Moesia

Moesia (griechisch ΜοισίαMoisia, deutsch Mösien bzw. Moesien) war in der Antike eine vorwiegend von Thrakern bewohnte Region auf dem Balkan. Sie erstreckte sich über mehrere hundert Kilometer in west-östlicher Richtung am südlichen Ufer der unteren Donau. Den Namen bekam das Gebiet nach dem dort ansässigen thrakischen Stamm der Moesier (oder auch Myser).

Im Jahre 29 v. Chr. wurde Mösien von Marcus Licinius Crassus erobert und später in eine römische Provinz umgewandelt. Im ersten Jahrhundert n. Chr. teilten die Römer das Gebiet in die Provinzen Moesia Superior (Obermösien) und Moesia Inferior (Niedermösien). Letzteres umfasste den nördlichen Teil des heutigen Bulgarien von der Donau bis zum Balkangebirge und die heute rumänische Dobrudscha. Obermösien ist in etwa deckungsgleich mit Serbien südlich der Donau und dem Kosovo. Dazu kommt noch ein schmaler Streifen im Norden der Republik Mazedonien.

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Aurelian wird in Mösien oder Sirmium, Pannonien geboren. Lucius Domitius Aurelianus war römischer Kaiser von 270 bis 275.

Politik & Weltgeschehen

248 n. Chr.

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Goten und Karpen fallen in Untermoesien ein. Da der Schwiegervater des Kaisers, Severianus, mit der Verteidigung überfordert ist, erhält Senator Gaius Messius Quintus Traianus Decius den Oberbefehl über die betroffenen Provinzen und kann den Angriff zurückschlagen.

85 n. Chr.

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Die Daker fallen in die Provinz Moesia ein.

29 v. Chr.

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Marcus Licinius Crassus erobert Moesien.

Ereignisse

395 n. Chr.

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Stilicho sichert die Rheingrenze gegen die Germanen. Er entlässt das Westgotenheer unter Alarich I., das im Vorjahr an seiner Seite gegen Arbogast gekämpft hatte, nach Niedermösien, doch erheben sie sich dort gegen die Römer; der (Rufinus weist das Hilfsangebot seines Rivalen Stilicho zurück: Griechenland fällt den Plünderungszügen Alarichs zum Opfer.

Europa

679 n. Chr.

Osteuropa:
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Khan Asparuch gründet an der unteren Donau ein Bulgarisches Reich; ursprünglich in Südrussland beheimatet, nutzten die Bulgaren die Schwächung des Byzantinischen Reiches durch den Angriff der Araber (Belagerung von Konstantinopel), um die Donau zu überschreiten und die Provinz Moesia einzuverleiben.

Antike

271 n. Chr.

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Römisches Reich / Imperium Galliarum: Die seit Jahren kaum zu haltende römische Provinz Dakien wird von Kaiser Aurelian aufgegeben. Die Soldaten, unter ihnen die Legio XIII Gemina, ziehen sich hinter die Donau zurück, die nun als römische Grenze befestigt wird. Die Bewohner werden nach Moesia Superior umgesiedelt, welches in Dacia Mediterranae und Dacia Ripensis aufgeteilt wird. Aurelian gelingt es so, die stetigen Übergriffe der Goten auf römisches Gebiet für einige Jahre zu beenden.

253 n. Chr.

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Römisches Reich: In Moesia Superior kommt es zum Konflikt mit den Goten über die festgelegten Tributzahlungen Roms. Es ist nicht eindeutig überliefert, ob König Kniva mehr Geld verlangt oder ob Statthalter Aemilianus, der von der afrikanischen Insel Djerba stammt, den für Rom schmachvollen Tribut absichtlich zurückhält. Gotische Krieger überschreiten die Donau. Sie werden von der römischen Legion, geführt von Aemilianus, geschlagen. Dieser wird daraufhin von seinen Truppen zum Gegenkaiser ausgerufen und marschiert gen Rom.

251 n. Chr.

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Römisches Reich: Als der Tod der Kaiser bekannt wird, wird Decius’ 16-jähriger Sohn Hostilian Kaiser. In Moesia aber erheben die Truppen nach Decius’ Tod ihren Heerführer, den Statthalter von Moesia superior (Obermösien), Trebonianus Gallus zum Gegenkaiser. Um weitere Kämpfe zu vermeiden, wird Hostilian von Gallus adoptiert. Nominell sind beide als Kaiser gleichgestellt, de facto hat Hostilian wegen seines jungen Alters noch wenig Einfluss auf das Geschehen im Reich.

251 n. Chr.

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Römisches Reich: Frühjahr: Goten, Gepiden und Karpen überqueren erstmals in großer Zahl die Donau und plündern römische Städte in der römischen Provinz Dacia (Dakien), anschließend auch in Moesia (Mösien), Thracia (Thrakien) und Illyricum (Illyrien). Es beginnt der so genannte „Gotensturm“. Als die Karpen die Stadt Nikopolis belagern, werden sie von der römischen Armee unter Decius und Herennius Etruscus überrascht und vertrieben. Die weitgehend unverteidigte Provinz Moesia inferior (Niedermösien) wird währenddessen Ziel der gotischen Krieger unter König Kniva. Die Römer können nicht verhindern, dass Philippopolis in die Hand der Goten fällt.

249 n. Chr.

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Römisches Reich: In Naissus, Provinz Moesia (Mösien), wird Pacatianus zum Gegenkaiser ausgerufen. Kaiser Philippus Arabs schickt den hochrangigen Senator Decius, um die Situation in der Region zu stabilisieren. Decius hatte in der Vergangenheit als Statthalter in Pannonia inferior (Niederpannonien) gewirkt und stammt selbst aus der Region.

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