Motorrad-Weltmeisterschaft

Mit Motorrad-Weltmeisterschaft ist im Allgemeinen die vom Weltverband FIM im Jahre 1949 erstmals ausgeschriebene Weltmeisterschaft für Straßenmotorräder gemeint. Es werden Weltmeistertitel in mehreren Klassen vergeben, die durch Hubraum, Zylinderzahl, Arbeitsweise und Gewicht definiert sind.

Daneben gibt es unter anderem Weltmeisterschaften für Motocross, Enduro und Speedway.



Geschichte




Lange Jahre wurden Rennen in den Hubraum-Klassen 50 cm³ bzw. 80 cm³, 125 cm³, 250 cm³, 350 cm³ und 500 cm³ bei den Solo-Maschinen sowie 500 cm³ bei den Seitenwagen ausgetragen. In den 1950er-Jahren dominierten englische und italienische Marken mit Viertaktmotoren. Auch die süddeutsche Marke NSU konnte Weltmeistertitel erringen. Von 1957 bis 1973 war MZ mit Zweitakt-Maschinen in den Hubraumklassen 125 cm³, 250 cm³, 350 cm³ die führende deutsche Marke im internationalen Motorradrennsport. Allerdings war der MZ-Rennstall bei Weltmeisterschaftsrennen in NATO-Staaten wegen des Alleinvertretungsanspruchs der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er-Jahren aus politischen Gründen von der Teilnahme ausgeschlossen. Deshalb war es auch den besten Fahrern nicht möglich, eine Marken-Weltmeisterschaft auf MZ zu erreichen.Anfang der 1970er-Jahre lösten die Zweitakt-Maschinen meist japanischer Herkunft auch in der Königsklasse bis 500 cm³ die bis dahin dominierenden Viertakter aus Europa ab. So wechselte 1974 Giacomo Agostini nach 13 Weltmeistertiteln in Folge bei den 350ern und 500ern von der italienischen Marke MV Agusta zu Yamaha und errang damit den ersten 500er-WM-Titel für die Zweitaktmaschinen, die in den folgenden Jahrzehnten die Viertakter völlig verdrängten. Trotzdem gelang dem 15-maligen Weltmeister Giacomo Agostini 1976 noch ein Sieg auf der Viertakt-MV-Agusta, und zwar auf der fahrerisch anspruchsvollen Nordschleife des Nürburgrings.Von 1949 bis 1976 zählte die Tourist Trophy, auf der Insel Isle of Man, zur Motorrad-Straßen-Weltmeisterschaft. Der Kurs wurde u. a. aus dem Programm genommen, nachdem Giacomo Agostini beschloss, nie wieder auf der gefährlichen Strecke zu fahren. Er tat das, weil Gilberto Parlotti im Rennen der Klasse bis 125 cm³, in der WM-Saison 1972, in Führung liegend, tödlich verunglückte. Zwischen 1977 und 1989 wurde die Formula TT in drei Hubraum-Klassen als offizielle Weltmeisterschaft unter dem Dach der FIM ausgetragen, um die Aberkennung des WM-Status der Tourist Trophy auszugleichen und gleichzeitig Rennen mit seriennahen Maschinen populärer zu machen....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Geoff Duke stirbt in Douglas, Isle of Man. Geoffrey Ernest „Geoff“ Duke OBE war ein britischer Motorradrennfahrer. Er war sechsfacher Weltmeister in der Motorrad-Straßen-WM der FIM.
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Gestorben: Henry Surtees stirbt in London. Henry John Surtees war ein britischer Automobilrennfahrer und der Sohn des britischen Formel-1- und Motorrad-WeltmeistersJohn Surtees.
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Gestorben: Jack Findlay stirbt in Cannes, Frankreich. John Cyril „Jack“ Findlay war ein australischer Motorradrennfahrer. Er gilt als einer der erfolgreichsten Privatfahrer in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft.
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Gestorben: Joachim Leitert stirbt in Köln. Joachim Otto Leitert war ein deutscher Motorradrennfahrer, der in der Motorrad-Weltmeisterschaft in der Achtelliterklasse startete.
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Gestorben: Klaus Enderlein stirbt. Klaus Enderlein war ein deutscher Motorradrennfahrer, der in der Motorrad-Weltmeisterschaft in der Achtelliterklasse startete. Er war einer der erfolgreichsten Motorsportler der DDR.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1997

Erfolg:
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Motorrad-WM (500-cm³-Klasse), Yamaha Promotor Racing, Red Bull Yamaha WCM, 7 Rennen, 23., 11 Punkte (Troy Corser)

Einzigartiges

1999

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Emilio Alzamora ist der erste Motorrad-Rennfahrer, der den Weltmeistertitel in der 125-cm³-Klasse gewinnen konnte, ohne ein einziges Rennen in der betreffenden Saison zu gewinnen. Manuel Herreros erreichte 1989 den letzten 80-cm³-Titel ebenfalls ohne Grand-Prix-Siege. George O’Dell wurde 1977 Seitenwagen-Weltmeister, doch konnte er nie einen Grand Prix gewinnen.

1964

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John Surtees ist bis heute der einzige Fahrer, der Weltmeistertitel in den Klassen bis 350? cm³, bis 500? cm³ der Motorrad-WM und in der Formel 1 gewann. Nur drei andere Motorrad-Weltmeister fuhren in der Formel 1: Nello Pagani, Mike Hailwood und Johnny Cecotto.

Sport

2005

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Ergebniss: – Motorrad-WMMotoGP-Klasse, Fortuna Yamaha Team, 16., 52 Punkte (Rubén Xaus)

2004

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Ergebniss: – Motorrad-WMMotoGP-Klasse, D'Antin MotoGP, 11., 77 Punkte (1 Podium) (Rubén Xaus)
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Der japanische Motorradrennfahrer und 250-cm³-Weltmeister von 2001 Daijirō Katō erliegt seinen schweren Verletzungen, die er sich beim Saisonauftakt der MotoGP-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft im japanischen Suzuka am 6. April zugezogen hatte.

2002

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Ergebniss: – Motorrad-WMMotoGP-Klasse, MS Aprilia Racing, 19. Platz, 33 Punkte (Régis Laconi)

2002

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Ergebniss: Motorrad-WM (125-cm³-Klasse), Team Italia, 31., 4 Punkte (Michel Fabrizio)

Tagesgeschehen

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Motorsport: Der Australier Casey Stoner auf Ducati sichert sich beim Großen Preis von Japan auf dem Twin Ring Motegi vorzeitig seinen ersten WM-Titel in der MotoGP-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft.

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