deutscher Archäologe, der als Spezialist für die Merowingerzeit gilt.
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Gestorben: Dagobert II. stirbt in Mouzay bei Stenay. Dagobert II. entstammt dem Geschlecht der Merowinger, der Herrschaftsdynastie der Franken. Er war zwischen 676 und 679 König von Austrasien.

Ereignisse

482 n. Chr.

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Chlodwig I., Mitglied der Merowingerdynastie, folgt seinem Vater Childerich I. als Herrscher der Franken auf den Thron. Er begründet das Fränkische Großreich.

Ereignisse/Entwicklungen

486 n. Chr.

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Der MerowingerChlodwig I. besiegt den rex Romanorum Syagrius und begründet das Frankenreich. (5. Jahrhundert)

Politik & Weltgeschehen

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Godomar II. schlägt die Franken unter König Chlodomer, die Burgund besetzt hatten, mit ostgotischer Hilfe in der Schlacht bei Vézeronce (östlich von Lyon), Chlodomer fällt (siehe auch Burgundenkrieg). Kurz zuvor, am 1. Mai, hatten die Merowinger den in ihrer Hand befindlichen Vorgänger Godomars, Sigismund, bei Coulmier getötet.

509 n. Chr.

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Um 509: Chlodwig lässt zur Sicherung seiner Alleinherrschaft die noch amtierenden fränkischen Kleinkönige ermorden; damit endet auch die Teilung zwischen Rheinfranken und Salfranken. Das Frankenreich wird eine einheitliche Monarchie, die Königskrone erblich in der Dynastie der Merowinger, d. h. unter Chlodwigs Söhnen.

Herrscher

Zeitleiste

751 n. Chr.

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Absetzung des letzten MerowingersChilderich III. im Frankenreich. Im selben Jahr erobern die Langobarden das Exarchat von Ravenna. (Spätantike)

Kunst & Kultur

2007

Kultur & Gesellschaft:
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12. März: In Moskau eröffnet die Merowinger-Ausstellung, wo erstmals Beutekunst aus dem Berliner Vor- und Frühgeschichtlichen Museum wieder öffentlich gezeigt wird.

573 n. Chr.

Religion & Kultur:
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Gregor von Tours wird zum Bischof von Tours gewählt. Er betätigt sich auch als Chronist (Geschichte der Franken) und gerät in Konflikt mit den Merowingern, besonders Chilperich I.

Frankenreich

751 n. Chr.

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November: Auf der Reichsversammlung zu Soissons wird Pippin der Jüngere von Chrodegang gesalbt (s.auch 754), nachdem Papst Zacharias seine Zustimmung signalisiert hatte. Der letzte merowingische Schattenkönig Childerich III. wird von Pippin abgesetzt und ins Kloster gesteckt.

719 n. Chr.

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Nach dem Tod des austrasischen Königs Chlothar IV. anerkennt der fränkische Hausmeier Karl Martell den MerowingerChilperich II. als König des Frankenreichs. Nach dem Sieg Karl Martells über seinen Rivalen Raganfrid (am 14. Oktober bei Néry) ist allerdings Karl Martell eigentlicher Machthaber im Reich und Chilperich lediglich Schattenkönig.

714 n. Chr.

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Nach dem Tod des fränkischen Hausmeiers Pippin der Mittlere kommt es zu einem Machtkampf zwischen der Witwe Plektrudis und Pippins unehelichem Sohn Karl Martell; der junge MerowingerkönigDagobert III. spielt dabei, da er lediglich ein Schattenkönig ist, keine Rolle.

Europa

751 n. Chr.

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Ereignisse > Europa: Absetzung des letzten merowingischen Königs durch Pippin schließt den Prozess der fortschreitenden Entmachtung der merowingischen Könige durch die karolingischen Hausmeier ab. (8. Jahrhundert)

743 n. Chr.

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Die karolingischen Hausmeier setzen ein letztes Mal, nach mehrjähriger königsloser Regierung, einen merowingischen Schattenkönig ein: Childerich III., den Sohn von Chilperich II..

737 n. Chr.

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Nach dem Tod des merowingischen Schattenkönigs Theuderich IV. setzt der karolingische Hausmeier Karl Martell dessen Sohn Childerich III. ab und sperrt ihn in ein Kloster. Karl Martell regiert in der Folge das Frankenreich in eigenem Namen. Erst seine Nachfolger Karlmann und Pippin der Jüngere setzen 743 wieder einen Schattenkönig ein.

716 n. Chr.

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Nachdem der neustrische Hausmeier Raganfrid und der merowingische König Chilperich II. gegen den austrischen Hausmeier Karl Martell gezogen und das Gebiet um Köln verwüstet haben, gelingt Karl Martell eine Gegenoffensive: Er besiegt seine Rivalen in der Schlacht bei Amblève.

694 n. Chr.

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Ende 694 oder 695: Der MerowingerChildebert III. wird König des Frankenreiches als Nachfolger seines Bruders Chlodwig III. Tatsächlicher Machthaber ist aber weiterhin der Hausmeier Pippin der Mittlere.

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