Mossad

Mossad (המוסד למודיעין ולתפקידים מיוחדים, Audio-Datei / HörbeispielhaMosad leModi'in uLeTafkidim Mejuchadim?/i, Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben, eigentlich Mosad Merkazi leModi'in uLeTafkidim Mejuchadim, „Zentraler Nachrichten- und Sicherheitsdienst“, kurz haMosad, „das Institut“) ist der israelische Auslandsgeheimdienst. Er ist in seiner Funktion vergleichbar mit der US-amerikanischen Central Intelligence Agency (CIA) oder dem deutschen Bundesnachrichtendienst (BND), aufgrund seiner Struktur und da es ein ziviler Nachrichtendienst ist. Der Mossad gilt als einer der bestinformierten Geheimdienste der Welt. Neben dem Mossad gibt es in Israel den Inlandsgeheimdienst Schin Bet, den Militärgeheimdienst Aman und es gab früher auch einen 1986 aufgelösten vierten Geheimdienst (Lakam), welcher zur Unterstützung des israelischen Nuklearprogramms gegründet worden war. Auch andere jüdische Organisationen wurden „Mossad“ genannt, unter anderem der Mossad le Alija Bet, der die heimliche Immigration nach Palästina organisierte.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Michael Harari stirbt in Tel Aviv. Michael „Mike“ Harari war ein Angehöriger des israelischen Geheimdienstes Mossad. Harari war unter anderem an der von Golda Meir befohlenen Operation Zorn Gottes beteiligt, mit der Israel auf die Geiselnahme von München reagierte.
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Gestorben: Jitzchak Chofi stirbt in Ramat Gan. Jitzchak Chofi war von 1974 bis 1982 Direktor des israelischen Geheimdienstes Mossad.
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Gestorben: Abu Daoud stirbt in Damaskus. Abu Daoud war ein Drahtzieher der Geiselnahme von München 1972. Im Gegensatz zu etlichen anderen palästinensischen Beteiligten fiel er nicht den Liquidationen der Mossad-Spezialeinheit Caesarea (Operation Wrath Of God) zum Opfer.
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Gestorben: Meir Amit stirbt in Tel Aviv-Jaffa, Israel. Meir Amit war ein israelischer General und von 1963 bis 1968 Direktor des israelischen Geheimdienstes Mossad.
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Gestorben: Jossi Harel stirbt in Tel Aviv. Jossi Harel war ein hochrangiger Offizier des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad.

Politik & Weltgeschehen

Politik:
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Der israelische Geheimdienst Mossad ergreift Adolf Eichmann in Buenos Aires

Tagesgeschehen

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Dubai/Vereinigte Arabische Emirate: Hamas-Führer Mahmud al-Mabhuh wird in einem Hotelzimmer tot aufgefunden. Infolgedessen verdächtigt das Emirat den israelischen Geheimdienst Mossad für die Ermordung verantwortlich zu sein und schreibt einen Monat später 11 Tatverdächtige zur Ermittlung durch Interpol aus.
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Washington D.C./USA. Gegen einen Mitarbeiter des Staatssekretärs Douglas J. Feith im Pentagon laufen laut Medienberichten Ermittlungen wegen des Verdachts auf Spionage für den israelischen GeheimdienstMossad. Der Mitarbeiter soll ein Spezialist für Iran und Südasien sein.
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Israel. 150 Agenten des Mossad wollen aus Protest den Dienst quittieren. Dadurch könnte die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters für Agenten von 45 auf 55 den gegenteiligen Effekt haben.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1988

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Geschichte > Als erfolgreich betrachtete Operationen: bereitete der Mossad die Ermordung von Chalil Ibrahim al-Wazir in Tunis vor.

1986

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Geschichte > Als erfolgreich betrachtete Operationen: entführte der Mossad den israelischen Atomtechniker Mordechai Vanunu, der Informationen über das israelische Atomwaffenprogramm in Dimona an die Presse weitergegeben hatte.

1973

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Geschichte > Als erfolgreich betrachtete Operationen: wurde im Rahmen der Operation Zorn Gottes die Operation Frühling der Jugend ausgeführt, die Tötung von Muhammad Youssef Al-Najjar und Kamal Adwan in Beirut. Da eine Reihe von Zielpersonen der Liquidations-Liste in gut gesicherten Häusern im Libanon wohnte und somit mit den bisherigen Anschlag-Methoden nicht zu erreichen war, startete Caesarea die Operation Frühling der Jugend (Operation Spring of Youth). In der Nacht vom 9. auf den 10.? April drangen Sajeret-Matkal-Kommandos, ein Team Fallschirmjäger und eins der Schajetet 13, der israelischen Kommando-Kampfschwimmer, nach Beirut und Sidon ein. Dort töteten sie einige hochrangige Mitglieder der PLO und des Schwarzen Septembers, u.? a. Muhammad Youssef Al-Najjar (Abu Youssef), den Führungsoffizier des Schwarzen September und PLO-Offiziellen, Kamal Adwan, einen Führungs- und Geheimdienstoffizier des Schwarzen September und Leiter aller Terroroperation auf israelischen Staatsgebiet, sowie Kamal Nasser, den PLO-Sprecher. Youssef und seine Frau wurden in ihrem Badezimmer durch Gewehrfeuer getötet, als ein Kommando ihre Beiruter Wohnung stürmte.

1962

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Geschichte > Als erfolgreich betrachtete Operationen: und 1963 verübte der Mossad mit der Hilfe von Informationen seines Agenten Wolfgang Lotz Anschläge auf mehrere deutsche Ingenieure, die seit 1959 am ägyptischen Raketenprogramm arbeiteten - eine entsprechende Betätigung in Deutschland war damals aufgrund alliierter Bestimmungen noch verboten. Der Ingenieur Dr. Heinz Krug verschwand im September in München. Ein anonymer Anrufer behauptete seinen Tod; seine Leiche wurde nicht gefunden (wohl aber sein Auto). Im Februar 1963 entging der Elektronik-Experte Hans Kleinwächter knapp einem Mordanschlag in Lörrach - sein Wagen wurde blockiert und es wurde mit einer schallgedämpften Pistole auf ihn geschossen. Eine Briefbombe an den Ingenieur Dr. Wolfgang Pilz in Ägypten kostete dessen Sekretärin das Augenlicht; eine weitere Bombe einen Tag später tötete fünf Personen. In der Schweiz wurden zwei israelische Agenten verhaftet, als sie die Tochter des Raketenexperten Prof. Paul Goerke bedrohten. Schließlich musste der verantwortliche Mossad-Chef Harel auf Druck Ben Gurions zurücktreten, um die Zusammenarbeit mit deutschen Behörden nicht zu gefährden, und die Arbeit des Mossad in dieser Sache wurde in moderatere Bahnen gelenkt. Als die Ägypter Mitte der 1960er Jahre stattdessen mit der Sowjetunion und anderen Ostblockstaaten wie der DDR kooperierten, erübrigte sich ein weiteres Vorgehen.

Kunst & Kultur

1998

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Geschichte > Fehlgeschlagene Operationen: scheiterte ein versuchter Lauschangriff im schweizerischen Liebefeld bei Bern und führte die involvierten Agenten als Amateure vor. Bei der Aktion gingen die Geheimdienstler so lautstark vor, dass eine Anwohnerin die Polizei alarmierte und diese die Agenten in flagranti überraschte und verhaften konnte.

1998

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Geschichte > Fehlgeschlagene Operationen: scheiterte ein versuchter Lauschangriff im schweizerischen Bern und führte die involvierten Agenten als Amateure vor. Bei der Aktion gingen die Geheimdienstler so lautstark vor, dass eine Anwohnerin die Polizei alarmierte und diese die Agenten in flagranti überraschte und verhaften konnte.

1997

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Geschichte > Fehlgeschlagene Operationen: scheiterte ein geplantes Giftattentat auf den Hamas-Führer Khalid Meshaal in Jordanien. Laut Aussage von Rafi Eitan, einem ehemaligen Mossad-Agentenführer, war der Fehlschlag auf ungenügende Ausbildung der beteiligten Agenten zurückzuführen. Dieser Misserfolg konnte nur durch diverse politische Zugeständnisse Israels gegenüber Jordanien kompensiert werden.

1996

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Geschichte > Fehlgeschlagene Operationen: berichtete der Geheimdienstmitarbeiter Yehuda Gil, dass die Verlegung der 14. Division der syrischen Armee Teil eines Planes sei, die Golanhöhen in einem Überraschungsschlag zurückzuerobern. Die von Gil bewusst gefälschte Analyse wurde an die Amerikaner weitergegeben, was nach Auffliegen der Affäre den Ruf des Mossad in den USA und anderswo nachhaltig schädigte.

1974

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Geschichte > Fehlgeschlagene Operationen: töteten Mossad-Agenten im Rahmen der sog. Lillehammer-Affäre irrtümlich den marokkanischen Kellner Ahmed Bouchiki, den sie für Ali Hassan Salameh hielten, einen der Verantwortlichen der Geiselnahme von München. Fünf israelische Agenten wurden von einem norwegischen Gericht zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2010

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Film: Eine offene Rechnung (Originaltitel: The Debt) ist ein Agententhriller aus dem Jahr 2010 mit der Oscarpreisträgerin Helen Mirren in der Hauptrolle. Es handelt sich um ein Remake des 2007 erschienenen, israelischen Films „Der Preis der Vergeltung“ („החוב“/englischer Titel: „The Debt“) von Assaf Bernstein. Regie führte John Madden, das Drehbuch stammt von Matthew Vaughn, Jane Goldman und Peter Straughan. Produziert wurde der Film durch Matthew Vaughns Filmproduktionsgesellschaft Marv Films in Kooperation mit Pioneer Pictures. Thematisch wird das Bestreben des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad aufgegriffen, nach dem Zweiten Weltkrieg untergetauchte Naziverbrecher aufzuspüren, um ihnen in Israel den Prozess zu machen.

Stab:
Regie: John Madden
Drehbuch: Matthew Vaughn Jane Goldman Peter Straughan
Produktion: Matthew Vaughn
Kris Thykier
Eduardo Rossoff
Musik: Thomas Newman
Kamera: Ben Davis
Schnitt: Alexander Berner

Besetzung: Helen Mirren, Sam Worthington, Marton Csokas, Ciarán Hinds, Tom Wilkinson, Jessica Chastain, Jesper Christensen

1986

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Film: Gesetz des Terrors (auch Gideons Schwert) ist eine kanadisch-US-amerikanische Fernsehproduktion aus dem Jahr 1986. Basierend auf der als „Tatsachen-Roman“ beschriebenen Novelle „Die Rache ist unser - Ein israelisches Geheimkommando im Einsatz“ (Vengeance. The True Story of an Israeli Counter-Terrorist Team) von George Jonas schildert der Actionfilm die Einsätze eines Mossad-Teams, das den Auftrag bekommt, Verantwortliche und Planer der Geiselnahme von München zu exekutieren.

Stab:
Regie: Michael Anderson
Drehbuch: Chris Bryant George Jonas (Buch)
Produktion: Denis Héroux John Kemeny Robert Lantos
Musik: Georges Delerue
Kamera: Claude Agostini
Schnitt: Ron Wisman

Besetzung: Steven Bauer, Michael York, Laurent Malet, Robert Joy, Peter Dvorsky, Rod Steiger, Colleen Dewhurst, Leslie Hope, Lino Ventura, Cyrielle Claire, Daniel Alfie, Miro Wahba, Éric Gaudry

"Mossad" in den Nachrichten