Nanga Parbat

Der Nanga Parbat, auch als Diamir bekannt, ist ein Achttausender im Westhimalaya und mit 8125 m Höhe der neunthöchste Berg der Erde. Er liegt in Gilgit-Baltistan, dem früher als Northern Areas bezeichneten pakistanischen Teil der umstrittenen Region Kaschmir. Der Nanga Parbat ging als „Schicksalsberg der Deutschen“ in die Geschichte ein.

Der Name Nanga Parbat (Urduننگا پربت) geht über Hindi zurück auf Sanskritnagna-parvata ‚nackter Berg‘. Der Name Diamir bedeutet ‚König der Berge‘. Aufgrund der hohen Zahl an verunglückten Bergsteigern wird der Nanga Parbat vor Ort auch "Killer Mountain" genannt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Günther Messner stirbt am Nanga Parbat, Pakistan. Günther Messner war Bergsteiger und ein jüngerer Bruder von Reinhold Messner. Er starb während einer Expedition unter Leitung von Karl Herrligkoffer zum AchttausenderNanga Parbat.
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Gestorben: Siegfried Löw stirbt am Nanga Parbat. Siegfried „Siegi“ Löw war ein deutscher Bergsteiger.
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Gestorben: Hermann Buhl stirbt an der Chogolisa, Pakistan. Hermann Buhl war ein österreichischer Alpinist. Als erster Mensch bestieg er 1953 den Nanga Parbat und gehörte vier Jahre später zu den Erstbesteigern des Broad Peak. Er zählt zu den Pionieren des Alpinstils.
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Geboren: Günther Messner wird in Brixen, Südtirol geboren. Günther Messner war Bergsteiger und ein jüngerer Bruder von Reinhold Messner. Er starb während einer Expedition unter Leitung von Karl Herrligkoffer zum AchttausenderNanga Parbat.

Bergsteigen

1937

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Juni: Die Deutsche Nanga-Parbat-Expedition 1937 unter der Leitung von Karl Wien endet wie schon die Deutsche Nanga-Parbat-Expedition 1934 in einer Katastrophe. Beim Versuch, den Nanga Parbat, von der nationalsozialistischen Propaganda bereits zum „Schicksalsberg der Deutschen“ stilisiert, zu besteigen, kommt der Großteil der Expeditionsteilnehmer ums Leben.

1934

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Juli: Die Deutsche Nanga-Parbat-Expedition 1934 unter der Leitung von Willy Merkl endet in einer Katastrophe, bei der 11 Expeditionsteilnehmer ums Leben kommen. Der Nanga Parbat wird von der nationalsozialistischen Propaganda daraufhin als „Schicksalsberg der Deutschen“ hochstilisiert.

Ereignisse > 1901–2000

1953

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Hermann Buhl besteigt den Nanga Parbat allein und ohne zusätzlichen Sauerstoff. Damit hat zum ersten Mal ein Mensch einen Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen. Der Berg gilt als „Schicksalsberg der Deutschen“ und neben dem K2 als der schwierigste Achttausender. (Bergsteigen)

1936

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– Gründung der Deutschen Himalaya-Stiftung zur Förderung von Expeditionen in den Himalaya, speziell auf den Nanga Parbat. (Bergsteigen)

Sport

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Erstbesteigung des Nanga Parbat, des neunthöchsten Berges der Erde, durch Hermann Buhl

1932

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Die Deutsch-Amerikanische Himalaya-Expedition 1932 endet mit einem Misserfolg. Es ist die erste von sechs Expeditionen, die das Deutsche Reich in den 1930er Jahren zum Nanga Parbat unternimmt.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Der österreichische Bergsteiger Hermann Buhl, dem 1953 die Erstbesteigung des Nanga Parbat gelang, kommt an der Chogolisa in Pakistan ums Leben.

Geschichte > Zeitliste der wichtigsten Produkte und Innovationen

1965

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begann Yamaha mit der Produktion von Blasinstrumenten und eröffnete die erste Musikschule in Los Angeles. (Yamaha Corporation)

Tour > Asien

1985

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Nanga Parbat mit Peter Habeler (Michael Dacher)

1981

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Nanga Parbat (8125? m) in Pakistan (Michael Dacher)

Besteigung

1985

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bestieg sie (zusammen mit Anna Czerwińska und Krystyna Palmowska als erstes Frauenteam) den Nanga Parbat, (8125? m) (Wanda Rutkiewicz)

Achttausender

1986

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Nanga Parbat (8125 m) (Fausto De Stefani)

Aufsätze

1987

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Uwe Schwarz: Die große Tragödie vor 50 Jahren. Der Nanga-Parbat-Expedition von 1937 zum Gedächtnis. In: Geospektive 1 , H. 2, ISSN 0931-6604, S. 11-14 (Geospektive, eine unabhängige Fachzeitschrift für Geographie, erschien in vier Jahrgängen von bis 1990 mit insgesamt neun Heften im Thomas F. Faber Verlag, Bonn)

Achttausender-Besteigungen

1997

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Nanga Parbat (Versuch) (Alan Hinkes)

Politik & Weltgeschehen

1998

Chronologie der Expeditionen:
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erster Achttausender-Gipfel, der Nanga Parbat, erste Italienerin und neunte Frau der Welt am Gipfel, über die Kinshofer-Route in nur neun Stunden vom letzten Lager den Gipfel erreicht. (Nives Meroi)

Bestiegene Achttausender

2001

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Nanga Parbat, Sommer (Veikka Gustafsson)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2003

Erfolge an 8000er Bergen:
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Nanga Parbat, 8125 m (Jean-Christophe Lafaille)

1998

Chronologie der Expeditionen und Erfolge:
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Nanga Parbat, erster Achttausender-Gipfel, vom letzten Lager der Kingshofer-Route in nur neun Stunden zum Gipfel. (Romano Benet)

1990

Besteigungen, Erfolge:
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Nanga Parbat Nordgipfel 8070? m (4. Achttausender), Skiabfahrt mit Hans Kammerlander (Diego Wellig)

Sonstige Ereignisse

2003

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Nanga Parbat 8125m (Kurt Brugger)

Tagesgeschehen

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Pakistan. Im Himalaya wurden schon vor ein paar Wochen Überreste der Leiche von Günther Messner gefunden, der bereits am 27. Juni 1970 am Nanga Parbat tödlich verunglückt war. Verschiedenen Berichten zufolge identifizierte sein angereister Bruder Reinhold nach eigenen Angaben dessen Schuhe und Jacke.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2012

Film:
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The Strange Case of Wilhelm Reich (Regie: Antonin Svoboda) (Birgit Minichmayr)

2009

Film:
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Nanga Parbat (Miguel Herz-Kestranek)

Achttausenderbesteigungen

2008

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Nanga Parbat 8125? m mit einer deutschen DAV Summit Club Expedition, bei der sechs von sieben Teilnehmern am 21. Mai den Gipfel über die klassische Kinshofer-Route der Diamirflanke erreichen, darunter zwei Frauen. Nach geglückter Besteigung verbleiben Josef Lunger aus Landsberg am Lech und Luis Stitzinger noch etwas länger am Berg, um eine Überschreitung des 10? km langen Mazeno Kamms bis zum Gipfel des Nanga Parbat zu versuchen. Dabei gelingt ihnen die Zweitbesteigung des Mazeno Peak 7145? m. Vor Erreichen des Mazeno Cols 6940? m müssen sie aber nach sieben Klettertagen aufgrund zur Neige gehender Gas- und Essensvorräte abbrechen und über die Soloroute (1978) Reinhold Messners zurück zum Diamir-Basislager absteigen. Nach einigen Ruhetagen bricht Stitzinger nochmals im Alleingang Richtung Gipfel auf und realisiert die erste Skibefahrung der zentralen Diamirflanke von 300? Meter unterhalb des Gipfels aus. Nach nur 24,5 Stunden kehrt er wieder ins Basislager zurück.

2008

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Nanga Parbat 8125 m mit einer deutschen DAV Summit Club Expedition, bei der 6 von 7 Teilnehmern am 21. Mai den Gipfel über die klassische Kinshofer-Route der Diamirflanke erreichen, darunter 2 Frauen. Nach geglückter Besteigung verbleiben Josef Lunger aus Landsberg am Lech und Luis Stitzinger noch etwas länger am Berg, um eine Überschreitung des 10 Km langen Mazeno Kamms bis zum Gipfel des Nanga Parbat zu versuchen. Dabei gelingt ihnen die Zweitbesteigung des Mazeno Peak 7145 m. Vor Erreichen des Mazeno Cols 6940 m müssen sie aber nach 7 Klettertagen aufgrund zur Neige gehender Gas- und Essensvorräte abbrechen und über die Solo-Route (1978) Reinhold Messners zurück zum Diamir-Basislager absteigen. Nach einigen Ruhetagen bricht Stitzinger nochmals im Alleingang Richtung Gipfel auf und realisiert die erste Skibefahrung der zentralen Diamirflanke von 300 Meter unterhalb des Gipfels aus. Nach nur 24,5 Stunden kehrt er wieder ins Basislager zurück.

Bergsteigerische Leistungen

2009

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gelang Göschl am Nanga Parbat gemeinsam mit seinen Partnern Günther Unterberger, Louis Rousseau, Hans Goger und Sepp Bachmair eine Neuroute über den Nord-West-Pfeiler im Alpinstil; es handelt es sich um eine Routenvariation der "Kinshofer-Route" (heutiger Normalweg), welche in einem Bogen über den linken Wandteil zum gemeinsamen Lager 3 führt, zuvor aber eine auf- und absteigende Traverse bedingt. Bei dieser Expedition kam Wolfgang Kölblinger, ein Teilnehmer der über den Normalweg aufsteigenden Expeditionsgruppe beim Abstieg vom Gipfel, den er am 10. Juli erreichte, vermutlich durch Absturz während einer Rast ums Leben. Am 11. Juli fand die mit Göschl vom Gipfel über den Normalweg absteigende Gruppe am Weg abgelegte Ausrüstungsgegenstände, wie Rucksack und Skistöcke. Auf Grund des großen möglichen Absturzgeländes wurde nur kurz nach dem Vermissten gesucht. Göschl brach dennoch den im Zuge derselben Expedition geplanten weiteren Versuch am K2 nicht ab, scheiterte jedoch wiederum an tiefem Schnee und Lawinengefahr, diesmal aber erst an der Schlüsselstelle, der Traverse über dem Flaschenhals auf 8300? m Höhe. (Gerfried Göschl)

1938

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verzichtete Rebitsch auf einen neuerlichen Besteigungsversuch und nahm stattdessen die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Nanga-Parbat-Expedition wahr, im Zuge derer er den berühmten Silbersattel an diesem Achttausender erreichte, nicht jedoch den Gipfel. (Mathias Rebitsch)

Reisen & Expeditionen

2014

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Expedition: erneuter Versuch der ersten Winterbesteigung des Nanga Parbat mit David Göttler von der Rupal-Seite über die Schell-Route. Moro hat drei Gipfelversuche unternommen, blieb aber erfolglos. Seinen dritten Gipfelversuch musste er wegen Magenproblemen am 28. Februar abbrechen. David Göttler stieg mit Tomek Mackiewicz aus Polen weiter auf. Die beiden traten aufgrund schwieriger Bedingungen einen Tag nach Moro ebenfalls den Rückzug an. (Simone Moro)

2012

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Expedition: Versuch der ersten Winterbesteigung des Nanga Parbat mit Denis Urubko über eine unbekannte neue Route, da die Kinshofer-"Normalroute" auf Grund der Eisverhältnisse zu gefährlich erschien. Beginn 26. Dezember 2011, Erreichen des Basislagers auf 4200 Metern Höhe am 3. Januar , Aufbau von drei Lagern bis in eine Höhe von 6600 Metern, ab 27. Jänner durch anhaltende Schneefälle nur mehr im Basislager, am 15. Februar aufgrund gleichbleibend ungünstiger Wetterprognosen Entschluss zum Abbruch der Expedition, tiefste gemessene Temperatur -41? °C auf Höhe Lager 3, im Basislager -26? °C. Indirekt beeinflussten auch der zeitgleiche Tod von Mario Merelli in den Bergamasker Alpen und wenig später von Vitaly Gorelik am K2, beides Bergsteiger welche mit den Expeditionsteilnehmern gut befreundet waren, die für eine erfolgreiche Besteigung notwendige Überzeugung und Motivation. Der erhoffte Gipfelsieg sollte ursprünglich Merelli gewidmet werden. (Simone Moro)

2005

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Expedition > Weitere Touren nach 1970: – Reise zu den Dyva-Nomaden in der Mongolei; „Zeitreise” rund um den Nanga Parbat/Pakistan (Reinhold Messner)

2003

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Expedition: Kilimanjaro (5895? m); Teilnahme an kasachischer Pakistan-"drei in einer"-Expedition zum Nanga Parbat, Broad Peak und K2, mit dabei auch Urubko, dabei gelingt der Broad Peak (8047? m) in 24 Stunden, eine Neuroute am Nanga Parbat (8125? m), mündet in ca. 7000? m Höhe in die Kinshofer-Route, jedoch Aufgabe auf 7400? m, sein Seilgefährte auf dieser Route Jean-Christophe Lafaille erreicht mit Ed Viesturs dennoch den höchsten Punkt, der K2 wird nicht mehr versucht; Elbrus (5642? m) in 3 Stunden und 40 Minuten; (Simone Moro)

2003

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Expedition > Weitere Touren nach 1970: – Trekking zum Mount Everest (Jubiläumstreffen zum fünfzigsten Jahrestag der Erstbesteigung); Reise nach Franz-Josef-Land/Arktis; am 1. Oktober Eröffnung der „Günther Mountain School“ im Diamir Tal am Nanga Parbat/Pakistan (Reinhold Messner)

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