Ministerium für Staatssicherheit

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), auch Staatssicherheitsdienst, bekannter unter dem Kurzwort Stasi, war in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zugleich Nachrichtendienst und Geheimpolizei und fungierte als Machtinstrument der „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ (SED). Formal war es innerhalb des Ministerrats der Deutschen Demokratischen Republik ein „Ministerium der bewaffneten Organe“. Auch die „Hauptverwaltung Aufklärung“ (HVA), der Auslandsgeheimdienst der DDR, war eine von etwa zwanzig Hauptverwaltungen des MfS.

Das MfS wurde am 8. Februar 1950 gegründet und entwickelte sich zu einem weitverzweigten, personalstarken Überwachungs- und Repressionsapparat, dem im Jahr 1989 etwa 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter und zwischen 110.000 (Ilko-Sascha Kowalczuk) und 189.000 (Helmut Müller-Enbergs) Inoffizielle Mitarbeiter (IM) angehörten. Als Motive für die Kooperation ermittelte Müller-Enbergs vor allem politische Ideale. Geld habe nur eine untergeordnete Rolle gespielt, auch erpresste Zusammenarbeit mit dem DDR-Spitzelapparat sei selten gewesen. Innenpolitisch hatte das MfS Schutzfunktion für staatliche Organe und Personen.

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Spektakuläre Kriminalfälle

1983

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Mutmaßliches Attentat der Stasi auf DDR-Fußballspieler Lutz Eigendorf (Polizeidirektion Braunschweig)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1989

Mitarbeiter und Opfer > Mitarbeiter > Hauptamtliche Mitarbeiter:
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Erich Mielke – Minister für Staatssicherheit von November 1957 bis November

1957

Mitarbeiter und Opfer > Mitarbeiter > Hauptamtliche Mitarbeiter:
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Ernst Wollweber – Minister für Staatssicherheit von Juli 1953 bis Oktober

1953

Mitarbeiter und Opfer > Mitarbeiter > Hauptamtliche Mitarbeiter:
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Wilhelm Zaisser – Minister für Staatssicherheit von Februar 1950 bis Juli

Politik & Weltgeschehen

1993

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Wegen des Mordes an zwei Polizisten im Jahr 1931 wird der frühere DDR-Minister für Staatssicherheit Erich Mielke zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. (26. Oktober)
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Wendezeit in der DDR. Demonstranten stürmen die Berliner Stasi-Zentrale. Die dabei sichergestellten Akten arbeitet bis heute die BStU auf.
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In Ost-Berlin einigen sich Vertreter von Regierung und Opposition am „runden Tisch“ u. a. auf die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) sowie auf freie Kommunalwahlen in der DDR am 6. Mai 1990. (7. Dezember)

1989

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In Ost-Berlin einigen sich Vertreter von Regierung und Opposition am „runden Tisch“ u.? a. auf die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) sowie auf freie Kommunalwahlen in der DDR am 6. Mai 1990. (7. Dezember)
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DDR: Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) wird gegründet. Zum Minister für Staatssicherheit wird zunächst Wilhelm Zaisser benannt, Erich Mielke wird sein Stellvertreter.

Struktur > Zentrale

2005

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Haus 1, Sitz des Ministers, jetzt Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße

Bücher

2005

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mit Helgard Heindrichs: Das Spinnennetz, Stasi-Agenten im Westen, Die geheimen Akten der Rosenholz Datei. München (Heribert Schwan)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2012

Film und Fernsehen:
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Stasi auf dem Schulhof, Fernseh-Dokumentation (ARD), Regie Annette Baumeister, D

2012

Film und Fernsehen:
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Deckname Luna, zweiteiliger Fernsehfilm, Regie Ute Wieland, D

2010

Film und Fernsehen:
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Weißensee, Fernsehserie (Das Erste), D

2010

Film und Fernsehen:
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Sturm auf die Stasi, Dokudrama (NDR), D
Rundfunk:
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Im Auswärtigen Amt wird das Buch Operation Fernsehen vom Forschungsverbund SED-Staat vorgestellt. Die Studie untersucht den Einfluss der Stasi auf die elektronischen Medien in Ost- und Westdeutschland.

Tagesgeschehen

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Potsdam/Deutschland: Die Abgeordnete der Linkspartei, Gerlinde Stobrawa, tritt nach Stasi-Vorwürfen vom Posten der Vizepräsidentin des Brandenburger Landtages zurück
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Reichenbach im Vogtland/Deutschland: Die umstrittene MfS-Ausstellung „Christliches Handeln in der DDR“ wird wieder gezeigt. Ein ehemaliger Stasispitzel (IM „Schubert“) hatte vor Gericht ein Verbot der Ausstellung erwirkt, das mittlerweile aufgehoben wurde.
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Berlin/Deutschland: Bundestag debattiert über Gregor GysisStasi-Verstrickung.
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Magdeburg, Deutschland: Die Birthler-Behörde findet erstmals einen konkreten Schießbefehl für eine Stasi-Einheit zum Einsatz an der innerdeutschen Grenze in den verwahrten Quellen.
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Hamburg: Der frisch gewählte Bundestagsabgeordnete der Linkspartei.PDS, Lutz Heilmann, war nach Informationen des „Spiegel1989 hauptamtlicher Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes. Wie vorab berichtet wird, habe Heilmann die Tätigkeit für die Stasi gegenüber dem Magazin eingeräumt; seine Lübecker Genossen habe er vor seiner Kandidatur informiert und so die „entsprechende Regelung der Linkspartei“ erfüllt. Deren Bundessprecher sagt dem Magazin, er sehe in dem Vorgang „kein großes Problem“. Heilmann ist damit der erste hauptamtlicheStasi-Mitarbeiter, der nun im Bundestag sitzt. Laut „Spiegel“ arbeitete Heilmann bei der Stasi-Hauptabteilung Personenschutz, die für die Sicherung und Versorgung der Partei- und Staatsführung zuständig war.

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