Nationale Partei (Südafrika)

Die Nasionale Party (NP; englisch: National Party, deutsch: Nationale Partei) war die in Südafrika regierende Partei zwischen 1948 und 1994. Ihre Mitglieder wurden gelegentlich als Nationalists oder Nats bezeichnet. Die Partei wurde im Jahr 2005 aufgelöst. Ihre langjährige Programmatik gründete sich hauptsächlich auf das gesellschaftspolitische Leitmotiv einer rassistisch intendierten „getrennten Entwicklung“ (separate development) im südafrikanischen Staat, die international als Apartheid bekannt wurde, sowie die Gründung einer Republik unter Loslösung vom Commonwealth of Nations und die weltanschaulich begründete Förderung der Kultur der Buren bzw. Afrikaaner.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Alwyn Schlebusch stirbt in Pretoria. Alwyn Louis Schlebusch war ein südafrikanischer Politiker der National Party. Er hatte in den 1970er und 1980er Jahren zahlreiche Ministerämter Südafrikas inne und war von 1981 bis 1984 der einzige Vizestaatspräsident (vice state president) in der Geschichte des Landes.
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Gestorben: Piet Koornhof stirbt in Stellenbosch. Pieter Gerhardus Jacobus Koornhof war ein südafrikanischer Politiker und Diplomat während der Zeit der Apartheid. Er war von 1972 bis 1984 Minister für verschiedene Geschäftsbereiche in den Regierungen von Hendrik Frensch Verwoerd und Pieter Willem Botha sowie von 1986 bis 1991 Botschafter Südafrikas in den USA. Nachdem er während seiner aktiven politischen Laufbahn der Nationalen Partei (NP) angehört hatte, trat er 2001 dem African National Congress bei.
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Gestorben: Chris Heunis stirbt in Somerset West. Jan Christiaan Heunis war ein südafrikanischer Politiker der Nationalen Partei (NP). Er wirkte während der Zeit der Apartheid von 1979 bis 1989 als Minister für verschiedene Bereiche unter Balthazar Johannes Vorster und Pieter Willem Botha, und war von Januar bis März 1989 amtierender Präsident Südafrikas. Zu seinen wichtigsten Beiträgen zum politischen Leben in Südafrika zählte in den 1980er Jahren die Etablierung eines Dreikammer-Parlaments, durch das den als „Farbige“ und als „Asiaten“ bezeichneten Bevölkerungsgruppen neben den weißen Einwohnern eine eingeschränkte Machtbeteiligung eingeräumt wurde. Dies galt neben anderen Maßnahmen als Versuch, durch Änderungen der Verfassung und des Staatsaufbaus den Weiterbestand des Apartheid-Systems zu sichern.
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Gestorben: Hendrik Jacobus Coetsee stirbt in Bloemfontein. Hendrik Jacobus Coetsee, auch bekannt unter dem Namen Kobie Coetsee, war ein südafrikanischer Politiker der Nationalen Partei. Er wirkte von 1980 bis 1994 als Justizminister unter den Präsidenten Pieter Willem Botha und Frederik Willem de Klerk und war damit unter anderem für die Polizei sowie den Strafvollzug in der Endphase der Apartheid-Ära zuständig. Nach den ersten freien und allgemeinen Wahlen in der Geschichte Südafrikas übernahm er von 1994 bis 1997 das Amt des Präsidenten des Provinzrates, der zweiten Kammer des südafrikanischen Parlaments.
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Gestorben: Cornelius Petrus Mulder stirbt in Johannesburg. Cornelius Petrus Mulder, auch bekannt als Connie Mulder, war ein südafrikanischer Politiker während der Zeit der Apartheid. Er fungierte von 1958 bis 1978 als Parlamentsabgeordneter der Nationalen Partei sowie ab 1968 als Informationsminister. Darüber hinaus war er später zusätzlich zum Informationsressort auch als Minister für plurale Beziehungen und Entwicklung zuständig für die Umsetzung der Apartheidpolitik unter der Eingeborenenbevölkerung. Seine Verwicklung in einen als Muldergate-Affäre bekanntgewordenen politischen Skandal führte jedoch zu seinem Ausschluss aus der Nationalen Partei und seinem Rückzug von allen Ämtern. Rund sieben Monate vor seinem Tod errang er für die politisch rechts von der Nationalen Partei positionierte Konservative Partei, die Anfang der 1980er Jahre gegründet worden war, erneut ein Parlamentsmandat.

Politik & Weltgeschehen

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In Südafrika wird die Apartheidspartei, die Nationale Partei, bei den Parlamentswahlen stärkste Kraft.

1948

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Bei der Parlamentswahl in Südafrika wird die Nationale Partei unter Daniel François Malan stärkste Parlamentsgruppe. Die Partei, die für einen strikten Kurs der Apartheidspolitik stand, beeinflusste als dominante politische Kraft in den folgenden vier Jahrzehnten maßgeblich die Entwicklungen im südlichen Afrika. (26. Mai)

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