Mittelhochdeutsch

Mittelhochdeutsch (Mhd.) bezeichnet im weiteren Sinn eine ältere Sprachstufe der deutschen Sprache, nämlich sämtliche hochdeutschen Varietäten etwa zwischen 1050 und 1350 (das entspricht ungefähr dem Hochmittelalter). Das Lexem „mittel-“ beschreibt also keine geografischen Sprachregionen – wie es im Wort mitteldeutsch der Fall ist – sondern betitelt die von der Neuzeit aus chronologisch mittlere der hochdeutschen Sprachformen.

Im engeren Sinn bezeichnet Mittelhochdeutsch die Sprache der höfischen Literatur zur Zeit der Staufer. Für diese Sprache wurde im 19. Jahrhundert im Nachhinein eine vereinheitlichende Orthografie geschaffen, das normalisierte „Mittelhochdeutsch“, in dem seither viele Neuausgaben der alten Texte geschrieben werden. Wenn von Merkmalen des Mittelhochdeutschen die Rede ist, dann ist normalerweise diese Sprachform gemeint.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Karl Wolfskehl stirbt in Bayswater, Auckland, Neuseeland. Karl Joseph Wolfskehl war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Sein Wirken umfasste Lyrik, Prosa und Dramatik. Er übersetzte aus dem Französischen, Englischen, Italienischen, Hebräischen, Lateinischen und Mittelhochdeutschen.
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Geboren: Volker Mertens wird in Hildesheim geboren. Volker Mertens ist ein deutscher Germanist. Er lehrt seit 1977 als Professor für Ältere deutsche Literatur und Sprache an der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsgebieten gehören das Werk Hartmanns von Aue, der mittelhochdeutscheMinnesang, Artusdichtung und mittelalterliche Predigten. Über den Bereich der mittelhochdeutschen Literatur hinaus veröffentlichte er über Themen der neueren deutschen Literatur (Thomas Mann) sowie der Musik (vor allem Richard Wagner).
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Gestorben: Hugo Gering stirbt in Kiel. Hugo Gering war ein deutscher germanistischer und skandinavistischer Mediävist. Er war Professor für ältere deutsche und germanische Philologie, mit den Schwerpunkten Skandinavistik, Gotisch, Alt- und Mittelhochdeutsch, sowie Altenglisch an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Von seinen Publikationen sind heute noch die Nachdichtungen der Edda und des Beowulf bekannt.
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Gestorben: Karl Weinhold (Mediävist) stirbt in Berlin. Karl Gotthelf Jakob Weinhold war ein deutscher Philologe. Als Germanist und Mediävist widmete er sich den historischen Grundlagen und der Entwicklung der deutschen Sprache, insbesondere der mittelhochdeutschenGrammatik. Weinhold gilt als Vertreter der Romantischen Anthropologie.
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Geboren: Karl Wolfskehl wird in Darmstadt geboren. Karl Joseph Wolfskehl war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Sein Wirken umfasste Lyrik, Prosa und Dramatik. Er übersetzte aus dem Französischen, Englischen, Italienischen, Hebräischen, Lateinischen und Mittelhochdeutschen.

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