Museum Ludwig

Das Museum Ludwig ist das Museum der Stadt Köln für die Kunst des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts. Das unmittelbar südöstlich des Kölner Doms und Hauptbahnhofs auf der Domplatte gelegene Museum beherbergt neben seiner Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst auch das Agfa Foto-Historama (eine Sammlung historischer Fotografie). Das Museum verfügt über eine Ausstellungsfläche von rund 8.000 m². Es ist eines der bedeutenden europäischen Museen für die Kunst der Gegenwart.

Vom 11. Oktober 2013 bis 26. Januar 2014 wurde die Neupräsentation der eigenen Sammlungsbestände unter dem Motto Not Yet Titled gezeigt. Der Ausstellungstitel will „den prozessualen und temporären Charakter dieser subjektiven Sichtung“ hervorheben. Das Obergeschoss widmet sich der „Beschäftigung mit der Wirklichkeit über das Medienbild und Appropriation“, wie in den Werken von Andy Warhol, John Baldessari, Cindy Sherman oder Sherrie Levine sichtbar wird. Das Untergeschoss zeigt „die Hinwendung zur Buchstäblichkeit und damit zu Prozess, Arbeit, Ortsspezifität und zum Politischen, von den minimalistischen Skulpturen von Carl Andre über Hans HaackesCondensation Wall zu der neu angekauften Fotoserie von Allan Sekula, die Arbeiter beim Verlassen der Fabrik zeigt“. Der erste Stock mit Werken von Pablo Picasso über Lucio Fontana bis Joseph Beuys wird „als Scharnier zwischen europäischer Moderne, amerikanischer Spätmoderne und Minimalismus“ betrachtet.



Geschichte




Ausgangspunkt für ein Kölner Museum der Gegenwartskunst war die Expressionismus-Sammlung des Kölner Bürgers Josef Haubrich. Diese wurde in das Wallraf-Richartz-Museum integriert und mit der Zeit um weitere Werke der Kunst des 20. Jahrhunderts erweitert. Als das Sammler-Ehepaar Peter und Irene Ludwig der Stadt Köln rund 350 Werke überwiegend der Pop-Art schenkte, kam es 1976 zur Gründung des Museum Ludwig. Dieses blieb weiterhin in den alten Räumen, in denen heute das Museum für Angewandte Kunst untergebracht ist. Weitere Schenkungen des Ehepaares Ludwig betrafen eine umfangreiche Sammlung von Werken der Russischen Avantgarde und schließlich mehrere hundert Werke von Pablo Picasso, die ursprünglich als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt wurden.Die Stifter dieser Museumsbestände, das Sammler-Ehepaar Ludwig, nahmen nachhaltig Einfluss auf die weitere Entwicklung „ihres“ Museums. Unter anderem durch ihr Engagement wurde ein Neubau für das Wallraf-Richartz Museum, das Museum Ludwig und die fotografische Sammlung, das Agfa-Photo-Historama, errichtet, der auch einen neuen Konzertsaal beinhalten sollte.Am 6. September 1986 wurde der von den Kölner Architekten Busmann + Haberer entworfene Neubau eröffnet, nachdem zuvor Lichtführung und Materialien an der Simultanhalle, einem eigens dafür errichteten Testbau, entwickelt und erprobt worden waren. Die Simultanhalle ist seit 1983 selbst Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Seitdem hat sich die Simultanhalle zu einer wichtigen Institution des kulturellen Lebens der Stadt Köln entwickelt.Angesichts der in Aussicht gestellten Schenkung der umfangreichen Picasso-Sammlung von Irene Ludwig entschloss sich die Stadt, das Museumsgebäude ausschließlich der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zu widmen. Der Neubau für das Wallraf-Richartz-Museum wurde 2001 fertiggestellt, sodass dieses nun über ein eigenes Haus verfügt. An der Architektur des Bauwerks wurde wenig verändert. Lediglich die Eingangsbereiche und das Foyer wurden 2004/2005 umgestaltet.Vom 18. bis 20. Juni 1999 fand das 25. Gipfeltreffen der Regierungschefs der Gruppe der Acht (G8-Gipfel) im Museum Ludwig statt. Im selben Jahr malte Steve Keene öffentlich im Museum....

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Geboren & Gestorben

1972

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Geboren: Philipp Kaiser wird in Bern geboren. Philipp Kaiser ist ein Schweizer Ausstellungskurator, Kunstkritiker und vom 1. November 2012 bis Ende Februar 2014 Direktor des Museums Ludwig als Nachfolger Kasper Königs. Im Februar 2014 legte er sein Amt nieder aufgrund seiner privaten familiären Situation.

1972

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Geboren: Philipp Kaiser wird in Bern geboren. Philipp Kaiser ist ein Schweizer Ausstellungskurator und Kunstkritiker. Er war vom 1. November 2012 bis zum 28. Februar 2014 Direktor des Museums Ludwig als Nachfolger Kasper Königs. Im März 2016 wurde Kaiser zum Kurator des Schweizer Pavillons bei der 57. Biennale 2017 in Venedig berufen.

1964

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Geboren: Yilmaz Dziewior wird in Bonn geboren. Yilmaz Dziewior ist Kunsthistoriker und Kurator für zeitgenössische Kunst. Seit Februar 2015 ist er der Direktor des Museums Ludwig in Köln.
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Geboren: Kasper König wird in Mettingen, Westfalen als Rudolf Hans König geboren. Kasper König ist ein deutscher Kunstprofessor, Kurator und war von 2000 bis Ende Oktober 2012 Direktor des Museums Ludwig in Köln.

1931

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Geboren: Rudolf Alfons Scholl wird in Köln geboren. Rudolf Alfons Scholl ist ein deutscher Maler und Bildhauer. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt sowie vom Museum Ludwig in Köln, dem Rheinischen Landesmuseum in Bonn, dem Stadtmuseum Siegburg sowie dem Museum Baden (Kunstmuseum Solingen) aufgekauft. Ein wichtiges Werk ist der Solinger Fenstersturz.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1985

Film > Regie:
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Die Goonies (The goonies) (Richard Donner)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2000

Ausstellung/Projekt:
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WIE MAN SIEHT…, Museum Ludwig, Köln (Achim Mohné)

1996

Publikationen in Büchern:
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„Photographie des 20. Jahrhunderts“, Museum Ludwig, Taschen Verlag-Köln (André Gelpke)

1992

Werk:
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Öko-Nischen. (Museum Ludwig, Köln) (Anselm Kiefer)

1992

Werk:
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Öko-Nischen (Museum Ludwig, Köln) (Anselm Kiefer)

1979

Werk:
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Gaukler, Biedermänner und Kokotten - Typen aus dem Milieu der "Goldenen Zwanziger", Kat. Museum Ludwig, Köln, Graph. Kabinett (Adam C. Oellers)

Kunst & Kultur

2015

Sonderausstellungen:
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Ken Okiishi. Screen Presence, 21. Oktober 2014 bis 1. Februar

2014

Ausstellung:
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Museum Ludwig, Köln (Pierre Huyghe)

2014

Sonderausstellungen:
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Not yet titled. Neu und für immer im Museum Ludwig, 11. Oktober 2013 bis 26. Januar

2014

Ausstellung:
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Sigmar Polke: Alibis 1963–2010, 19. April - 3. August MoMa, New York; 9. Oktober - 8. Februar 2015 Tate Modern, London; 14. März - 5. Juli 2015 Museum Ludwig, Köln

2014

Sonderausstellungen:
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Unbeugsam und ungebändigt. Dokumentarische Fotografie um 1979 (kuratiert von Barbara Engelbach), 28. Juni bis 5. Oktober

Eigene Programme

1988

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„WATERFRONT“ – 21 Videos aus Buffalo, N.Y., USA, Gemeinschaftsprojekt mit: Hallways Gallery (Buffalo, USA), Squeaky Wheel Coalition (Buffalo, USA), Rheinisch-Westfälischen Auslandsgesellschaft (Dortmund). Aufführungen: Haus der RWAG, Dortmund, 17. Januar 1988, Stadtgarten Kino, Köln 26. - 30. Juni 1988, 1. Video Tag, Düsseldorf 2. Juli 1988, 1. European Media Art Festival, Osnabrück 3. und 7. September 1988, Internationale Photoszene 1988 Museum Ludwig, Köln 9. Oktober 1988, Tatort Medien, Düsseldorf 24. November (Offensive Video Kunst)

1988

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„Video Hungaria III“ – 14 aktuelle Videos aus Ungarn (in Zusammenarbeit mit Miklós Peternák, Budapest), Aufführungen: Kommunales Kino, Dortmund, 12. September 1988, Internationale Photoszene 1988 Museum Ludwig, Köln 9. Oktober 1988, 3. Internationale Videokunsttage, Nürnberg 4. November 1988, Blue Box Kino, Bremen 26. November (Offensive Video Kunst)

Politik & Weltgeschehen

1998

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Chronologie: Der Kölner Sammler Fritz Gruber schenkt dem Museum Ludwig in Köln Helnweins fotografischen Zyklus Poems, der 1999 in der Ausstellung Augenblick und Endlichkeit das erste mal gezeigt wird. (Gottfried Helnwein)

1998

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Chronologie: Der Kölner Sammler Leo Fritz Gruber schenkt dem Museum Ludwig in Köln Helnweins fotografischen Zyklus Poems, der 1999 in der Ausstellung Augenblick und Endlichkeit das erste Mal gezeigt wurde. (Gottfried Helnwein)

1988

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Chronologie: Zur Erinnerung an die so genannte „Reichspogromnacht“, 1938, errichtet Helnwein in Köln die 100 Meter lange Installation Neunter November Nacht zwischen Museum Ludwig und dem Kölner Dom. Helnwein konfrontiert die Passanten mit übergroßen blassen Kindergesichtern in endlos scheinender Reihe, wie zur KZ-Selektion aufgereiht. Schon nach einigen Tagen kam es zu ersten Beschädigungen: Unbekannte schlitzen die Kinderportraits in der Höhe der Kehlen auf. (Gottfried Helnwein)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2014

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Ehrung: Die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes (AICA) hat im Dezember die Werkausstellung Pierre Huyghe (11. April bis 13. Juli ) zur Ausstellung des Jahres gewählt.

2014

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Ehrung: Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig (Kerry James Marshall)

2009

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Ehrung: Hörspielpreis der Kriegsblinden und der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen für sein Hörspiel Ruhe 1, das als Koproduktion des WDR und des Museums Ludwig entstand (Paul Plamper)

2009

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Ehrung: Hörspielpreis der Kriegsblinden/Preis für Radiokunst des Bundes der Kriegsblinden Deutschlands e.? V. und der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen für das Hörspiel Ruhe 1 des Berliner Autors und Regisseurs Paul Plamper, das als Koproduktion des WDR und des Museums Ludwig entstand.

2004

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Ehrung: Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Kölner Museum Ludwig (Rosemarie Trockel)

"Museum Ludwig" in den Nachrichten