Mirakel des Hauses Brandenburg

Als Mirakel des Hauses Brandenburg (auch Wunder des Hauses Brandenburg), frz.Miracle de la maison (de) Brandenbourg, bezeichnet man zumeist die Rettung Preußens im Siebenjährigen Krieg durch den Tod der russischen Kaiserin Elisabeth am 5. Januar 1762. Ihr Nachfolger Peter III. kündigte das Bündnis mit Österreich auf und schloss am 5. Mai 1762 mit dem preußischen König Friedrich II. den Friedens- und Bündnisvertrag von Sankt Petersburg. Peter wurde bereits am 17. Juli 1762 ermordet und seine Nachfolgerin Katharina II. löste das Bündnis auf, hielt den Frieden aber weiterhin ein.

Tatsächlich stammt der Begriff „Mirakel des Hauses Brandenburg“ jedoch aus einem Brief Friedrichs an seinen Bruder Heinrich vom 1. September 1759. Wenige Tage zuvor, am 12. August, war Friedrich von den verbündeten Russen und Österreichern in der Schlacht bei Kunersdorf vernichtend geschlagen worden. Friedrichs Gegner nutzten diesen Sieg jedoch nicht zu einem Vorstoß auf Berlin aus; mit der Einnahme der preußischen Hauptstadt wäre der Krieg zu diesem Zeitpunkt nach Friedrichs Ansicht verloren gewesen. Die Rettung vor der drohenden Niederlage meldete der erleichterte Friedrich seinem Bruder, indem er die „Mirakel des Hauses Österreich“, die zahlreichen wunderbaren Errettungen des Hauses Habsburg durch allerlei Heilige, persiflierend, sie als „Wunder“ verkündigte:

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Europa

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Der Siebenjährige Krieg in Europa: Die Thronbesteigung Peters III. in Russland führt zum zweiten Mirakel des Hauses Brandenburg: Peter, ein Bewunderer Friedrichs des Großen, vollzieht eine Kehrtwendung im Siebenjährigen Krieg.
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Siebenjähriger Krieg in Europa: Friedrich II. wird in der Schlacht von Kunersdorf von österreichischen und russischen Verbänden unter der Leitung von Saltykow und dem livländischen General Freiherr von Laudon schwer geschlagen. Russen und Österreichern steht der Weg nach Berlin offen. Ihre Uneinigkeit zum weiteren Vorrücken lässt Friedrich den Großen vier Tage später vom Mirakel des Hauses Brandenburg reden.

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