Mumie

Als Mumie bezeichnet man die Überreste von tierischen oder menschlichen Körpern, die durch physikalische oder chemische Gegebenheiten vor natürlichen, gemeinhin unter dem Begriff Verwesung zusammengefassten Prozessen des Zerfalls geschützt und in ihrer allgemeinen Form erhalten sind. Eine Mumie kann vom Menschen durch besondere Verfahren künstlich hergestellt werden (Mumifizierung) oder quasi „von selbst“ durch natürlich ablaufende Prozesse entstehen (Mumifikation), das Endergebnis wird in beiden Fällen als „mumifiziert“ bezeichnet.

Die Bezeichnung „Mumie“ leitet sich vom persischen Wort mumia ab (neupers.موم / mūm), was „Bitumen, Erdpech“ bedeutet. Im Alten Ägypten wurde der Begriff Mumia namensgebend, da bei den altägyptischen Mumien zumeist die schwärzlich-harzigen Substanzen verwendet wurden; Bitumen fand erst in griechisch-römischer Zeit Anwendung.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Svante Pääbo wird in Stockholm geboren. Svante Pääbo ist ein schwedischer Mediziner und Biologe. Er gilt als Begründer der Paläogenetik. 1984 gelang ihm als Doktorand erstmals die Klonierung der DNA einer Mumie. Die entsprechende Meldung in der Zeitschrift Nature zierte 1985 die Titelseite, eine sehr ungewöhnliche Ehre für einen Doktoranden. In seiner weiteren wissenschaftlichen Laufbahn hat er sich auf evolutionäre Genetik spezialisiert.
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Geboren: Bob Brier wird in New York City geboren. Bob Brier, auch als Mr. Mummy bekannt, ist ein weltweit angesehener amerikanischer Ägyptologe, insbesondere auf dem Gebiet der Paläopathologie. Der an der Long Island University C.W. Post Campus tätige Ägyptologe zählt weltweit zu den allerersten Experten für Mumien und Mumifizierung.
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Geboren: Johan Reinhard wird in Joliet, Illinois geboren. Johan Reinhard ist ein US-amerikanischer Anthropologe. Bekannt wurde er durch die Entdeckung mehrerer Eismumien aus der Zeit der Inka in Südamerika.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1899

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Film: Cléopâtre ist ein stummer Kurzfilm des französischen Filmpioniers Georges Méliès über eine Wiederbelebung der Mumie von Kleopatra. Der 1899 uraufgeführte Film ist einer der frühesten Horrorfilme. Er galt lange als verschollen, jedoch wurde 2005 in Frankreich eine Kopie gefunden. Die Nachrichtenagentur AFP bezeichnete den nur zwei Minuten langen Film als „bahnbrechenden Klassiker der frühen Kinogeschichte.“ Kleopatra wird von der Schauspielerin Jeanne d’Alcy dargestellt.

Stab:
Regie: Georges Méliès
Produktion: Georges Méliès

Besetzung: Jeanne d’Alcy

Wissenschaft & Technik

1989

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18. März: In Ägypten wird eine 4400 Jahre alte Mumie in der Cheops-Pyramide gefunden.

Tagesgeschehen

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Bozen/Italien: Knapp 19 Jahre nach dem Fund der GletschermumieÖtzi wird deren Findern Erika und Helmut Simon von der Südtiroler Landesregierung ein Finderlohn in der Höhe von 175.000 Euro zugesagt.
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Kairo/Ägypten: Ägyptische Archäologen identifizieren nach eigenen Angaben die Mumie der Pharaonin Hatschepsut anhand von durch DNA-Analysen und Scanner-Tests. Die Mumie war bereits 1903 bei Grabungen im Tal der Könige gefunden worden, hatte aber niemals eine Zuordnung erfahren.
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Fresno/USA: In einem Gletscher am Mount Mendel im Kings Canyon National Park finden zwei Bergsteiger in der Sierra Nevada die teilweise mumifizierte Leiche eines Militärpiloten, der offenbar seit dem Zweiten Weltkrieg dort lag. Nach Angaben der Behörden gehörte der Tote zu einem AT-7-Trainingsflugzeug, das am 18. November 1942 mit fünf Mann Besatzung bei einem Navigationstraining in der Region abgestürzt war. 1947 hatte ein Bergsteiger das Wrack und vier der Leichname gefunden.

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