Montenegro

Montenegro (serbokroatisch Црна Гора/Crna Gora [’t͡sr̩naː ’ɡɔra]; albanischMali i Zi) ist eine Republik an der südöstlichen Adriaküste in Südosteuropa. Das montenegrinische Staatsgebiet grenzt im Nordwesten an Kroatien (25 km), Bosnien und Herzegowina (225 km) und im Nordosten an Serbien (124,4 km), im Südosten an den Kosovo (78,6 km) und im Süden an Albanien (172 km). Nachdem Montenegro nahezu 90 Jahre zu Jugoslawien gehört hatte, wurde es am 3. Juni 2006 erneut unabhängig.

Der Balkanstaat ist mit etwa 625.000 Einwohnern und einer Fläche von 13.812 Quadratkilometern einer der kleineren Staaten Europas – flächenmäßig etwas kleiner als Schleswig-Holstein. Die Hauptstadt und größte Stadt ist Podgorica, zweitgrößte Stadt ist Nikšić. Hauptwirtschaftszweige sind der Dienstleistungssektor und der Tourismus, vor allem an der montenegrinischen Küste.

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Balkan/Osmanisches Reich

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bis 13. Juli: Berliner Kongress unter dem Vorsitz Otto von Bismarcks: Rumänien, Serbien und Montenegro werden unabhängig, Rumänien erhält zudem die Dobrudscha, muss dafür jedoch einen Teil von Bessarabien an Russland abtreten. Bulgarien erhält einen Sonderstatus, bleibt jedoch dem Osmanischen Reich gegenüber tributpflichtig. Österreich-Ungarn darf Bosnien und die Herzegowina besetzen, Großbritannien erhält Zypern pachtweise, während Raszien, Albanien, Makedonien und Rumelien beim Osmanischen Reich verbleiben.

Verwendung > Einführung bis in die 1920er-Jahre

Einsätze

1914

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Reaktiviert. Bei Kriegsbeginn gemeinsam mit SMS Szigetvár Patrouillenfahrten zur Blockadedurchsetzung vor der montenegrinischen Küste. (SMS Zenta)

Natur & Umwelt

1979

Katastrophen:
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Erdbeben in Montenegro, Jugoslawien, über 100 Tote

Partnerstädte

1996

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MontenegroBudva, Montenegro (Novi Sad)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1937

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Literatur: Der faschistische Politiker und Dichter Sekula Drljević verfasst den Text des montenegrinischen Volksliedes Oj svijetla majska zoro (Oh, du helle Morgenröte im Mai), der heutigen Nationalhymne Montenegros.

1898

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Werk: Montenegrina, prilošci istoriji Crne Gore (Montenegrina, Beiträge zur Geschichte Montenegros) (Ilarion Ruvarac)

500 n. Chr.

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Verbreitung und Lebensraum > Heutige Verbreitung und Bestandsentwicklung > Übriges Europa: In den Staaten der Balkanhalbinsel gibt es noch größere Populationen, so leben in Slowenien 500 bis 800 Tiere, in Kroatien zwischen 600 und 800 Braunbären, dort vorwiegend im Gorski Kotar und in der Lika. An den Hängen des Velebit-Bergmassives befindet sich das Bärenrefugium von Kuterevo. Kleine Gruppen sind auch aus Albanien (250) und Mazedonien (90) bekannt. Über die jetzige Situation der Braunbären in Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro ist wenig bekannt, laut einer Statistik leben in Bosnien ungefähr 2800 Braunbären, in Serbien etwa

Wirtschaft > Tourismus

1995

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Östliches Mittelmeer (Kroatien, Montenegro, Griechenland, Türkei): Die istrische und dalmatinische Küste in Kroatien sowie die kroatischen Inseln etablierten sich schon in den 1960er Jahren zu den beliebtesten Reisezielen in Südeuropa. Vor allem Camping und Familienurlaub stehen hier an vorderster Stelle. Städte wie Rovinj oder Dubrovnik erlangten Weltruhm. Seit dem Ende des Balkankonflikts erlebt Kroatien einen regelrechten Boom. Mit über 8,5 Millionen ausländischen Besuchern im Jahre 2005 ist Kroatien auf dem achtzehnten Platz der populärsten Urlaubsziele der Welt. Die Republik Griechenland etablierte sich als Ziel vor allem für individuellere Reisevorstellungen. Vor allem die griechischen Inseln sind Anziehungspunkte für Besucher aus aller Welt. Die Republik Montenegro war schon zu Titos Zeiten ein bekanntes und beliebtes Reiseziel. Der Tourismus kam in den Regionen durch die Geschehnisse in den 90er Jahren nahezu komplett zum Erliegen. Seit der Unabhängigkeit von Belgrad (2006) findet sich das kleine Land wieder vermehrt in den Reisekatalogen. (Mittelmeerraum)

Zerfall Jugoslawiens

1999

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Luftangriffe der NATO auf die Industrie in ganz Serbien und Montenegro, um die serbische Offensive aufzuhalten und die Regierung zum Einlenken zu bewegen. (Geschichte Jugoslawiens)

Wirtschaft

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Der Euro wird in zwölf Staaten der Europäischen Union, sowie in Andorra, Monaco, Montenegro, San Marino und dem Vatikan als gemeinsame Währung eingeführt. Das Euro-Bargeld ist seitdem gesetzliches Zahlungsmittel. Die allerersten, die mit dem Euro bezahlen können, sind die Einwohner des französischen Übersee-Départements Réunion

Ereignisse

2006

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Montenegro erklärt nach einer Volksabstimmung seine Unabhängigkeit von Serbien. (2000er)

Mitglieder nach Eintrittsdatum

2007

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Montenegro (Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt)

Administrative Gliederung

2008

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Podgorica – Hauptstadt; 143.718 Einwohner

2008

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Nikši? – 58.649 Einwohner

2003

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Pljevlja – 21.337 Einwohner

Politik & Weltgeschehen

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Wahlen: Montenegro: Präsidentschaftswahlen in Montenegro 2008: Amtsinhaber Filip Vujanovic erreicht knapp die absolute Mehrheit.
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Die sozialistische Partei des Premierministers Milo Đukanović mit dem Namen „Democratic Party of Socialists“ gewinnt die ersten Wahlen im Land Montenegro.
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Montenegro wird als 192. Mitglied in die UNO aufgenommen
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55 % der abgegebenen Stimmen votieren in einem Referendum für die Unabhängigkeit Montenegros von Serbien und Montenegro.
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Jugoslawien erhält eine neue Verfassung nach sowjetischem Vorbild. Die Föderative Volksrepublik Jugoslawien besteht aus den sechs Teilrepubliken Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien.

Sport

2009

Schach:
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5. März bis 19. März -In Budva (Montenegro) findet die Europäische Einzelmeisterschaft im Schach statt. Es gewinnt der Russe Jewgeni Tomaschewski.

Eurovision-Song-Contest-Teilnahmen

2009

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Just Get Out of My Life gesungen von Andrea Demirovi? (keine Teilnahme am Finale, 11. Platz im 1. Halbfinale) (Ralph Siegel)

2009

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Just Get Out of My Life gesungen von Andrea Demirović (keine Teilnahme am Finale, 11. Platz im 1. Halbfinale) (Ralph Siegel)

Wirtschaft > Staatshaushalt

2010

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Gesundheit: 9,1? %

Bruttoinlandprodukt pro Einwohner

2011

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Montenegro: 6.383 $ (Westbalkan)

Tagesgeschehen

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Cetinje/Montenegro: Präsidentschaftswahlen
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Podgorica/Montenegro: Parlamentswahl
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Genf/Schweiz: Russland, Montenegro, Samoa und Vanuatu werden offiziell in die Welthandelsorganisation aufgenommen, womit diese nun 157 Mitgliedstaaten umfasst.
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Brüssel/Belgien: Beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union unterzeichnet Kroatien den Beitrittsvertrag zur Europäischen Union, während Serbien der Status als Beitrittskandidat vorerst verwehrt bleibt. Mit Montenegro sollen im Juni 2012 Beitrittsgespräche aufgenommen werden. Hauptthema des Gipfels war die Gründung einer Europäischen Fiskalunion, zu der sich die 17 Euro-Länder und voraussichtlich die anderen EU-Staaten mit Ausnahme Großbritanniens zusammenschließen wollen.
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Podgorica/Montenegro: Premierminister Milo Đukanović kündigt seinen Rücktritt an und nominiert Finanzminister Igor Lukšić zu seinem Nachfolger.

"Montenegro" in den Nachrichten

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Paić, Scherb: Cèrnagora. Eine umfassende Schilderung des Landes und der Bewohner von Cèrnagora (Montenegro). Suppan, Agram 1851 (Digitalisat); Reprint: Kessinger 2010, ISBN 978-1-161-02939-0
  • Jens Becker, Achim Engelberg (Hrsg.): Montenegro im Umbruch. Reportagen und Essays. Westfälisches Dampfboot, Münster 2003, ISBN 3-89691-546-0
  • Walter Lukan et al.: Serbien und Montenegro. LIT, Münster 2006, ISBN 3-8258-9539-4
  • Elizabeth Roberts: Realm of the Black Mountain. A History of Montenegro. Ithaca 2007, ISBN 978-0-8014-4601-6
  • Reinhold Fleischhacker: Montenegro – das wiederentdeckte Paradies. Ein Reise-Almanach. USP, Oberhaching 2008, ISBN 978-3-937461-26-7
  • Katrin Boeckh: Serbien – Montenegro. Geschichte und Gegenwart. Pustet, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7917-2169-9

Weblinks